NEBIUS - Aktie springt nach Zahlen zweistellig
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Nebius hat im zweiten Quartal 2026 den Umsatz auf 582,3 Mio. USD gesteigert, nach 105,1 Mio. USD im Vorjahreszeitraum. Damit hat das Unternehmen seine Erlöse binnen eines Jahres mehr als verfünffacht. Auch auf Halbjahressicht fällt der Sprung eindrucksvoll aus: Nach 156,0 Mio. USD im Vorjahr stehen nun 981,3 Mio. USD in den Büchern, ein Plus von 529 %.
Operativ zeigt sich der Skalierungseffekt inzwischen klarer. Das bereinigte EBITDA lag im zweiten Quartal bei 236,2 Mio. USD, nach minus 21,0 Mio. USD im Vorjahresquartal. Im ersten Halbjahr erreichte Nebius 365,7 Mio. USD, nach minus 74,7 Mio. USD. Parallel dazu verringerte sich der bereinigte Nettoverlust im zweiten Quartal auf 33,2 Mio. USD, nach 91,5 Mio. USD. Auf Sechsmonatssicht lag der bereinigte Nettoverlust bei 133,5 Mio. USD, nach 175,2 Mio. USD.
Unter dem Strich bleibt das Bild etwas uneinheitlicher. Das Ergebnis aus fortgeführten Aktivitäten lag im zweiten Quartal bei -190,4 Mio. USD, nach einem Gewinn von 502,5 Mio. USD im Vorjahr. Im ersten Halbjahr stand dagegen weiterhin ein Gewinn von 430,8 Mio. USD, nach 398,2 Mio. USD. Für den Markt war im ersten Zugriff damit vor allem entscheidend, dass das operative Wachstum hoch bleibt und sich die Profitabilität auf bereinigter Basis verbessert.
Der Ausbau der Infrastruktur prägt die Kostenstruktur
Wer sich die Kostenbasis ansieht, erkennt schnell, wie aggressiv Nebius seine Kapazitäten hochzieht. Die Umsatzkosten stiegen im zweiten Quartal auf 133,6 Mio. USD, nach 30,1 Mio. USD im Vorjahr. Für die Produktentwicklung wandte das Unternehmen 191,0 Mio. USD auf, nach 42,8 Mio. USD. Vertrieb, Verwaltung und allgemeine Kosten erhöhten sich auf 173,9 Mio. USD, nach 68,2 Mio. USD. Hinzu kamen Abschreibungen und Amortisationen von 259,7 Mio. USD, nach 75,2 Mio. USD.
In Summe beliefen sich die operativen Kosten und Aufwendungen damit auf 758,2 Mio. USD, nach 216,3 Mio. USD im Vorjahresquartal. Trotz dieses massiven Anstiegs hat sich die Relation zum Umsatz verbessert. Die Quote der gesamten operativen Kosten sank auf 130 %, nach 206 % im Vorjahr. Genau darin spiegelt sich aktuell die operative Hebelwirkung des Geschäfts: Die Kosten steigen stark, der Umsatz aber noch schneller.
Auch im Cashflow und bei den Investitionen wird die Größenordnung des Expansionskurses sichtbar. Der operative Cashflow aus fortgeführten Aktivitäten lag im zweiten Quartal bei 2.246,1 Mio. USD, nach minus 167,7 Mio. USD im Vorjahr. Gleichzeitig investierte Nebius 5.657,4 Mio. USD in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte, nach 510,6 Mio. USD im Vorjahresquartal. Das Unternehmen steckt also weiter enorme Summen in den Ausbau seiner Infrastruktur.
Die Aktie profitiert von Zahlen, Sektor und Shortquote
An der Börse kamen die Zahlen entsprechend gut an. Die Aktie stieg vorbörslich um mehr als 15 %. Das passt auch zum Erwartungsbild vor der Veröffentlichung. Analysten hatten für das zweite Quartal mit einem Umsatz von 576 bis 583 Mio. USD gerechnet. Mit 582,3 Mio. USD lieferte Nebius damit am oberen Ende dieser Spanne ab.
Zusätzlichen Rückenwind erhielt die Aktie aus dem Umfeld. Vor den Zahlen hatte ein positiver Analystenkommentar von Goldman Sachs bereits für Aufmerksamkeit gesorgt. Dazu kamen starke Sektorimpulse nach den Ergebnissen von CoreWeave und der anhaltende Optimismus rund um die Nachfrage nach AI-Infrastruktur. Ein weiterer Faktor ist die hohe Shortquote. Wenn rund 24 % des Free Floats leerverkauft sind, können positive Nachrichten die Dynamik auf der Oberseite zusätzlich verstärken.
Damit wurde aus dem Quartalsbericht mehr als nur ein Zahlenupdate. Für viele Marktteilnehmer war er zugleich eine Bestätigung dafür, dass Nebius operativ weiter mit hoher Geschwindigkeit wächst und im aktuell gefragten AI-Cloud-Segment einer der am genauesten beobachteten Titel bleibt.
Konzernstruktur und Aktienzahl
Die ausgewiesenen Zahlen umfassen laut Unternehmen die Bereiche Nebius AI cloud, Avride und TripleTen. Toloka wird seit dem zweiten Quartal 2025 nach einer Drittinvestition nicht mehr voll konsolidiert, sondern als Equity-Beteiligung bilanziert. Frühere Perioden wurden entsprechend den aufgegebenen Geschäftsbereichen zugeordnet.
Zum 30. Juni 2026 waren 271.855.218 Aktien ausstehend, davon 238.400.165 Class-A-Aktien und 33.455.053 Class-B-Aktien. Hinzu kamen 50.185.726 Class-A-Aktien im Treasury.
Fazit: Die Nebius-Aktie stand zuletzt massiv unter Druck, konnte die Unterstützung bei 141,10 USD und den EMA30 Woche auf Wochenschlusskursbasis aber halten. Trendfolger kommen damit weiter auf ihre Kosten, solange diese charttechnischen Supports verteidigt werden.
Dieser Beitrag ist unter Einsatz Künstlicher Intelligenz entstanden.

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