Analyse
20:58 Uhr, 27.05.2026

Die US-Amerikaner wollen das einfach nicht

US-Amerikaner wehren sich gegen digitale Preisschilder: Laut einer UFCW-Umfrage fürchten 68% Preistreiberei durch KI-Algorithmen. Ganze 67% fordern ein Verbot von Surveillance Pricing im Supermarkt ...

Eine überwältigende Mehrheit der Amerikaner lehnt digitale Preisschilder (Electronic Shelf Labels, ESL) und die automatisierte, datenbasierte Preisanpassung (Surveillance Pricing) im Einzelhandel ab. Die Verbraucher fordern gesetzliche Verbote, da sie drastische Preiserhöhungen und unfaire Praktiken fürchten. 68% der Befragten befürchten, dass Überwachungspreise die Waren verteuern. Nur 5% glauben an sinkende Preise. 65% sind überzeugt, dass Geschäfte elektronische Preisschilder für schnelle Preiserhöhungen nutzen werden. Nur 3% erwarten Preisnachlässe. 67% der Amerikaner befürworten ein striktes, gesetzliches Verbot von ESLs und Surveillance Pricing im Lebensmittelhandel. 58% der Konsumenten geben an, dass digitale Preisschilder sie eher davon abhalten würden, ein Geschäft überhaupt zu betreten.

Die Umfrage ist Teil der UFCW-Kampagne "Affordable Groceries and Good Jobs", die Bundesstaaten dazu bewegen will, diese Technologien als "ausbeuterisch" einzustufen und zu verbieten. Mindestens 12 US-Bundesstaaten prüfen derzeit Gesetze zur Regulierung dieser Praktiken. Maryland verabschiedete kürzlich das landesweit erste Gesetz für den Lebensmittelsektor. Aktivisten kritisieren dieses jedoch bereits aufgrund zu vieler rechtlicher Schlupflöcher.

Befürworter der digitalen Technik weisen den Begriff "Surveillance Pricing" zurück und argumentieren mit Effizienz, während Kritiker warnen, dass Algorithmen und KI die Preise mehrmals täglich anheben könnten.

Meine Stimme aus dem Off: Viele Trends kommen aus den USA zeitlich verzögert zu uns. Und ja, digitale Preisschilder sieht man auch bei uns. Aus Sicht des Verkäufers muss ich feststellen, dass das Handling digitaler Preisschilder natürlich besser ist. Einfach am Rechner alles eingeben und nicht mehr neue Preisschilder ausdrucken und einschieben. Als Konsument müsste man auch Zugang zu den Trenddaten haben und dann intraday immer dann einkaufen gehen, wenn die Preise sinken. :-)

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