Darüber spricht der Markt: Trägt die Preismacht die nächste Wachstumsrunde?
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Trägt Apples Premiumstrategie auch beim iPhone 18?
Apples Optimisten setzen vor allem auf den hohen Anteil teurer Modelle. Eine Stimme verweist auf drei Quartale mit jeweils über 20 % iPhone-Umsatzwachstum, getragen vom iPhone 17. Pro- und Pro-Max-Geräte hätten im ersten Halbjahr 54 % der iPhone-Verkäufe ausgemacht. Für dieses Lager zeigt sich, dass Kunden nicht nur zum neuen Gerät, sondern häufig auch zur teureren Variante greifen. Das stütze den durchschnittlichen Verkaufspreis und spreche dafür, dass die Premiumstrategie auch beim nächsten Modellwechsel trägt.
Genau dieser Erfolg erhöht aus Sicht der Skeptiker aber die Hürde für das iPhone 18. Angesichts der starken Vorjahreswerte werde weiteres Wachstum schwieriger. Nach den von einer Stimme angeführten Produktplänen fehlt zum Start zudem das reguläre iPhone 18; günstigere Modelle sollen erst im Frühjahr folgen. Beim Pro-Modell sind demnach eine bessere Kamera und eine längere Akkulaufzeit vorgesehen, aber kein grundlegend neues Design. Ob diese Verbesserungen genügend Käufer zu einem erneuten Wechsel bewegen, bleibt für die Skeptiker offen.
Mehr Wachstum versprechen sich die Befürworter vom faltbaren iPhone Duo. Der für nächsten Monat diskutierte Start zu Preisen ab 2.000 USD gilt ihnen als möglicherweise aussagekräftigerer Nachfragetest als das iPhone 18 Pro. Dahinter steht die Hoffnung, dass Apple jenseits der üblichen Modellpflege einen zusätzlichen Wachstumstreiber erschließt. Als weiteres Argument wird eine Kurszielanhebung durch Evercore angeführt.
Kurzfristig mahnt das vorsichtige Lager allerdings zur Zurückhaltung: Die Aktie gab am Freitag 0,5 % nach. Charttechnisch liegen Unterstützungen bei 330 USD und darunter in der Zone von 308 bis 314 USD. Dort müsste sich der Kurs bei einer weiteren Abschwächung stabilisieren.
Die Käufer achten dagegen auf den Widerstand bei 337 USD. Ein Ausbruch darüber würde ihre Position aus charttechnischer Sicht stärken. Ob auch die Wachstumsthese trägt, muss sich dagegen an der Nachfrage beim bevorstehenden Duo-Start zeigen.
Stärkt die BoJ-Zinserhöhung den Yen nachhaltig?
Die Yen-Bullen sehen in der Zinserhöhung der Bank of Japan auf 1,25 % einen Grund, auf eine nachhaltige Stärkung der japanischen Währung zu setzen. Aus ihrer Sicht gewichtet die Notenbank die Inflationsrisiken stärker und stützt damit den Yen fundamental. Entscheidend ist für sie nicht allein die unmittelbare Reaktion auf den Beschluss.
Wer weiter auf einen schwachen Yen setzt, schaut dagegen auf das Abstimmungsbild. Eine Stimme wertet die Stimmenverteilung im Rat der Notenbank als Hinweis auf einen zurückhaltenden geldpolitischen Kurs. Die Anhebung allein reicht diesem Lager deshalb nicht als Beleg für eine dauerhafte Yen-Stärke. Der Einwand lautet: Ein höherer Zinssatz bedeutet noch nicht, dass die Notenbank auch die weitere Straffung entschlossen vorantreiben wird.
Zusätzliche Argumente finden die Dollar-Bullen in der technischen Entwicklung von USD/JPY über die vergangenen Wochen. Nach dieser Lesart bleibt der Dollar gegenüber dem Yen im Aufwärtstrend; eine Bullenflagge gilt als intakt. Diskutiert wird ein möglicher Ausbruch in Richtung des Widerstands bei 159. Steigt das Währungspaar, gewinnt der Dollar gegenüber dem Yen an Wert. Eine Fortsetzung dieses Trends stünde der Aufwertungsthese für Japans Währung also entgegen.
Wer vor Interventionen warnt, verweist vor allem auf das Tempo des Dollar-Anstiegs. Je rascher die Bewegung ausfalle, desto größer werde das Risiko eines Eingriffs durch die japanischen Behörden oder das US-Finanzministerium. Als besonders sensibles Zeitfenster nennen diese Stimmen das Wochenende beziehungsweise Montagmorgen. Auf eine ungestörte Fortsetzung des Trends Richtung 159 wollen sie deshalb nicht vertrauen: Die hohe Volatilität und ein möglicher Eingriff könnten den Anstieg unterbrechen.
Rechtfertigen höhere GPU-Cloud-Preise Nebius’ hohe Bewertung?
Die am Freitag diskutierte Preisanhebung liefert den Optimisten bei Nebius ein weiteres Argument: KI-Rechenkapazität bleibt aus ihrer Sicht knapp. Eine Stimme verweist auf die Ankündigung, wonach On-Demand-GPU-Cloud-Dienste ab 1. Oktober um 17 bis 21 % teurer werden sollen. Es wäre demnach bereits die zweite Erhöhung binnen weniger Monate. Für die Befürworter spricht das dafür, dass sich die hohe Nachfrage nicht nur in Investitionsplänen niederschlägt, sondern auch höhere Preise ermöglicht. Die Aktie legte am Freitag 2,6 % zu.
Hinter der längerfristigen Wachstumsthese steht allerdings ein erheblich größerer Umsatzsprung. Eine Stimme erwartet einen Anstieg von 2 Mrd. auf 25 Mrd. USD innerhalb weniger Jahre. Branchenbeobachter rechnen zudem mit anhaltend hoher Nachfrage nach KI-Rechenleistung bis 2028. Die Optimisten sehen die höheren Preise als zusätzliche Stütze dieser Erwartung: Nebius könnte demnach nicht nur mehr Kapazität verkaufen, sondern zugleich höhere Erlöse je verkaufter Kapazität erzielen.
Den Skeptikern reicht diese Aussicht nicht, um die Bewertung zu rechtfertigen. Sie stützen sich auf die von einer Stimme genannten Bewertungsrelationen: ein KGV von 74 und ein Kurs-Umsatz-Verhältnis von 43. Das lässt aus ihrer Sicht wenig Raum für Enttäuschungen. Ihr grundsätzlicher Einwand betrifft jedoch den Wettbewerb. Ein klarer Vorteil gegenüber den großen Cloud-Anbietern sei nicht erkennbar. Die hohe Nachfrage nach Rechenleistung allein belege noch nicht, dass Nebius seine Stellung dauerhaft verteidigen könne.
Auch bei den Kosten setzen die Skeptiker an. Höhere Verkaufspreise bedeuten aus ihrer Sicht nicht automatisch höhere Erträge. Sie verweisen auf die als hoch eingeschätzte Verschuldung zur Finanzierung der Infrastruktur sowie steigende Kosten für Finanzierung und Vorleistungen. Schon die Finanzierung der KI-Investitionen war umstritten. Mit der neuen Preisrunde stellt sich für dieses Lager umso mehr die Frage, wie viel davon im Ergebnis ankommt. Ab 1. Oktober muss sich damit konkret zeigen, ob die angeführten höheren Tarife zusätzlichen finanziellen Spielraum schaffen oder vor allem den eigenen Kostenanstieg ausgleichen.
Dieser Beitrag ist unter Einsatz Künstlicher Intelligenz entstanden.
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