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08:35 Uhr, 30.09.2026

DAX® - Die kurzfristigen Leitplanken

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Die kurzfristigen Leitplanken

Die Marktbreite in den USA bleibt eine Achillesferse des Aktienmarktes. Obwohl die amerikanischen Aktienindizes seitwärts tendieren, müssen in den USA auffällig viele Einzelwerte neue 52-Wochen-Tiefs verkraften. Technisch motivierte Anlegerinnen und Anleger sollten dieses Phänomen im Auge behalten. Einen weiteren wunden Punkt stellt der weltweite Zinsanstieg dar (siehe Analyse unten). Charttechnisch pendelte der DAX® zuletzt um die Schlüsselzone bei 25.500/25.400 Punkten. Seit gestern steht diese Bastion wieder etwas deutlicher zur Disposition. Ein nachhaltiger Bruch dieser Bastion würde dem Aktienbarometer einen Schuss vor den Bug versetzen. Eine weitere wichtige Haltezone definieren die beiden Septembertiefs bei 25.173/25.164 Punkten. Schließlich würde ein Abgleiten unter die beschriebene Zone die Hoffnungen auf eine Ausprägung einer kurzfristigen Bodenbildung zerstören. Apropos: Um diese im positiven Sinn abzuschließen, ist dagegen ein Spurt über die Kombination aus dem Hoch vom 17. September bei 25.800 Punkten und der 50-Tage-Linie (akt. bei 25.829 Punkten) notwendig.

DAX® (Daily)

Chart DAX®

Quelle: LSEG, tradesignal² / 5-Jahreschart im Anhang

5-Jahreschart DAX®

Chart DAX®

Quelle: LSEG, tradesignal²

Höchster Stand seit 2004

Den erneuten Renditeanstieg haben wir in den letzten Monaten ausführlich begleitet – und zwar für unterschiedliche Anlageregionen und unterschiedliche Laufzeitbänder. Die 30-jährige Rendite USA spielte dabei eine wichtige Rolle, denn aus charttechnischer Sicht entstand hier ein bemerkenswertes Signal (siehe „HSBC Daily Trading“ vom 20. August und 31. Juli). Mit 5,62 % setzt sich der Zinsanstieg nicht nur fort, sondern erreicht mittlerweile den höchsten Stand seit dem Jahr 2004. Das 20-Jahres-Hoch hinterlässt zudem deutliche charttechnische Spuren. So hat das Zinsbarometer die Hochs aus den Jahren 2023, 2025 und dem Frühjahr 2026 inzwischen nachhaltig hinter sich gelassen und damit den ultimativen Deckel bei gut 5 % gelüftet. Das seinerzeit diskutierte aufsteigende Dreieck entfaltet also seine Wirkung. Aus diesem trendbestätigenden Muster ergibt sich – rein rechnerisch – ein langfristiges Kursziel von gut 6,5 %. Der Aufwärtsdruck bei den langfristigen Renditen dürfte also anhalten. Die alten Hochpunkte bei 5,18 %/5,16 %/5,00 % bieten sich indes als nachgezogener Stopp auf der Unterseite an.

30-jährige Rendite USA (Monthly)

Chart 30-jährige Rendite USA

Quelle: LSEG, tradesignal² / 5-Jahreschart im Anhang

5-Jahreschart 30-jährige Rendite USA

Chart 30-jährige Rendite USA

Quelle: LSEG, tradesignal²

Bei diesen Kerzen …

… sollten Anlegerinnen und Anleger ganz genau hinschauen. Fünf der letzten sechs Wochenkerzen weisen bei der Bayer-Aktie allesamt kleine Kerzenkörper und gleichzeitig markante Dochte auf (siehe Chart). Mit anderen Worten: Den Bullen fiel es zusehends schwer, die Verlaufshochs bei 50 EUR über die wöchentliche Ziellinie zu retten. Darüber hinaus tritt das Papier in den letzten Wochen auf der Stelle, wodurch sich derzeit ein gewisses Bewegungspotenzial aufstaut. Bei einem Abgleiten unter die Marke von 47 EUR wären die beschriebenen Wochenkerzen nach unten aufgelöst und es dürfte sich ein deutlicher Korrekturimpuls anschließen. Das Aprilhoch bei 41,77 EUR definiert dann den nächsten Rückzugsbereich. Auch der MACD betont aktuell die Gefahren. Nach der Ausprägung einer negativen Divergenz entsteht derzeit gerade ein negatives Schnittmuster. Für einen Bewegungsimpuls nach Norden ist indes ein Anstieg per Wochenschlusskurs über die Hochpunkte bei 50,32/50,50 EUR vonnöten. Unter dem Strich dürfte das Aufbrechen der „stabilen Seitenlage“ für eine mittelfristige Richtungsentscheidung sorgen.

Bayer (Weekly)

Chart Bayer

Quelle: LSEG, tradesignal² / 5-Jahreschart im Anhang

5-Jahreschart Bayer

Chart Bayer

Quelle: LSEG, tradesignal²

Saisonale Steilvorlage

Den Faktor Saisonalität versuchen wir als zusätzliche Entscheidungsgrundlage so oft es geht in unsere Analysen einzubauen. Unter diesem Blickwinkel gibt es bei der Aktie der Münchener Rück aktuell eine spannende Opportunität. Auf Basis der Daten seit Beginn des Jahrtausends kann der Titel von Ende September bis zum Jahresultimo im Mittel um gut 9 % zulegen. Damit fällt der Kurszuwachs in diesem Zeitraum größer als im Gesamtjahr aus. Möglicherweise ist die Münchener Rück-Aktie also ein „Titel für die Jahresendrally“. Doch neben den vielversprechenden zyklischen Rahmenbedingungen hat das Papier noch mehr zu bieten. Einer unserer Lieblingsansätze kombiniert ein hohes Momentum mit geringeren Schwankungen (low volatility) – auch gemessen an diesen beiden Faktoren weiß der Rückversicherer derzeit zu überzeugen. Charttechnisch kommt die Stabilisierung im Bereich der horizontalen Haltezone bei rund 500 EUR hinzu, welche durch die 38-Monats-Linie (akt. bei 491,19 USD) zusätzlich untermauert wird. Die markanten Lunten der letzten beiden Monatskerzen dokumentiert den unterstützenden Charakter dieser Bastion. Ein Anstieg über die jüngsten Monatshochs bei 528,20/531,80 EUR definieren wir als Startschuss in Sachen „Q4-Rally“.

Münchener Rück (Monthly)

Chart Münchener Rück

Quelle: LSEG, tradesignal² / 5-Jahreschart im Anhang

5-Jahreschart Münchener Rück

Chart Münchener Rück

Quelle: LSEG, tradesignal²

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