Kommentar
08:50 Uhr, 10.03.2026

DAX® - Komplette Kerze unterhalb des Bollinger Bandes

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Komplette Kerze unterhalb des Bollinger Bandes

Gestern hatten wir ausführlich die grundsätzliche Marktverfassung beim DAX® analysiert. Objektiv betrachtet liegt bei dem Aktienbarometer kein Aufwärtstrend mehr vor. Im Gegenteil: Zu Wochenbeginn mussten die deutschen Standardwerte ein neues Bewegungstief (22.928 Punkte) verkraften. In der Spitze summiert sich der jüngste Kursrückschlag damit auf fast 2.500 Punkte. Auf Indexebene hatten wir in der vergangenen Woche zudem mehrfach auf das langfristige Ausstiegssignal seitens des trendfolgenden MACD hingewiesen – und zwar auf einem historisch hohen Niveau. Auf Einzeltitelebene das gleiche Spiel: SAP, Siemens, Allianz, Deutsche Telekom, Airbus und die Münchnerer Rück stehen für über 51 % des DAX® – überall generiert der Monats-MACD gerade ein Ausstiegssignal bzw. ist bereits schon länger „short“ positioniert. Für einen Hoffnungsschimmer sorgt dagegen das gestrige „intraday reversal“. Die gestrige Tageskerze hat sich dabei vollständig außerhalb der Bollinger Bänder (unteres Band bei 23.538 Punkten) ausgebildet. Nach einer solchen Übertreibung markiert eine Rückkehr in die Leitplanken der Bollinger Bänder regelmäßig den Startpunkt für eine temporäre Erholung.

DAX® (Daily)

Chart DAX®

Quelle: LSEG, tradesignal² / 5-Jahreschart im Anhang

5-Jahreschart DAX®

Chart DAX®

Quelle: LSEG, tradesignal²

Vola-Spikes als Chance begreifen

Für volatile Marktphasen werden Nerven aus Stahl benötigt. Die teils enormen Kursschwankungen führen oft zu ärgerlichen Verlusten und damit zu hohem Stress. Ein wirksames Gegenmittel können strukturierte Produkte sein. Diese verfügen in unsicheren Zeiten regelmäßig über besonders attraktive Konditionen. Doch nicht jeder Investor wagt den ersten Schritt. Bei niedriger Volatilität hören wir in Investorengesprächen oftmals heraus, dass sich Investments in Discountzertifikate oder Aktienanleihen nicht lohnen. In Phasen hoher Volatilität trauen sich aber oftmals nur Wenige an die Produkte heran, obwohl sie gerade dann vielversprechende Chancen bieten. Um mit diesem Mysterium aufzuräumen, wollen wir mit der heutigen Ausgabe des „HSBC Daily Trading“ Licht ins Dunkel bringen. Die folgende Volatilitätsstrategie hatten wir in der Vergangenheit bereits des Öfteren vorgestellt – z. B. während des „Corona-Crashs“, im Herbst 2020 oder im Februar 2022 bei Ausbruch des Ukraine-Krieges. Starten wir mit dem Kursverlauf des „Angstbarometers“ VDAX®: Mittels eines Regressionskanals kennzeichnen wir im Monatschart die Volatilitätsspitzen seit 2008. Die dargestellten Kreise zeigen objektiv überprüfbare Zeitpunkte mit deutlich erhöhter Schwankungsintensität (Fortsetzung siehe unten).

VDAX (Monthly)

Chart VDAX

Quelle: LSEG, tradesignal² / 5-Jahreschart im Anhang

Man fürchtet nicht, …

… wenn man versteht. Dieser alten Weisheit wollen wir uns im zweiten Schritt nun widmen. Wir haben zuvor die Vola-Spikes der letzten 17 Jahre anhand eines objektiven Maßstabs identifiziert (siehe Analyse). Jetzt wollen wir analysieren, welche Chancen ein DAX®-Investment in diesen schwankungsintensiven Marktphasen geboten hätte. Die nebenstehende Tabelle zeigt jene Monate, in denen es erstmals zu einer Volatilitätsspitze kam. Zum Schlusskurs des entsprechenden Monats gehen wir ein DAX®-Engagement mit einer Haltedauer von 12 Monaten ein. Auf diese Art und Weise können wir untersuchen, welche Jahresperformance die deutschen Standardwerte nach einem solchen Vola-Spike realisieren konnten. Die Ergebnisse dieser Untersuchung sind in der nebenstehenden Tabelle aufgeführt. In zwölf von dreizehn Fällen konnte der DAX® zulegen. Das letzte abgeschlossene Signal vom August 2024 bescherte konsequenten, systematischen Anlegerinnen und Anlegern einen Kursertrag von 26 %. Unter dem Strich handelte es sich um eines der besten Signale der letzten Jahre. Im historischen Mittel notierte der DAX® ein Jahr nach einer solchen Volatilitätsspitze 19 % fester. Volatilitätssprünge konsequent als Chance zu begreifen, erfordert zwar Mut und Disziplin, aber langfristig zahlen sich diese Tugenden aus.

VDAX (Monthly)

Chart VDAX

Quelle: LSEG, HSBC/ 5-Jahreschart im Anhang

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