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21:37 Uhr, 07.10.2026

Darüber spricht der Markt: Chipaktien: Echte Rotation oder Atempause?

Nvidia und Marvell gegen Speicherchip-Werte: Analysten streiten, ob die Verschiebung im Halbleitersektor trägt oder nur eine Pause vor dem Ende des Investitionsbooms ist.

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Bietet die Rotation bei Chipaktien neue Chancen?

Die Optimisten sehen im Halbleitersektor keinen einheitlichen Trend mehr, sondern eine Verschiebung innerhalb der Branche. Nach ihrer Einschätzung schwächeln Speicherchip-Aktien, während Nvidia und AMD in den vergangenen Wochen wieder an den Schwung früherer Phasen des Bullenmarkts angeknüpft haben. Bei Nvidia stützt sich die These vor allem auf die Preissetzungsmacht bei den GB300-Chips. Ende August hatte der Konzern zudem einen Umsatzsprung um 106 % auf 96,2 Mrd. USD gemeldet. Eine Stimme verweist außerdem darauf, dass Nvidia gemeinsam mit Micron ein Drittel des Gewinnwachstums im S&P 500 treibe.

Noch mehr Zuspruch erhält Marvell. Als Vorteil gilt, dass sich der Konzern vom umkämpften XPU-Geschäft löst und stärker auf Networking und Interconnect setzt. Das Vernetzungsgeschäft gilt als Wachstumstreiber, der die Umsatzbasis verbreitert. Ende August hatte Marvell einen Rekordumsatz von 2,74 Mrd. USD vorgelegt und den Ausblick angehoben. Auf dem Investorentag am Dienstag stellte Konzernchef Matt Murphy für das Geschäftsjahr 2028 einen Umsatz von rund 20 Mrd. USD und für 2031 von 70 bis 90 Mrd. USD in Aussicht. Für das Rechenzentrumsgeschäft steht zudem ein rechnerisch abgeleiteter Umsatz von mehr als 30 Mrd. USD im Jahr 2028 im Raum. Bis 2030 werde ein jährliches Umsatzwachstum von 50 bis 60 % erwartet. Genannt werden Kursziele von 350 USD und 360 USD.

Die Skeptiker halten dagegen. Ihr Kernargument: Die Wachstumsrate der Investitionsausgaben der Hyperscaler erreiche ihren Höhepunkt. Damit dürfte auch das Gewinnwachstum der Halbleiterbranche nachlassen. Im heutigen Handel stehen Chipwerte insgesamt unter Druck: Nvidia gibt rund 1,0 % nach, Marvell rund 1,5 %. Bei Marvell kommt die starke Abhängigkeit von den Investitionen führender KI-Modellanbieter wie OpenAI und Anthropic hinzu. Da deren Profitabilität ungewiss ist, könnten sie ihre Investitionsausgaben kürzen. Kritiker verweisen außerdem auf das Kursplus von über 200 % im laufenden Jahr: Damit liege die Messlatte für künftige Ergebnisse hoch. Bei Nvidia stelle sich zudem die Frage, wie nachhaltig eine Rally sei, deren Erfolg am Aktienmarkt sich auf wenige Werte konzentriere. Regulatorische Schlagzeilen rund um KI belasten zusätzlich die Stimmung.

Steht Öl trotz Iran-Gesprächen vor einer neuen Aufwärtsphase?

Wer auf steigende Preise setzt, verweist auf die Angebotsseite. Die Huthi-Miliz greift Saudi-Arabien an, unter anderem Flughäfen des Landes, und die globalen Lagerbestände sind vor dem Winter niedrig. Beschädigte Raffinerien in der Region bremsten zudem die Erholung der Treibstoffexporte, die laut einem Sprecher erst bei 50 % der Vorkriegskapazität liege. Das halte den Inflationsdruck länger hoch. Dazu kommt ein Tropensturm, der sich zum Hurrikan verstärken und Raffinerien an der US-Golfküste treffen könnte – mit Folgen für die Preise an der Zapfsäule. Ein weiteres Argument sehen die Bullen am Aktienmarkt: Energiewerte zeigten trotz der Ölpreisschwäche weiter relative Stärke. Das werten sie als Hinweis auf eine Bodenbildung. Technisch verweisen sie bei der US-Sorte WTI auf mehrere Unterstützungen unter 90 USD je Barrel. Für einen Ausbruch müsste der Preis den Widerstand an dieser Marke überwinden.

