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08:40 Uhr, 17.09.2026

DAX nach Fed-Entscheid im Plus erwartet – Glaubwürdigkeit kompensiert Zinserhöhung

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    Aktueller Kursstand:   (XETRA)

Die Anleger reagieren gespalten auf die gestrige Zinserhöhung der US‑Notenbank. Der Schritt selbst war erwartet worden. Für Erleichterung sorgten aber die Geschlossenheit innerhalb des Gremiums und die Entschlossenheit, mit der die Fed den Kampf gegen die Inflation führen will. Damit dürften die zuletzt am Markt aufgekommenen Spekulationen über einen weicheren geldpolitischen Kurs zunächst vom Tisch sein.

Die Fed hat deutlich gemacht, dass sie die Inflation weiterhin als größte Herausforderung betrachtet. Dabei kann sie sich noch auf einen robusten Arbeitsmarkt und einen soliden Konsum in den USA verlassen. Doch genau darin liegt auch das Risiko für die kommenden Monate. Je länger die Inflation hoch bleibt, desto länger muss die Fed die geldpolitischen Zügel straff halten – und desto größer werden die Risiken für die Konjunktur. Die Zinserhöhung war der einfache Teil. Jetzt muss die Fed beweisen, dass ihre Medizin gegen die Inflation wirkt, ohne der Wirtschaft zu große Nebenwirkungen zuzufügen.

Besonders spannend dürfte dabei die Entwicklung am US-Anleihemarkt werden. Hohe Inflation und steigende Staatsschulden haben das Vertrauen der Investoren belastet und die Renditen nach oben getrieben. Die hohen Umlaufrenditen werden damit zunehmend zum Gradmesser für die Glaubwürdigkeit der amerikanischen Geldpolitik. Je länger die Renditen auf ihren hohen Niveaus verharren, desto genauer werden die Anleger darauf schauen, ob die Fed bei der Inflationsbekämpfung tatsächlich Fortschritte erzielt.

An den asiatischen Aktienmärkten überwiegt zunächst die Erleichterung. Mit Ausnahme Chinas schlossen die wichtigsten Indizes im Plus. Unterstützung kommt dabei auch von den rückläufigen Energiepreisen. Die Ankündigung Saudi-Arabiens, Öl über den Oman zu exportieren, nimmt etwas Druck aus dem Rohölmarkt und damit zumindest kurzfristig auch aus der Inflationsdebatte.

Nach der Fed übernehmen nun die Bank of England und die Bank of Japan den geldpolitischen Staffelstab. Von der britischen Notenbank wird heute zwar kein Zinsschritt erwartet, angesichts der weiterhin angespannten Preisentwicklung dürften ihre Aussagen zur Inflation umso stärker beachtet werden. Morgen richtet sich der Blick dann nach Japan, wo eine weitere Zinserhöhung erwartet wird. Neben dem Leitzins stehen dort vor allem die jüngsten Entwicklungen bei Staatsanleihen und Yen im Fokus.

Damit bleibt den Märkten nach der Fed kaum Zeit zum Durchatmen. Zusätzlich stehen heute in den USA wichtige Daten zum Arbeitsmarkt, zu den Baubeginnen und der Philadelphia-Fed-Index auf der Agenda. Für den DAX zeichnet sich zunächst ein freundlicher Handelsstart ab. Im Tagesverlauf könnte sich der Index aus technischer Sicht in einer Spanne zwischen 25 500 und 25 750 Punkten bewegen.

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