DAX® - Zweites Gap in Serie
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Zweites Gap in Serie
In die neue Woche ist der DAX® mit dem zweiten Aufwärtsgap in Folge gestartet (24.754 zu 24.882 Punkte). Zwischenzeitlich notierte das Aktienbarometer sogar oberhalb der Marke von 25.000 Punkten, doch die deutschen Standardwerte konnten dieses Level nicht verteidigen. Während die beiden jüngsten Kurslücken für einen anhaltenden Kaufdruck und eine grundsätzlich positive Marktstimmung sprechen, lassen die Gewinnmitnahmen im Tagesverlauf Zweifel aufkommen. Auf der Oberseite bleibt die Zone um 25.500 Punkte der zentrale „Deckel“. Hier bündeln sich mehrere markante Hochs seit Januar, wodurch sich ein gut sichtbares Widerstandscluster ergibt. Erst ein nachhaltiger Ausbruch über die Marke von 25.500 Punkten – idealerweise mit Anschlusskäufen – würde das „bullische“ Szenario bestätigen und Raum für eine Trendfortsetzung eröffnen. Neben den jüngsten Kurslücken dient die 200-Tage-Linie (akt. bei 24.186 Punkten) als wichtige Unterstützung. Mittlerweile verläuft das untere Bollinger Band (akt. bei 24.160 Punkten) ebenfalls in diesem Dunstkreis und unterstreicht die Bedeutung der angeführten Glättungslinie noch zusätzlich.der angeführten Glättungslinie noch zusätzlich.
DAX® (Daily)
Quelle: LSEG, tradesignal² / 5-Jahreschart im Anhang
5-Jahreschart DAX®
Quelle: LSEG, tradesignal²
Allzeithoch: trendfolgend „long“
Der Dow Jones® liefert aktuell einen spannenden, technisch „sauberen“ Chartverlauf. So brachte der Märzeinbruch einen idealtypischen Rücksetzer auf die horizontale Unterstützungszone bei 45.000 Punkten. Von diesem Niveau aus folgte eine schnelle und dynamische Erholung, die sich inzwischen als klassisches V-Muster lesen lässt – ein Signal für eine hohe Nachfrage und eine Fortsetzung des bestehenden Aufwärtstrends. In die gleiche Kerbe schlägt das neue Allzeithoch (51.946 Punkte). Per Saldo liegt also eine intakte Aufwärtsstruktur vor, zumal die beschriebene V-Formation ein rechnerisches Kursziel von rund 55.000 Punkten bereithält. Die Parallele zum Aufwärtstrend seit Herbst 2022 verläuft aktuell bei 53.540 Punkten. Aber auch unter dem Blickwinkel eines stringenten Money Managements liefert der aktuelle Kursverlauf klare Haltemarken zur Risikobegrenzung: Während das Ausbruchslevel bei 50.000 Punkten eine erste Unterstützung darstellt, bietet sich die 50 Wochen Linie (akt. bei 47.624 Punkten) als strategische Absicherung an. Solange der Dow Jones® oberhalb dieser Zonen notiert, überwiegt das „bullische“ Szenario. Ein Rückfall darunter würde indes das V-Muster relativieren und das Risiko einer tieferen Konsolidierung erhöhen.
Dow Jones Industrial Average® (Weekly)
Quelle: LSEG, tradesignal² / 5-Jahreschart im Anhang
5-Jahreschart Dow Jones Industrial Average®
Quelle: LSEG, tradesignal²
Auf Rekordhoch!
Auch zu Beginn der neuen Woche hat die ASML-Aktie mit 1.667 EUR erneut ein neues Allzeithoch verbuchen können. Der zugrundeliegende Basisaufwärtstrend ist also absolut intakt und erfuhr darüber hinaus eine wiederholte Bestätigung. In die gleiche Kerbe schlagen die trendfolgenden Indikatoren MACD und Relative Stärke nach Levy. Letztere signalisiert mit einem Wert von 1,32 unverändert ein sehr hohes Momentum. Im „uncharted territory“ markiert die 261,8%-Fibonacci-Projektion der gesamten Korrekturbewegung von Juli 2024 bis April 2025 (1.852 EUR) eines der wenigen verbliebenen Anlaufziele. Für eine weitere Trendbestätigung sorgt die erneute Untertassenformation, deren Nackenlinie bei 1.309 EUR in Zukunft als eine wichtige Rückzugslinie fungiert. Vorher stecken bereits das obere Bollinger Band (akt. bei 1.573 EUR) sowie das jüngste Wochentief bei 1.399 EUR nennenswerte Unterstützungen ab. Der aktuelle Kursverlauf liefert also Anlegerinnen und Anlegern auch unter Risikogesichtspunkten eine wichtige Orientierungshilfe. Je nach Risikoneigung und Investmenthorizont kann der Stopp für bestehende Engagements auf eines der genannten Niveaus nachgezogen werden.
ASML Holding (Weekly)
Quelle: LSEG, tradesignal² / 5-Jahreschart im Anhang
5-Jahreschart ASML Holding
Quelle: LSEG, tradesignal²
Kumulationsunterstützung aus dem Lehrbuch
Wenn in einem engen Kursband unterschiedliche Unterstützungen zusammenfallen, wissen wir das besonders zu schätzen. Ein Lehrbuchbeispiel für eine solche Kumulationszone stellt derzeit die Alphabet-Aktie dar. Zunächst brachte die Verschnaufpause der letzten Wochen einen lehrbuchmäßigen Pullback an die alte Ausbruchszone bei 350 USD. Technisch fällt zudem auf, dass dieser Rücksetzer sehr präzise am 38,2%-Fibonacci-Retracement (353,69 USD) bzw. im Bereich der 50 Tage Linie (akt. bei 360,94 USD) auslief. Die Überlagerung dieser Unterstützungsfaktoren erhöht die Relevanz der Zone deutlich, zumal der Technologietitel auf dieser Basis zuletzt ein „Hammer“-Muster ausgebildet hat. Diese Candlestickumkehrformation liefert ein Indiz dafür, dass der größte Verkaufsdruck absorbiert wurde und ein Stimmungsumschwung zugunsten der Nachfrageseite stattfindet. Als endgültigen Signalgeber auf der Oberseite definieren wir deshalb einen Ausbruch aus der seit Mitte Mai bestehenden Korrekturflagge (obere Begrenzung akt. bei 367,93 USD). Während im Erfolgsfall ein Anlauf auf das bisherige Allzeithoch bei 404,47 USD winkt, ist die ausführlich beschriebene Kumulationszone als engmaschige Absicherung auf der Unterseite prädestiniert.
Alphabet Class C (Daily)
Quelle: LSEG, tradesignal² / 5-Jahreschart im Anhang
5-Jahreschart Alphabet Class C
Quelle: LSEG, tradesignal²
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