Kommentar
09:15 Uhr, 12.05.2026

DAX® - Inselumkehr vs Flaggenkonsolidierung

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Inselumkehr vs Flaggenkonsolidierung

Der DAX® startete zunächst verhalten in die neue Woche. Der zurückhaltende Auftakt kommt dabei nicht gänzlich überraschend – angesichts der ausgebildeten Inselumkehr aus der vergangenen Woche. Zur Erinnerung: Die jüngsten beiden Kurslücken (24.404 zu 24.635 Punkte bzw. 24.651 zu 24.514 Punkten) bilden ein sog. „island reversal“. Andererseits steht den deutschen „blue chips“ aktuell auch eine interessante Kreuzunterstützung zur Verfügung. Gemeint ist die Kombination aus der oberen Begrenzung der zuletzt beschriebenen Flagge (akt. bei 24.227 Punkte) und dem Tief von Ende Januar bei 24.266 Punkten. Auf dieser Basis hat der DAX® gestern ein konstruktives „Hammer“-Muster ausgebildet. Knapp darunter verläuft mit der 200-Tages-Linie (akt. bei 24.119 Punkten) ein weiterer wichtiger „support“. Die Belastungsprobe der angeführten Rückzugsmarken dürften die deutschen „blue chips“ heute vollziehen. Es gilt, die genannten Unterstützungen unbedingt zu verteidigen. Schließlich wäre deren Unterschreiten der Kipppunkt, an dem die o. g. Inselumkehr die Überhand über die vorliegende Flaggenkonsolidierung gewinnt.

DAX® (Daily)

Chart DAX®

Quelle: LSEG, tradesignal² / 5-Jahreschart im Anhang

5-Jahreschart DAX®

Chart DAX®

Quelle: LSEG, tradesignal²

Diese Signalmarken sollte jeder kennen!

Seit dem Rekordhoch von Ende Januar bei 121,64 USD durchläuft der Silberpreis eine heftige Korrekturphase. Möglicherweise ergibt sich derzeit aber die Chance die beschriebene Verschnaufpause zu den Akten zu legen. Doch im Sinne eines „vorsichtigen Kaufmanns“ zunächst der Reihe nach: Die Tiefs vom Februar und März bei 63,99/60,94 USD bilden einen massiven Rückzugsbereich auf der Unterseite. Schließlich verläuft hier auch die 200-Tage-Linie (akt. bei 64,17 USD). Zuletzt wurde diese Bastion nicht mehr angesteuert. Vielmehr konnte der Silberpreis ein deutlich höheres Tief bei gut 70 USD ausprägen. Anlegerinnen und Anleger sollten deshalb den Fokus auf das Hoch vom 17. April bei 83,04 USD legen. In diesem Dunstkreis verläuft auch das obere Bollinger Band (akt. bei 83,83 USD). Dank des Sprungs über diese Hürden kann die Kursentwicklung der letzten beiden Monate als kleine Bodenbildung interpretiert werden (siehe Chart). Rein rechnerisch lässt sich deren Anschlusspotenzial auf mindestens 12 USD taxieren, sodass perspektivisch das Barrierenbündel bei 95 USD wieder auf die Agenda rückt. Der MACD liefert mit einem neuen Kaufsignal zusätzlichen Rückenwind.

Silber (Daily)

Chart Silber

Quelle: LSEG, tradesignal² / 5-Jahreschart im Anhang

5-Jahreschart Silber

Chart Silber

Quelle: LSEG, tradesignal²

Neues Allzeithoch: per erneutem Allzeithoch

Das Anfang Mai ausgemachte Nachholpotenzial hat die Qualcomm-Aktie in Rekordtempo abgearbeitet (siehe „HSBC Daily Trading“ vom 4. Mai). Per Saldo liefert der Technologietitel damit auch nochmals ein hervorragendes Beispiel für unseren Gap-Trading-Ansatz: Aufwärtskurslücken als Signal der Stärke zu interpretieren. Fortan dienen die gerissenen Gaps als Unterstützungen – dazu später mehr. In Rekordtempo hat das Papier gestern sogar das bisherige Allzeithoch vom Juni 2024 bei 230,63 USD übertroffen – erneut per Aufwärtsgap (228,05/231,20 USD). Der Vorstoß in „uncharted territory“ sorgt nochmals für ein prozyklisches Einstiegssignal sorgen, zumal die Kursentwicklung der letzten Jahre damit eine nach oben aufgelöste Schiebezone zwischen 120 USD und 230 USD bildet. Aber auch unter Money Management-Aspekten liefert der aktuelle Chartverlauf eine wichtige Orientierungshilfe. Während das gestrige Gap und das Hoch vom Oktober 2025 bei 205,95 USD erste Rückzugslinien definieren, bildet eine weitere Aufwärtskurslücke bei 187,64/187,22 USD eine Unterstützung von strategischer Tragweite. Je nach Risikoneigung können Anlegerinnen und Anleger eines der genannten Niveaus zur Gewinnsicherung heranziehen.

Qualcomm (Daily)

Chart Qualcomm

Quelle: LSEG, tradesignal² / 5-Jahreschart im Anhang

5-Jahreschart Qualcomm

Chart Qualcomm

Quelle: LSEG, tradesignal²

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