DAX vor holprigem Wochenstart – KI‑Tempo wird mal wieder hinterfragt
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Der DAX dürfte nahezu unverändert in die neue Handelswoche starten. Die Vorgaben aus Asien fallen schwach aus. Vor allem Halbleiterwerte standen hier unter Druck, nachdem gleich mehrere der zuletzt wichtigsten Börsenthemen wieder für Verunsicherung sorgten.
Im Nahen Osten hat die Hoffnung auf eine schnelle Deeskalation einen erneuten Dämpfer erhalten. Die Ablehnung eines Vorschlags zur Entspannung der Situation durch den US-Präsidenten ließ die Energiepreise unmittelbar steigen und schürt damit erneut die Inflationssorgen. Der Ölpreis bleibt das Einfallstor, durch das die geopolitischen Risiken unmittelbar auf Inflation, Renditen und schließlich die Aktienmärkte durchschlagen.
Gleichzeitig bekommt die bislang so robuste KI-Story erneut Risse. Die angekündigte Trainingspause von OpenAI bei seinem neuesten KI-Modell wirft bei den Anlegern die Frage auf, ob sich die enorme Geschwindigkeit der vergangenen Jahre tatsächlich fortsetzen lässt. Gleichzeitig wird innerhalb der Branche zunehmend darüber diskutiert, ob die Entwicklung nicht bewusst verlangsamt werden muss, um Risiken einer technologischen Überhitzung besser kontrollieren zu können.
Zusätzliche Nervosität verursacht Oracle. Die enormen Investitionen in den Ausbau von KI-Rechenzentren lassen Zweifel aufkommen, ob sich die hohen Ausgaben schnell genug monetarisieren lassen. Genau hier könnte die nächste Phase der KI-Euphorie entschieden werden. Die Anleger fragen nicht mehr nur, wie viel in Künstliche Intelligenz investiert wird, sondern zunehmend auch, wann diese Milliardeninvestitionen entsprechende Erträge abwerfen.
Da die heutige Agenda nur wenige neue Impulse bereithält, dürften die bestehenden Themen den Handel bestimmen. Ölpreise, Renditen und die Entwicklung der Technologieaktien bleiben die wichtigsten Taktgeber. Der Übergang in den Oktober könnte damit deutlich holpriger und volatiler werden, als es der nahezu unveränderte DAX-Start zunächst vermuten lässt. Für den heutigen Handelstag zeichnet sich aus technischer Sicht zunächst eine Handelsspanne zwischen 25 200 und 25 550 Punkten ab.
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