Analyse
13:30 Uhr, 04.06.2026

Die DEUTSCHE BANK schaltet in den Angriffsmodus

Die Deutsche Bank präsentiert sich in einer Phase globaler Unsicherheit erstaunlich selbstbewusst. Während viele Wettbewerber noch darüber sprechen, wie sie mit geopolitischen Risiken, schwankenden Zinsen und verhaltener Konjunktur umgehen wollen, formuliert Finanzchef Raja Akram bereits die nächste Ambition:

Die Bank will nicht nur durch den Zyklus kommen, sondern Marktanteile gewinnen. Es ist eine offensive Tonlage für ein Institut, das jahrelang vor allem mit Restrukturierung, Rechtsrisiken und dem Abbau von Risiken verbunden wurde. Nun spricht der neue CFO auf der Goldman Sachs European Financials Conference von einem Haus, das von der Defensive in die Offensive wechseln will.

Der Zeitpunkt dabei ist durchaus heikel. Die Märkte sind volatil, der Nahe Osten sorgt für Unsicherheit, Inflationsrisiken sind nicht verschwunden, und die deutsche Wirtschaft wächst schwächer als erhofft. Doch Akram sieht darin nicht nur Belastungen. Für eine international breit aufgestellte Bank wie die Deutsche Bank sei das Umfeld "konstruktiv", weil unterschiedliche Sparten und Regionen Schwächen an anderer Stelle ausgleichen könnten. Im ersten Quartal erreichte die Bank nach seinen Angaben eine Eigenkapitalrendite RoTE von knapp 13 %. Auch im zweiten Quartal setzten sich die Trends fort.

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