Kommentar
12:17 Uhr, 20.03.2014

DAX - Neuer Anlauf auf die 10.000 Punkte

Der DAX hat sich längst wieder deutlich von der bereits als sicher geltenden 10.000-Punktemarke entfernt. Kommt bald wieder der nächste Anlauf oder müssen sich die Anleger sogar mit Kursen unterhalb von 9.000 Punkten anfreunden? Optimisten könnten jetzt auf ebenso spekulative wie einträgliche Hit-Calls setzen.

Erwähnte Instrumente

  • Hit Optionsschein auf DAX
    Kursstand: 5,09 € (Börse Frankfurt) - Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung
    VerkaufenKaufen
  • Hit Optionsschein auf DAX
    Kursstand: 6,89 € (Börse Frankfurt) - Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung
    VerkaufenKaufen

Ist der Traum von den 10.000-DAX-Punkten schon ausgeträumt oder nicht? Das wollen wir in unserer aktuellen Online-Umfrage auf www.boerse-go.de von unseren Usern in dieser Woche wissen. Für 46 Prozent stellt sich diese Frage trotz Krim-Krise und Wachstumsproblemen in China bislang überhaupt nicht. Denn die magische Marke wird auf jeden Fall spätestens in der zweiten Jahreshälfte noch geknackt. Immerhin gut 39 Prozent haben sich dagegen schon von einem 5-stelligen Deutschen Aktienindex in diesem Jahr verabschiedet. Zu viele Negativ-Faktoren treten jetzt immer mehr in den Blickpunkt, vor denen sich die Märkte einfach nicht mehr wie noch vor einigen Wochen und Monaten verschließen können. Der Rest traut sich bei dieser Frage keine konkrete Meinung zu. Auch wenn die Umfrage natürlich nicht repräsentativ ist, zeigt sie doch die aktuell ziemlich gespaltene Stimmungslage auf, wie sie so extrem vor einigen Monaten wohl noch nicht vorlag. Selbst viele Experten haben längst den Daumen gesenkt und rechnen nach dem Schwächeanfall Ende vergangener Woche unter die Marke von 9.000 Punkten noch mit deutlich niedrigeren DAX-Kursen. Sie raten deshalb derzeit eher noch zum Ausstieg bis sich zumindest die Unsicherheiten in der Ukraine etwas gelegt haben. Erholungsversuche wie am Dienstag nach Putins verbaler „Beruhigungspille“ werden dabei eher noch als technische Gegenreaktionen interpretiert, zeigen aber immerhin, dass ein Teil der Anleger bereits wieder mit den Hufen scharrt, um gleich wieder dabei zu sein, wenn die nächste Hausse-Bewegung startet.

Wann fällt die 10.000-Punktemarke beim DAX?

Vor diesem Hintergrund sei noch einmal an die bereits an dieser Stelle vorgestellten Hit-Call-Optionsscheine der Commerzbank erinnert, bei denen es einzig und allein darum geht, ob der DAX im jeweiligen Zeitraum die 10.000-Punktemarke erreicht oder nicht. Würde die Hit-Barriere unterhalb des Referenzkurses liegen, würde man von einem Put sprechen. Wie z.B. bei StayHigh- oder StayLow-Papieren handelt es sich auch hier um sogenannte digitale Produkte, bei denen es nur zwei mögliche Auszahlungs-Szenarien gibt, entweder die maximale Auszahlung zu 10 Euro oder den Totalverlust und nur noch steuerliche Anrechnung eines Erinnerungswertes von 0,001 Euro. Allerdings ist die Ausrichtung eine ganz andere. Denn statt der Vermeidung einer Schwellenberührung legen es Hit-Optionsscheine gerade darauf an, dass eine bestimmte Schwelle erreicht wird. Von den ursprünglich fünf Produkten sind aktuell nur noch die Laufzeiten bis Juni (CB0MXS), September (CB0MXT) und Dezember (CB0MXU) übrig geblieben, wobei sich die Konditionen nach dem Abtauchen des Index noch leicht verbessert haben. Rechnet man bereits bis 18. Juni mit dem Erreichen der 10.000 Punkte, ergibt sich im Erfolgsfall eine maximale Rendite von 93 Prozent. Der Schein der vor einem Monat noch bei über acht Euro notierte, hatte sich bis vor kurzem noch im Wert halbiert. Wer jetzt wieder eine starke Erholung beim DAX erwartet, könnte also auch bei einem nur temporären Einsatz eine sehr hohe Rendite erzielen. Lässt sich der DAX mit der runden Marke noch bis zu drei Monate länger Zeit, würde die Gewinn-Möglichkeit „nur“ noch bei gut 42 Prozent liegen. Wählt der Anleger den Langläufer bis Mitte Dezember 2014, besteht aktuell immer noch eine Rendite-Chance von knapp 27 Prozent.

