DAX® - Money Management: Entscheidender Erfolgsfaktor!
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Money Management: Entscheidender Erfolgsfaktor!
„Kümmere Dich um Deine Verluste, dann kommen die Gewinne von ganz allein!“. So weit würden wir zwar nicht gehen wollen, doch diese Börsenweisheit besitzt definitiv einen wahren Kern. Viele Anlegerinnen und Anleger beschäftigen sich intensiv mit dem Positionseinstieg oder den aus dem Chart abgeleiteten Renditeaussichten. Doch die Charts können nicht nur herangezogen werden, um die Ziele auf der Oberseite abzustecken. Für viel wichtiger halten wir die Risikobegrenzung auf der Unterseite. Ganz konkret: Wo muss die Reißleine gezogen werden, wenn es gegen mich läuft. Wieviel bin ich bereit maximal zu verlieren? Wo platziere ich den initialen Stop-Loss? Bei der Beantwortung all dieser Fragen können Charts eine wichtige Orientierungshilfe bieten. Deshalb nennen wir in unseren Analysen im „HSBC Daily Trading“ (fast) immer auch wichtige Chartmarken zur Risikobegrenzung. Institutionelle Investoren haben ebenfalls einen klaren Fokus auf die Vermeidung unnötiger Risiken. Anlegerinnen und Anleger sollten es den „Instis“ gleichtun, denn wir sind überzeugt: Wer sich intensiv mit dem Thema „Money Management“ beschäftigt, wird zu besseren Ergebnissen kommen. Mit anderen Worten: In der Risikoprävention liegt ein entscheidender Schlüssel zu einer besseren Performance (Fortsetzung unten).
DAX® (Daily)
Quelle: Eigene Darstellung
5-Jahreschart DAX®
Quelle: LSEG, tradesignal²
Kapitalerhalt steht über allem
Die bisherigen, theoretischen Ausführungen wollen wir im Folgenden mit einigen praktischen Beispielen veranschaulichen. Der Kapitalerhalt ist deshalb so wichtig, weil der Zusammenhang zwischen Gewinnen und Verlusten nich linear ist. Wer zunächst 10 % verliert und mit dem nächsten Trade 10 % gewinnt, der erreicht eben nicht das Niveau seines Ausgangskapitals. Vielmehr stehen fortan lediglich 99 % der ursprünglichen Investitionssumme zur Verfügung. Um einen „drawdown“ von 25 % auszumerzen, sind dann in der Folge bereits Kursgewinne von 33 % notwendig. Dieses Spiel lässt sich fortsetzen: Ein Anleger, der zunächst 50 % verliert, benötigt anschließend den berühmten „Verdoppler“, um wieder über sein volles Investitionskapital zu verfügen. Man kann das Ganze natürlich auf die Spitze treiben. Kursverluste in der Größenordnung von 90 % sind erst bei einem Plus von 900 % wieder egalisiert. Je tiefer der vorangegangene Einschnitt, desto schwerer fällt die anschließende Erholung bzw. desto mehr an Performance ist nötig, um das Ausgangsniveau wieder zu erreichen. Diesen Zusammenhang verdeutlicht nicht zuletzt die nebenstehende Grafik (Fortsetzung unten).
DAX® (Daily)
Quelle: Eigene Darstellung
Die zeitliche Dimension des „drawdowns“
Vielen Anlegerinnen und Anlegern dürfte der beschriebene Effekt bekannt sein. Da dieses Phänomen so wichtig ist, verändern wir den Blickwinkel und beleuchten im Folgenden mit der zeitlichen Komponente eines „drawdowns“ noch eine weitere Dimension. Die Kernbotschaft vorweg: Jeder Rückschlag bremst den Zinseszins-Effekt aus. Die Höhe des „drawdowns“ belastet deshalb echtes Kapitalwachstum. Um das zu verdeutlichen, gehen wir von unterschiedlichen Renditen von 4 %, 8 % und 12 % pro Jahr aus – und zwar nach einem Rückschlag von 50 %. Ein Kursertrag von 8 % p. a. ist häufig das, was lehrbuchmäßig als langfristiger Durchschnitt am Aktienmarkt unterstellt wird. Selbst bei einem Return von 12 % per annum dauert es nach einem Kursrückgang um die Hälfte 1.542 Handelstage, bis das Startkapital wieder erreicht ist. Beim Durchschnittsertrag von 8 % verlängert sich die Erholungszeit auf 2.270 Tage, während es bei einem Kapitalwachstum von 4 % sogar 4.454 Tage in Anspruch nimmt, um den 50%-Rückschlag wieder auszugleichen. Je tiefer der zwischenzeitliche Einschnitt und je schwächer die anschließende Erholung ausfällt, umso länger wird der Zinseszins-Effekt und echtes Kapitalwachstum ausgehebelt (Fortsetzung folgt).
DAX® (Daily)
Quelle: Eigene Darstellung
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