DAX® - 200-Tage-Linie im Fokus
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200-Tage-Linie im Fokus
Beim DAX® kam es gestern zu einem Rücksetzer an die 200-Tage-Linie (akt. bei 24.831 Punkten). Der viel beachtete Durchschnitt erwies sich in der Folge als „support“. Um eine Ausdehnung der Korrektur zu verhindern, muss das Aktienbarometer diese Bastion verteidigen. Die meistbeachtete Glättungslinie ist deshalb durchaus als strategische Absicherung prädestiniert. Auf der Oberseite bilden die horizontalen Barrieren bei 25.400/25.500 Punkten indes weiterhin die nächste wichtige Widerstandszone. Mittlerweile verläuft in diesem Dunstkreis zusätzlich der seit dem Rekordhoch von Ende August bestehende Korrekturtrend (akt. bei 25.399 Punkten), was die Bedeutung dieser Zone nochmals untermauert. Ein überzeugender Ausbruch über diese Widerstandszone würde das technische Gesamtbild nachhaltig aufhellen. Ein solcher Befreiungsschlag sorgt möglicherweise für das Startsignal in Sachen „starkes Schlussquartal“ (siehe „HSBC Daily Trading“ vom 25. September). Zum Abschluss noch ein Blick voraus: Dem DAX® droht die fünfte Woche in Folge mit Kursverlusten. Eine solche Durststrecke ist historisch sehr selten.
DAX® (Daily)
Quelle: LSEG, tradesignal² / 5-Jahreschart im Anhang
5-Jahreschart DAX®
Quelle: LSEG, tradesignal²
Risikolevel und doppelte Flagge
Mit Hilfe der Technischen Analyse lassen sich nicht nur Kursziele auf der Oberseite bestimmen, sondern auch die entscheidenden Stoppmarken auf der Unterseite. Im Sinne eines aktiven Risikomanagements fangen wir mit letzterem an: Die Kombination aus der 200-Tage-Linie (akt. bei 27.450 Punkten) und dem Julitief (27.176 Punkte) bildet eine Rückzugszone von strategischer Tragweite (siehe Chart). Im kurzfristigen Bereich stellt die Aufwärtskurslücke vom 21. September bei 29.933/29.648 Punkten eine nennenswerte Haltezone dar. Deren Bedeutung wird durch den Korrekturtrend seit Anfang Juni (akt. bei 29.822 Punkten) zusätzlich untermauert, der gleichzeitig als obere Begrenzung einer klassischen Flaggenkonsolidierung dient (siehe Chart). Letztlich liegen sogar zwei verschiedene Korrekturflaggen vor, die auf eine Fortsetzung des zugrundeliegenden Basisaufwärtstrend hoffen lassen. Als Katalysator definieren wir dabei einen Spurt über die historischen Hochstände bei 30.771/30.762 Punkten. Das kalkulatorische Kursziel aus der kleineren der beiden Flaggenmuster lässt sich auf rund 31.750 Punkte veranschlagen.
Nasdaq-100 Index® (Daily)
Quelle: LSEG, tradesignal² / 5-Jahreschart im Anhang
5-Jahreschart Nasdaq-100 Index®
Quelle: LSEG, tradesignal²
Läuft und läuft und läuft
Die Moderna-Aktie entwickelt sich in diesem Jahr zu einem echten Dauerbrenner an dieser Stelle (siehe „HSBC Daily Trading“ vom 12. und 21. Januar, vom 24. Juni bzw. 9. Juli sowie vom 20. August). Gleich zu Beginn des Jahres hatten wir die sich abzeichnende Bodenbildung nach fünf Jahren Abwärtstrend diskutiert, ehe im weiteren Jahresverlauf der Bruch des besagten Baissetrends seit August 2021 für zusätzlichen Rückenwind sorgte. Die Aufwärtskurslücke (64,46 USD zu 114,46 USD) vom Hochsommer titulierten wir danach völlig zu Recht als „Mutter aller Aufwärtsgaps“. Mit den horizontalen Barrieren bei rund 200 USD hat der Titel jetzt die nächste Zielzone erreicht. Der etablierte Aufwärtstrend ist also absolut intakt. Da kurzfristig diverse Indikatoren dennoch heißgelaufen sind, gewinnt ein aktives Money Management eindeutig an Bedeutung. Hervorheben müssen wir an dieser Stelle den RSI, der in allen von uns betrachteten Zeitebenen (Tag, Woche, Monat) im überkauften Terrain notiert. Eine erste Rückzugslinie definiert das Hoch des bemerkenswerten Gap-Handelstages vom 19. August bei 176,66 USD. Mit diesem Stopp sichern Anlegerinnen und Anleger den Großteil der in diesem Jahr aufgelaufenen Kursgewinne.
Moderna (Monthly)
Quelle: LSEG, tradesignal² / 5-Jahreschart im Anhang
5-Jahreschart Moderna
Quelle: LSEG, tradesignal²
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