Analyse

Diesen SMALL CAP sollten Anleger für 2022 auf dem Schirm haben

Nach einer mehrmonatigen Konsolidierung wird dieser Nebenwert mit Blick auf das kommende Jahr wieder interessant.

Erwähnte Instrumente

  • GK Software AG
    ISIN: DE0007571424Kopiert
    Kursstand: 155,500 € (XETRA) - Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung
    VerkaufenKaufen
  • GK Software AG - WKN: 757142 - ISIN: DE0007571424 - Kurs: 155,500 € (XETRA)

Erstmalig wurde ich auf dieses Unternehmen im Jahr 2017 aufmerksam. Inzwischen ist viel passiert. Umsatz und Gewinn haben deutlich angezogen, die Bewertung der Aktie auch. Dennoch bleiben die Aussichten gut. Das Chartbild kündigt für die kommenden Wochen ein mögliches Handelssignal an.

Über den Anbieter von Einzelhandelssoftwarelösungen, GK Software, berichtete ich erstmalig im Mai 2017. Den Artikel können Sie hier noch einmal nachlesen. Damals notierte die Aktie bei Kursen um 76 EUR, heute bei 156 EUR. Eine Kursverdopplung in diesem Mehrjahreszeitraum ist für einen Nebenwert vielleicht keine Glanzleistung. Doch berücksichtigt man, dass der Coronacrash zu Abgaben bis in den 35-EUR-Bereich geführt hat, kann sich die Performance der vergangenen Monate durchaus sehen lassen. Das Update mit dem Big-Picture-Ausbruch im Mai dieses Jahres kam zu einem guten Zeitpunkt. Das Kursziel bei 167,80 EUR wurde im September erreicht, seither konsolidiert der Kurs.

Blickt man auf die Fundamentaldaten, hat sich verglichen mit der Analyse im Jahr 2017 einiges verändert. Der Großaktionär SAP hat sein Engagement bei GK Software beendet und alle seine Anteile verkauft. Dennoch geht die Partnerschaft zwischen beiden Unternehmen weiter. Sie wurde im Jahr 2019 sogar vertieft. Inzwischen weist man auch weitere große Vertriebspartnerschaften, beispielsweise mit Microsoft (seit September 2020) oder IBM (seit Juni 2021), aus. Bei beiden steht die Verknüpfung des GK-Produkts Cloud4Retail mit den Cloudprodukten der Branchengrößen im Fokus. Für GK Software eröffnen sich dadurch große Möglichkeiten. Denn Unternehmen wie Walmart, Aldi, Lidl oder Edeka wickeln tagtäglich riesige Datenmengen ab.

Bis Ende 2023 will GK Software den Umsatz von voraussichtlich gut 133 Mio. EUR im laufenden Jahr auf 160 bis 175 Mio. EUR verbessern. Die EBIT-Marge soll sich auf 15 % belaufen. Diese Prognose basiert auf organischem Wachstum auf Basis der aktuell angebotenen Lösungen und Produkte. Unterm Strich könnte GK Software 2023 rund 7,50 EUR je Aktie verdienen. Das KGV würde auf 21 absinken, was aber mit den Traumkennzahlen 2017 natürlich nicht mehr mithalten kann. Dennoch ist die langfristige Wachstumsstory voll intakt. 2020 helang es, den Anteil der wiederkehrenden und wiederholbaren Umsätze verglichen mit 2019 von 75 % auf 82 % auszubauen. Diese Tendenz dürfte anhalten.

Aus charttechnischer Sicht ermöglicht die mehrmonatige Konsolidierung in einem großen Dreieck wieder neue Handelsmöglichkeiten. Die überkaufte Situation wurde abgebaut, im Bereich des EMA200 gelang eine Stabilisierung. Solange 141 EUR halten, darf man den Blick folglich nach oben richten. Gelingt der Ausbruch aus dem Abwärtstrend bei rund 161 EUR, wäre der Weg bis zum Allzeithoch bei 172 EUR frei. Darüber winken Kurse um 182 EUR.

Innerhalb des Dreiecks ist der Titel zunächst neutral einzustufen. Unter 141 EUR könnte es zu einem Rücklauf auf das Ausbruchslevel bei 135,50 EUR, wo Antizykliker sich den Nebenwert noch einmal anschauen könnten.

Fazit: Die Aktie von GK Software ist im Nebenwertebereich schon lange kein Geheimtipp mehr. Dennoch bleibt die Story interessant. Neue Allzeithochs im Jahr 2022 sind möglich, solange die Supports bei 141,00 bzw. 135,50 EUR halten.

Jahr 2020 2021e* 2022e*
Umsatz in Mio. EUR 117,60 133,20 153,72
Ergebnis je Aktie in EUR 3,02 6,07 6,36
Gewinnwachstum 100,99 % 4,78 %
KGV 51 26 24
KUV 3,0 2,6 2,3
PEG 0,3 5,1
Dividende je Aktie in EUR 0,00 0,00 0,98
Dividendenrendite 0,00 % 0,00 % 0,63 %
*e = erwartet
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Über den Experten

Bastian Galuschka
Bastian Galuschka
Stv. Chefredakteur

Bastian Galuschka ist seit über 20 Jahren an der Börse aktiv. Er entdeckte bereits zu Schulzeiten seine Leidenschaft für die Börse. Über fünf Jahre lang war der Diplom-Volkswirt als Redakteur bei einem bekannten Anlegermagazin tätig und verantwortete dort den Bereich Charttechnik. Seit März 2013 verstärkt er die Redaktion der stock3 AG. Bastian Galuschka kombiniert bei seinen Analysen gerne Fundamentaldaten mit charttechnischen Aspekten. Gerade im Smallcapbereich hat sich der Analyst über viele Jahre ein fundiertes Wissen aufgebaut. Seit Juni 2016 ist Galuschka Stellvertretender Chefredakteur von stock3.

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