DAX rutscht ab – Ölpreis über 100 Dollar macht Anleger nervös
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Die Eskalation im Nahen Osten sorgt für einen Sprung des Ölpreises über 100 Dollar und so für steigende Nervosität auf dem Börsenparkett. Insbesondere bei den Aktien aus zyklischen Branchen haben die Anleger heute auf den Verkaufsknopf und damit den DAX tief in die Verlustzone gedrückt. Die Marke von 26 000 Punkten scheint weiter entfernt denn je. Jetzt geht es erst einmal darum, Stabilität zurückzugewinnen. Der Preis der Nordseesorte Brent steigt unaufhörlich weiter und zeigt keinerlei Anzeichen für Schwäche.
In diesem Umfeld besteht eine hohe Wahrscheinlichkeit, dass die Präsidentin der Europäischen Zentralbank, Christine Lagarde, morgen deutliche und warnende Worte zur zukünftigen Zinspolitik findet, die weiteren Verkaufsdruck erzeugen. Derzeit preist der Markt zwei Leitzinserhöhungen in diesem Jahr ein. Sollte die EZB jedoch weitreichendere Inflationsrisiken erkennen und diese im Vorfeld bekämpfen wollen, kann sich der Aufwärtstrend in den Leitzinsen über den Jahreswechsel ausdehnen. Der gegenüber dem US-Dollar steigende Euro sendet bereits einige Signale in diese Richtung.
Außerdem schiebt sich so langsam ein weiteres Megaevent in die Wahrnehmung der Börsianer. Am großen Verfallstermin an den Terminbörsen am Freitag kommender Woche wird allein in den USA mit einem Volumen im Optionsbereich von rund sechs Billionen US-Dollar gerechnet. Das entspricht in etwa 35 Prozent aller ausstehenden Optionsgeschäfte und setzt die Rekordserie aus dem Juni fort. Historisch betrachtet liegt das durchschnittliche Nominalvolumen im September im Bereich zwischen vier und fünf Billionen US-Dollar.
Die Investoren bleiben auch deshalb an den Seitenlinien und überlassen den Verkäufern das Feld. Die erneute Eskalation im Nahen Osten und die damit verbundenen Unsicherheiten rund um die Straße von Hormus ergeben derzeit kein angenehmes Investitionsumfeld. Daher verwundert es nicht weiter, dass auch der DAX den Rückwärtsgang eingelegt hat und trotz der positiveren Konjunkturperspektiven für Deutschland keine Fans findet.
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