DAX rutscht unter 26 000 Punkte – Inflationssorgen finden Weg in den Aktienmarkt
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Der DAX ist heute im Sog fallender Notierungen an der Wall Street unter die Marke von 26 000 Punkten gerutscht. Die Investoren fangen nach einer Weile der Entspanntheit jetzt an, sensibel auf die Entwicklungen im Nahen Osten und die daraus resultierenden Folgen für die Preisentwicklung zu reagieren. Die erneuten Meldungen über Angriffe auf zwei Supertanker in der Straße von Hormus haben die Ölpreise weiter nach oben getrieben.
Zudem bekommt das bislang optimistische Bild einer konjunkturellen Erholung in Europa Risse. Das Gespenst einer Stagflation kehrt zurück. Die Verbraucherpreise in der Eurozone lagen zwar auf dem Erwartungsniveau von 3,3 Prozent, aber derzeit erschrecken sich die Analysten vor ihren eigenen Prognosen.
Speziell die bisherigen Rettungsanker im DAX zogen ihn heute nach unten. Sowohl die Aktien des Schwergewichts SAP als auch die zyklischen Autowerte wurden verkauft. Auch Rheinmetall und Airbus finden sich auf der Verliererseite. Das konnten die wenigen Gewinner wie Merck, Symrise und die Versicherer nicht kompensieren.
Die Stimmung unter den Investoren ist nicht grundsätzlich schlecht, sie werden nur vorsichtiger und schaffen Liquidität. Es sind die Unwägbarkeiten im Nahen Osten, die sich über die Inflationserwartungen, die Zinsängste und die steigenden Anleiherenditen jetzt stärker ihren Weg an den Aktienmarkt bahnen. Die vergangenen Wochen haben gut aufgezeigt, wie schnell sich Entwicklungen an der Börse umkehren und in Gegenbewegungen wandeln können. Die Trends werden immer kurzlebiger. Eigentlich ein normales Sommerlochphänomen, das in diesem Jahr zusätzliche Dynamik erfährt.
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