Analyse

DEUTSCHE BETEILIGUNGS AG – Tiefschwarze Zahlen, so kann’s weitergehen!

Aufgrund der über den Erwartungen liegenden Entwicklung im ersten Halbjahr des laufenden Geschäftsjahres 2022/2023 hat die DBAG die Prognose für das Gesamtjahr angehoben.

Erwähnte Instrumente

  • Deutsche Beteiligungs AG - WKN: A1TNUT - ISIN: DE000A1TNUT7 - Kurs: 28,800 € (XETRA)

Die Erweiterung des Unternehmensfokus in den letzten Jahren um die Branchen Breitband-Telekommunikation, Software, IT-Services und Healthcare hat sich ausgezahlt, ebenso die geografische Expansion nach Italien. Zum Stichtag hielt die DBAG 36 Beteiligungen. Davon sind 18 Prozent im IT-Bereich tätig, 17 Prozent entfallen auf den Bereich Breitband & Telekommunikation, 12 Prozent auf Industriedienstleistungen, 11 Prozent auf Healthcare und 10 Prozent auf Industrie & Industry Tech. Auf Sonstige entfallen 32 Prozent. Den Portfoliowert gibt die DBAG zum 31. März mit 581,9 (VJ 567,3) Mio. EUR an.

Starkes Portfoliogeschäft

Das Bruttoergebnis aus dem Beteiligungsgeschäft konnte auf 84,31 (VJ minus 46,58) Mio. EUR kräftig gesteigert werden. Dies lag zum einen an der positiven Entwicklung der meisten Beteiligungen sowie an erfolgreichen Verkäufen. Aus Unternehmensveräußerungen erzielte die DBAG ein Ergebnis in Höhe von 43,14 (VJ 13,93) Mio. EUR. Die laufenden Erträge aus dem Portfolio, die vor allem Zinsen aus Gesellschafterdarlehen betreffen, stiegen auf 9,58 (VJ 4,60) Mio. EUR. Der Nettoertrag aus dem Beteiligungsgeschäft stieg folglich von minus 35,76 Mio. EUR im Vorjahr auf 81,33 Mio. EUR und das Vorsteuerergebnis auf 75,73 (VJ minus 41,53) Mio. EUR.

Im zweiten Geschäftsfeld Fondsberatung lagen die Erlöse mit 22,0 (VJ 21,33) Mio. EUR etwas über dem Vorjahresniveau. Der Ergebnisbeitrag vor Steuern kletterte auf 7,24 (VJ 5,77) Mio. EUR. Das verwaltete und beratene Vermögen stieg auf 2,58 (VJ 2,50) Mrd. EUR.

Deutlich positives Konzernergebnis

Der Konzerngesamtertrag drehte mit 103,33 Mio. EUR wieder deutlich in den positiven Bereich. Im ersten Halbjahr 2021/2022 wurde noch ein negativer Wert in Höhe von 14,43 Mio. EUR ausgewiesen. Das Konzernergebnis stellte sich auf 82,08 (VJ minus 36,76) Mio. EUR bzw. 4,39 (VJ minus 1,90) Euro pro DBAG-Aktie.

Bilanziell ist die DBAG äußerst solide aufgestellt. Die liquiden Mittel lagen Ende März bei 55,89 (VJ 19,16) Mio. EUR bei Verbindlichkeiten von 44,16 (VJ 66,95) Mio. EUR. Die Eigenkapitalquote stieg auf sehr hohe 93,6 (VJ 89,6) Prozent. Der Nettovermögenswert kletterte um 14 Prozent auf 646,5 Mio. EUR.

Anhebung der Guidance

Angesichts der starken Halbjahreszahlen verwundert es nicht, dass der Vorstand die Prognose nach oben angepasst hat. Das Konzernergebnis wird nun in einem Korridor zwischen 85 und 115 Mio. EUR erwartet. Ursprünglich waren 80 Mio. EUR in Aussicht gestellt worden. Beim Nettovermögenswert wird ein Wert zwischen 610 und 715 Mio. EUR angestrebt nach bislang maximal 675 Mio. EUR.

Fazit: Die DBAG hat sich 2022/2023 bislang besser entwickelt als erwartet. Die im SDAX notierte DBAG-Aktie kletterte nach der Veröffentlichung des Halbjahresberichtes und der Prognoseerhöhung kurzzeitig über 30 Euro. Aktuell kostet die Aktie um die 29 Euro. Wer sich auf einfache Weise im Private Equity-Bereich engagieren möchte, für den ist die Deutsche Beteiligungs AG definitiv die erste Wahl auf dem deutschen Kurszettel.

Jahr 2021/2022 2022/2023e* 2023/2024e*
Konzernergebnis in Mio. EUR -97,56 100,68 105,30
Ergebnis je Aktie in EUR -5,19 5,36 5,60
KGV -6 5 5
Dividende je Aktie in EUR 0,80 1,33 1,50
Dividendenrendite 2,78 % 4,62 % 5,21 %

*e = erwartet

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Über den Experten

Reinhard Hock
Reinhard Hock
Finanzmarktanalyst

Reinhard Hock ist seit über 25 Jahren an der Börse aktiv. Sein Interesse für die Finanzmärkte wurde während der Ausbildung zum Bankkaufmann geweckt. Später arbeitete er mehrere Jahre an der Börse Stuttgart und war dann jahrelang als freiberuflicher Redakteur mit dem Schwerpunkt Berichterstattung über Hauptversammlungen tätig. Dabei hat er sich ein umfassendes Wissen im Nebenwertebereich aufgebaut. Seit Oktober 2022 ist er bei stock3 für Fundamentalanalysen zuständig.

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