Kommentar
13:30 Uhr, 17.08.2026

Diesjähriger "El Niño" als globaler Wachstumsschock?

Ein außergewöhnlich starker El Niño zeichnet sich ab. Forschungsergebnisse deuten darauf hin, dass solche Ereignisse Volkswirtschaften über Jahre belasten und Wachstumspfade dauerhaft absenken können. Das Klimaphänomen kann ein makroökonomisches Risiko sein.

El Niño unterscheidet sich grundlegend von einem einzelnen Hurrikan, einer Überschwemmung oder einer Dürre. Die wirtschaftliche Brisanz entsteht daraus, dass das Klima-Phänomen Wetterrisiken in mehreren Weltregionen zugleich erhöht, mit vielerlei Auswirkungen. Ernten können in Asien ausfallen, während Überschwemmungen Infrastruktur in Lateinamerika beschädigen und Dürren die Stromproduktion senken (man denke an Wasserkraftwerke). Die Ursache ist eine großräumige Verschiebung von Wärme im tropischen Pazifik. Diese räumliche Gleichzeitigkeit kann im Extremfall aus regionalen Schäden einen globalen makroökonomischen Schock machen.

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