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08:45 Uhr, 29.06.2026

DAX® - Zwei absolute Schlüsselmarken

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Zwei absolute Schlüsselmarken

Der DAX® ist derzeit ohne klare Richtung. Das kurzfristige Investmentmotto „ein Schritt vor, ein Schritt zurück“ drückte die deutschen Standardwerte zum Wochenabschluss bis in den Bereich der 50-Tage-Linie (akt. bei 24.604 Punkten). Die laufende Bewegungsarmut sowie der nahende Monatsultimo geben uns die Gelegenheit, den langfristigen Monatschart genauer unter die Lupe zu nehmen. Zunächst sticht ins Auge, dass sich das Aktienbarometer seit vier Monaten an der Aufwärtstrendlinie seit Oktober 2022 (akt. bei 24.369 Punkten) entlanghangelt. Da es bereits im Vorfeld zu mehreren Tests dieser Trendlinie kam, handelt es sich um einen sehr markanten Rückzugsbereich. Auf der Oberseite fällt dagegen auf, dass sowohl zu Jahresbeginn als auch jetzt im Mai und Juni die Hochs bei rund 25.500 Punkten eine bedeutende Rolle gespielt haben. In den letzten Tagen hatten wir die Relevanz dieser Hürden immer wieder hervorgehoben – auch der Langfristchart des DAX® unterstreicht das nochmals. Mit anderen Worten: Um eine neue Aufwärtsdynamik zu entfachen, ist ein neues Rekordhoch jenseits der Marke von 25.508 Punkten vonnöten.

DAX® (Monthly)

Chart DAX®

Quelle: LSEG, tradesignal² / 5-Jahreschart im Anhang

5-Jahreschart DAX®

Chart DAX®

Quelle: LSEG, tradesignal²

Achtung: „death cross”

Beim Goldpreis kam es am vergangenen Freitag zu einem negativen Schnittmuster zwischen der 50- und der 200-Tage-Linie (akt. bei 4.468/4.473 USD). Dieses als „death cross“ bekannte Verhaltensmuster sorgt bei technisch motivierten Anlegerinnen und Anlegern für Sorgenfalten, zumal es das erste seit November 2023 ist. Übergeordnet gilt seit dem Allzeithoch von Ende Januar bei 5.595 USD eine klare Struktur von fallenden Hoch- und fallenden Tiefpunkten. Damit befindet sich das Edelmetall mindestens in einer korrektiven Phase, wenn nicht sogar in einem Abwärtstrend. Nach dem März droht erneut ein Monat mit zweistellig negativer Kursentwicklung. Deshalb nehmen derzeit die Fragen nach den nächsten Auffangmarken zu: Eine erste Unterstützung markiert dabei das Tief von Ende Oktober bei 3.886 USD, ehe das alte Allzeithoch bei 3.500 USD wieder auf die Agenda rückt. Um die laufende Abwärtsbewegung dagegen umzukehren, müsste der Goldpreis die bekannte Schlüsselzone bei 4.400 USD zurückerobern. Bei einem Sprung über diese Hürde würde die Folge fallender Hochpunkte zu den Akten gelegt werden und hier verlaufen auch die beiden eingangs angeführten Glättungslinien.

Gold (Daily)

Chart Gold

Quelle: LSEG, tradesignal² / 5-Jahreschart im Anhang

5-Jahreschart Gold

Chart Gold

Quelle: LSEG, tradesignal²

Kreuzunterstützung aus dem Lehrbuch!

Seit dem Allzeithoch vom November 2025 bei 207,52 USD befindet sich die Palantir-Aktie auf dem Rückzug und hat dabei auch eine Topbildung etabliert. Mittlerweile stellt der Technologietitel eine sehr markante Kreuzunterstützung zur Disposition. Diese speist sich aus der 50%-Korrektur des gesamten Hausseimpulses von Januar 2023 bis November 2025 (106,68 USD), der unteren Begrenzung des jüngsten Abwärtstrendkanals (akt. bei 104,42 USD) sowie dem Basisaufwärtstrend seit Anfang 2023 (akt. bei 104,84 USD). Per Saldo entsteht eine strategische Schaltstelle im Kursverlauf, denn das Verhalten der Aktie im Bereich dieser Kreuzunterstützung dürfte die mittelfristige Tendenz vorgeben. Schließlich markiert die diskutierte Zone die Grenze zwischen einer Korrektur im Rahmen des übergeordneten Haussetrends einerseits und einer Ausdehnung des jüngsten Abwärtsimpulses andererseits. Interessanterweise notiert der MACD im Wochenbereich so niedrig wie niemals zuvor in der noch jungen Börsenhistorie des Papiers seit 2021. Aus Bullensicht gilt es, die beschriebene Bastion zu verteidigen. Eine wirkliche Verbesserung ergibt sich aber vor allem bei einer Rückeroberung der Marke von 125 USD.

Palantir Technologies (Weekly)

Chart Palantir Technologies

Quelle: LSEG, tradesignal² / 5-Jahreschart im Anhang

5-Jahreschart Palantir Technologies

Chart Palantir Technologies

Quelle: LSEG, tradesignal²

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