Wer mit fallenden Preisen rechnet, setzt auf die Diplomatie. Signale deuten auf Fortschritte bei den Atomverhandlungen mit Iran hin; im Raum stehen Gespräche über eine Reduzierung der Urananreicherung. Hinzu kommt aus ihrer Sicht die Freigabe von Diesel-Reserven in den USA und Europa. Die relative Stärke der Energieaktien reicht aus dieser Sicht nicht als Bestätigung einer Bodenbildung, solange der Ölpreis selbst nicht nachzieht. Heute gibt WTI leicht nach. Als Kursziele werden 80 USD und 70 USD je Barrel genannt, wobei eine Stimme dies an eine offene Straße von Hormus und mehr Tankerverkehr knüpft.

Macht dezentrale KI große Rechenzentren entbehrlich?

Die Frage klingt akademisch, berührt aber den Kern des Infrastrukturbooms. Wenn sich KI-Modelle auch verteilt trainieren lassen, braucht es dann noch die riesigen, zusammenhängenden Rechencluster, auf denen der aktuelle Ausbau beruht? Kritiker des Ausbaus verweisen auf Fortschritte beim verteilten Training, die solche Cluster unnötig machen könnten. Hinzu kommt die Anwendung direkt auf Endgeräten: Sind Modelle klein genug, könnte Edge-Inferenz wirtschaftlich relevant werden. Am Ausbau hängen nicht nur Halbleiter und Software, sondern laut einem Kanal auch Kühlungs-, Energie- und Wasserversorger. Das legt einen Vergleich mit dem früheren Glasfaserausbau nahe. Manche Stimmen fürchten, der aktuelle GPU-Ausbau könne ähnlich überschüssige Kapazitäten erzeugen.

Die Gegenseite hält diese Schlussfolgerung für verfrüht. Sehr große Modelle mit Billionen Parametern erforderten weiterhin riesige Rechenzentren. Solange die Spitzenmodelle diese Größenordnung haben, führe an solchen Anlagen kein Weg vorbei. Zudem verschiebe sich das Verhältnis von Training und Inferenz: Die Trainingszeit gewinne gegenüber der Inferenzzeit an Bedeutung. Damit verliere ausgerechnet der Bereich relativ an Gewicht, in dem kleine, dezentrale Lösungen ihre Stärken ausspielen könnten.

Signalisiert Bitcoins höheres Hoch eine nachhaltige Trendwende?

Die Bullen sehen im Verlauf der vergangenen Wochen eine Trendwende wie aus dem Lehrbuch. Auf einen Fehlausbruch nach unten sei ein neues, höheres Hoch gefolgt – für Techniker ein klassisches Zeichen für einen Trendwechsel. Die Aufwärtsbewegung beschreiben sie als kraftvoll, unterbrochen nur von kurzen Konsolidierungsphasen. Bitcoin notiere dauerhaft über der 50-Wochen-Linie, was als bullisches Signal gelte. Dazu kommen zwei Indikatoren: Die COT-Daten zeigten ein Signal, das historisch zuverlässig Tiefpunkte markiert habe, wenn die Non-Commercials stark long positioniert seien. Zugleich erhole sich die Bitcoin/Gold-Ratio von einem historischen Tiefstand. Die nächste Hürde sehen sie am Widerstand bei 100.000 USD.

Die Skeptiker erinnern an die Statistik: Das bisherige Jahr sei schwach verlaufen, und darauf folge historisch oft auch ein schwaches Jahresende. Die Stimmung liege bereits im Gier-Bereich. Bei weiter steigenden Kursen wachse das Risiko einer stärkeren Korrektur. Ein Ausbruch könne sich zudem auch nach oben als Fehlsignal erweisen und zur Bullenfalle werden. Im heutigen Handel gibt Bitcoin rund 2,5 % nach. Damit rückt die Unterstützung bei 82.000 USD in den Mittelpunkt. Bei einem Bruch wäre Vorsicht geboten.

Wird diese Marke dagegen verteidigt, halten die Bullen eine Jahresend-Rally für möglich.

Dieser Beitrag ist unter Einsatz Künstlicher Intelligenz entstanden.

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