Darüber spricht der Markt: Wie lange tragen wenige Schwergewichte die Rally?
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Droht US-Aktien wegen fehlender Marktbreite ein Ausverkauf?
Wer einen spürbaren Ausverkauf erwartet, verweist auf die geringe Marktbreite: Die Rally wird von zu wenigen Aktien getragen. Eine Stimme führt an, dass eine Handvoll Schwergewichte um Apple, Amazon, Nvidia und Microsoft rund 28 % des S&P 500 ausmache – eine Konzentration von historischem Ausmaß. Dieselbe Stimme rechnet vor, dass 89 % der Indextitel seit dem 1. Juni einen Rückgang von 10 % verzeichnet hätten. Die übrigen Sektoren ziehen nicht mit. Das zeigt sich heute im Dow Jones, der praktisch auf der Stelle tritt, belastet von Amgen und Boeing. Die Nasdaq verliert heute deutlich stärker als der breite Markt, die Chipwerte notieren überwiegend im Minus. Als zusätzlichen Belastungsfaktor nennen die skeptischen Stimmen die steigende Zehnjahresrendite.
Als Beleg führen sie frühere Marktphasen an: 2011, 2015 und 2018 habe die Marktbreite schrittweise abgenommen, bevor es zu einem deutlichen Ausverkauf kam. Genau dieses Muster erkennen sie heute wieder. Auch die Ruhe am Optionsmarkt halten sie für trügerisch. Sie verweisen auf den CBOE S&P 500 Volatility Index, der seit Ende Februar um rund 30 % gefallen sei, obwohl Zinsen und Ölpreise gestiegen seien. Darin sehen sie ein Zeichen von Selbstzufriedenheit. Zugleich sei Absicherung derzeit günstig zu haben.
Die zuversichtlichen Stimmen halten diese Warnungen für verfrüht. Sie verweisen darauf, dass die Nasdaq erst vor wenigen Tagen ein neues 52-Wochen-Hoch markiert habe, angeführt vom Technologiesektor. Große Ausverkäufe seien trotz enger werdender Handelsspannen bislang ausgeblieben, und die implizite Volatilität liege deutlich über der realisierten. Der Markt preise also mehr Unruhe ein, als er tatsächlich erlebe. Rückhalt kommt von UBS und Wells Fargo, die den Index trotz steigender Zinsen weiter gestützt sehen, solange Gewinne und Wachstum stark bleiben. Ließe der Zinsdruck nach, könnte sich die Rally sogar verbreitern.
Technisch liegt im S&P 500 eine Marke bei 7.800 Punkten unmittelbar am aktuellen Kursniveau. Wie sich der Index dort verhält, dürfte den Streit vorerst entscheiden.
Trägt die Stärke ausgewählter Finanzwerte trotz Bankenschwäche?
Die Optimisten setzen nicht auf den gesamten Sektor, sondern auf einzelne Unternehmen. Allen voran nennen sie Berkshire Hathaway: Die Aktie habe die überdurchschnittliche Entwicklung der Finanzwerte maßgeblich getragen und zuletzt sechs Handelstage in Folge zugelegt.
Andere Stimmen erinnern dagegen daran, dass der Titel zuletzt auch überraschend stark gefallen sei. Auch die frühere Faustregel für Aktienrückkäufe lasse sich derzeit nicht mehr strikt anwenden. Historisch galt ein Kurs-Buchwert-Verhältnis von 1,2 als Signal für Aktienrückkäufe durch Buffett. Aktuell liege es bei 1,4 und damit über dieser Schwelle.
Über Berkshire hinaus setzen die Optimisten auf starke Bilanzen und hohen freien Cashflow bei ausgewählten Unternehmen. Sie erwarten, dass das Kapital genau dorthin zurückfließt. Entscheidend sei die Auswahl zwischen den Teilbranchen, etwa zwischen Vermögensverwaltern und Versicherern. Selbst das Risiko, dass Kunden Versicherungsmakler künftig umgehen, schreckt sie nicht ab: Gerade dort sehen sie Chancen.
Die Skeptiker wenden ein, dass einzelne starke Aktien noch keinen stabilen Sektor ausmachen. Sie verweisen auf nachgebende Großbanken und die Belastung durch steigende Zinsen. Bei Citigroup verweisen sie auf die relative Schwäche gegenüber anderen Großbanken und einen gescheiterten Anlauf auf einen Widerstand. Eine Stimme erinnert daran, dass im vergangenen Quartal 23 % des materiellen Kapitals auf Anleihebewertungen entfallen seien. Das könnte das Tempo der Aktienrückkäufe drosseln, ohne sie grundsätzlich zu stoppen.
Wer die Bank verteidigt, verweist darauf, dass die negativen Anleihebewertungen deutlich geringer ausfallen als 2023. Operativ hatte das Institut im Juli überzeugt: Der Gewinn je Aktie lag mit 3,15 USD um 16 % über dem Konsens.
Tragen die hohen Bewertungen der Prognosemärkte noch?
Die Befürworter verweisen auf zwei Signale: Die Marktteilnahme wächst, und prominente Namen steigen ein. Eine Stimme führt einen Deal von LeBron James mit Polymarket über 15 Mio. USD an. Zudem schließen die Anbieter am Primärmarkt weiterhin große Finanzierungsrunden zu hohen Bewertungen ab.
Die skeptischen Stimmen geben in dieser Debatte den Ton an. Ihr Einwand: Während der Primärmarkt die hohen Bewertungen trägt, ist die Nachfrage am Sekundärmarkt bei den größten Anbietern deutlich zurückgegangen. Wo Anteile frei gehandelt werden, hat das Interesse also spürbar nachgelassen. Hinzu kommt Gegenwind aus dem Sport. Der Aufsichtsbehörde CFTC fehlen nach Ansicht der NFL die Ressourcen, um Insiderhandel zu verhindern. Die Liga fordert eine Altersgrenze von 21 Jahren und schärfere Kontrollen gegen Insiderhandel auf den Plattformen.
Noch schwerer wiegt die rechtliche Unsicherheit. Vor dem Supreme Court ist ein Fall anhängig, der zeitnah klären soll, ob für die Regulierung von Sportwetten-Plattformen wie Polymarket und Kalshi Bundes- oder Landesrecht maßgeblich ist.
Dieser Beitrag ist unter Einsatz Künstlicher Intelligenz entstanden.
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