Die DAX-Hit-Calls im Einzelnen:

WKN

Typ

Hit-Barriere

Ausz. max.

Rendite max.

Finale Bewertung

Briefkurs

CB0MXS

Hit-Call

10.000 

10 €

93,05 %

18.06.14 

5,18 €

CB0MXT

Hit-Call

10.000 

10 €

42,45 %

17.09.14 

7,02 €

CB0MXU

Hit-Call

10.000 

10 €

26,90 %

17.12.14 

7,88 €

Der Börse Go Tipp:

Hit-Optionsscheine eignen sich wegen ihres hohen Risikos für den spekulativen Investor, wobei der „Knock-Out“ letztendlich erst zum Laufzeitende erfolgt, wenn die die anvisierte Schwelle von 10.000 Punkten doch nicht wie erwartet erreicht werden sollte. Allerdings lässt sich mit Hit-Calls oder –Puts auch auf zwischenzeitliche Erholungs- oder Korrektur-Bewegungen setzen. Generell gilt es zu beachten, dass hier die sinkende Restlaufzeit gegen den Anleger läuft und nicht wie bei anderen Produkten sonst üblich für ihn.

Autor: Armin Geier, http://www.godmode-trader.de/zertifikate

Folgen Sie mir jetzt auf Guidants!

Ich habe einen eigenen Desktop auf der Investment- und Analyseplattform. Das Herzstück hiervon ist mein Stream, eine Art Blog, in dem Sie sich mit mir und anderen Nutzern austauschen können.

Verpassen Sie keinen meiner Beiträge mehr! Wie Sie mir folgen können, erfahren Sie hier: http://www.guidants.com/hilfe/experten-folgen-stream

Keine Kommentare

Du willst kommentieren?

Die Kommentarfunktion auf stock3 ist Nutzerinnen und Nutzern mit einem unserer Abonnements vorbehalten.

  • für freie Beiträge: beliebiges Abonnement von stock3
  • für stock3 Plus-Beiträge: stock3 Plus-Abonnement
Zum Store Jetzt einloggen

Das könnte Dich auch interessieren

Über den Experten

Armin Geier
Armin Geier

Armin Geier beschäftigt sich seit mehr als 15 Jahren sehr intensiv mit Anlage-Zertifikaten. Begonnen hat sein berufliches Interesse im Jahr 2000, als er bei einem Münchner Internet-Portal über mehrere Jahre die erste Datenbank für diese spezielle Materie aufbauen konnte und dadurch die rasante Entwicklung dieser Spezies damals noch ganz hautnah Produkt für Produkt mitbekam. Wie sehr sich die Zeiten seitdem verändert haben, kann man allein an der Explosion der Produktzahl von anfangs nicht einmal 3.000 auf heute über eine Million Stück erkennen. Bei seinen nächsten Stationen wechselte er dann ganz in den journalistischen Bereich über, ohne seine Vorliebe für die diversen Produktstrukturen aufzugeben, an denen ihm nach wie vor gerade wegen ihrer asymmetrischen Chance-Risiko-Profile sehr gelegen ist. Insbesondere interessiert ihn dabei die Möglichkeit, aus Einzelansätzen langfristig funktionierende Strategien zu entwickeln. Leider wird dieser Zielsetzung seit Lehman vor dem Hintergrund einer immer kurzfristigeren Denkweise an den Märkten von Emittentenseite immer weniger entsprochen. Bei der BörseGo AG/Godmode-Trader ist Armin Geier seit sechs Jahren mit journalistischen Beiträgen in diversen Rubriken und Publikationen als Experte für Anlage-Zertifikate präsent.

Mehr Experten