DAX nimmt mit Fed-Rückenwind Fahrt auf – Fallender Ölpreis hilft zusätzlich
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Mit der Zinsentscheidung der US-Notenbank ist Optimismus an die Aktienmärkte zurückgekehrt. Der DAX konnte im Tagesverlauf seine Gewinne kontinuierlich ausbauen und Richtung 26 000 Punkte laufen. Für Erleichterung auf dem Börsenparkett sorgte dabei weniger die Zinserhöhung selbst als vielmehr die Aussicht auf eine wieder nachvollziehbare und klare geldpolitische Linie in den USA.
Die Fed hat mit ihrer Entscheidung viel Druck von den Finanzmärkten genommen und sich gleichzeitig selbst wieder mehr Handlungsspielraum verschafft. Jetzt geht es darum, aus der zurückgewonnenen geldpolitischen Klarheit auch wieder Vertrauen am US-Anleihemarkt entstehen zu lassen. Entscheidend wird dabei die Entwicklung der langfristigen Renditen. Diese werden nicht von heute auf morgen sinken. Dafür müssen die Investoren zunächst wieder stärkeres Vertrauen in US-Staatsanleihen fassen. Die Fed kann den Weg für niedrigere Renditen ebnen, gehen muss ihn der Anleihemarkt am Ende selbst.
Der DAX profitiert davon zwar nur indirekt, dafür aber umso mehr von der zurückkehrenden Risikobereitschaft internationaler Investoren. Deutsche Aktien bleiben allerdings eine Wette auf eine konjunkturelle Erholung in Europa, die wiederum maßgeblich von der weiteren Entwicklung der US-Wirtschaft abhängt.
Zusätzliche Unterstützung kam heute von den rückläufigen Energiepreisen. Nachrichten über neue Öllieferwege im Nahen Osten drückten den Preis für Brent-Rohöl wieder näher an die psychologisch wichtige Marke von 100 Dollar heran. Je näher die Schwelle kommt, desto größer dürfte die Erleichterung an den Aktienmärkten werden. Ein nachhaltiger Rückgang unter 100 Dollar würde den Inflationsängsten wieder deutlich an Schärfe nehmen und der Erholung an den europäischen Börsen zusätzlichen Rückenwind verleihen.
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