Darüber spricht der Markt: Trägt das Fundament die Rally noch?
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Rechtfertigen Cloud-Zahlen die KI-Rally bei Alphabet und Microsoft?
Die Optimisten sehen in den jüngsten Cloud-Zahlen von Alphabet und Microsoft den Beweis, dass der Markt beginnt, eine echte Rendite auf die KI-Investitionen einzupreisen. Beide Konzerne übertrafen die Cloud-Erwartungen um mehr als 80 Prozent; hinzu kommt ein Kapitalrendite-Wert (ROIC) von 32 Prozent, gemessen über 22 Jahre. Bei Microsoft gilt das als Beleg dafür, dass solide Qualität nach dem Kurssturz von mehr als 30 Prozent – der die Aktie zeitweise in den Bärenmarkt drückte – wieder eine echte Kaufgelegenheit bietet.
Die Skeptiker halten dagegen, dass die Gewinne bislang nicht in der Breite der Wirtschaft ankommen. Sie verweisen auf den Abgang von Chef-Wissenschaftler Jeff Dean bei Alphabet und auf sechs weitere bedeutende Personalwechsel im KI-Führungsteam binnen drei Monaten – für sie ein Indiz für einen schleichenden Brain Drain, während Gemini in Modell-Ranglisten gegenüber GPT und Grok an Boden verliert. Auf Sektorebene kommt hinzu, dass die Investitionen der Hyperscaler inzwischen rund 40 Prozent des S&P 500 ausmachen, dabei aber stark fremdfinanziert sind. Ob sich diese Produktivitätsgewinne im dritten Quartal auf breitere Teile der Wirtschaft ausweiten und Löhne sowie Aktienmarkt wieder in Einklang bringen, bleibt vorerst offen. Der Test liegt in den kommenden Modellgenerationen: Fällt Gemini weiter zurück, dürfte das laut den Skeptikern binnen sechs bis zwölf Monaten zum zentralen Investorenthema werden.
Ist der Ölpreisanstieg durch die Hormuz-Sorgen fundamental gerechtfertigt?
An diesem Handelstag fließt verstärkt Kapital in den Energiesektor, der unter den Sektor-ETFs die höchsten Volumina zeigt. Die Sorge: Eine Blockade der Straße von Hormuz, durch die aktuell nur 5 bis 10 Schiffe pro Tag passieren statt der rund 140, die auf Vorkriegsniveau nötig wären, könnte die Versorgung empfindlich treffen. Zweifel an einer belastbaren Einigung zwischen den USA und Iran treiben den Ölpreis zu Handelsbeginn nach oben.
Die Gegenseite verweist darauf, dass die aktuelle Rohölversorgung ausreichend ist und der Preis im Jahresverlauf bereits mehrfach nach solchen Spitzen wieder auf Vorkriegsniveau zurückgefallen ist. Trotzdem belastet der Anstieg schon jetzt den Dow Jones, der zum Handelsstart leicht im Minus notiert – ein Nebeneffekt, der zusätzlich Inflationssorgen schürt. Als Kursziel wird eine Spanne von 70 bis 80 USD pro Barrel genannt, während die Unterstützung bei 80 USD als entscheidende Marke gilt. Sollte sich ein dauerhaftes Ungleichgewicht zwischen Angebot und Nachfrage abzeichnen, dürfte laut den Optimisten zusätzliche Förderkapazität aktiviert werden – genau daran entscheidet sich, ob die aktuelle Prämie fundamental gerechtfertigt bleibt oder wieder abschmilzt.
Sind Intel und Micron trotz schwacher Bilanzsignale ein Kauf?
Die Kauf-These bei Intel und Micron stützt sich auf den Speicherchip-Engpass in der KI-Lieferkette. Bei Intel soll eine Kapitalerhöhung den Ausbau von Foundry- und Advanced-Packaging-Kapazitäten finanzieren, weil die Nachfrage das Angebot übersteigt – Eigenkapital statt Fremdkapital, ohne Abhängigkeit von einem einzelnen strategischen Partner. Bei Micron gilt ein ähnliches Muster: Der starke Rücksetzer der vergangenen Wochen wurde bereits wieder aufgeholt, gestützt von der Rolle des Unternehmens als führender Hersteller von DRAM und HBM.
Die Gegenseite verweist auf einen negativen freien Cashflow bei Intel und ein Kreditrating nahe der Untergrenze des Investment-Grade-Bereichs. Die Aktie fiel nach Ankündigung der Kapitalerhöhung um bis zu 5 Prozent – ein Beleg dafür, wie stark neue Aktienangebote kurzfristig auf den Kurs drücken können. Micron notiert trotz der Erholung noch unter dem Niveau vor dem Rücksetzer. Als technische Marken bei Intel gelten die Unterstützung 94 USD, die Unterstützung 82 USD und der Widerstand 108 USD. Der Test liegt in der CFO-Guidance: Intel plant Investitionsausgaben von über 20 Mrd. USD im laufenden Jahr, mit weiterem Anstieg 2027 – daran wird sich zeigen, ob der Kapazitätsausbau die fragile Bilanz rechtfertigt oder weiter belastet.
Trägt die Marktbreite des S&P 500 den Bullenmarkt wirklich?
Die Bullen verweisen auf sieben starke Gewinnquartale in Folge, ein bereinigtes Positionierungsbild durch Deleveraging bei Hedgefonds und starkes Momentum im Industriesektor, der laut den Optimisten die beste Erholung bei den Kapitalgüterzahlen seit 2022 zeigt. Auch Berkshire Hathaway liefert Argumente: Das operative Ergebnis stieg im Quartal um 16 Prozent, getragen von Energie-, Bahn- und Industriegeschäft, während der Konzern nach 14 Quartalen als Nettoverkäufer nun mit rund 20 Mrd. USD wieder zum Netto-Käufer von Aktien wurde und zusätzlich Rückkäufe von 4,5 Mrd. USD tätigte.
Die Skeptiker halten dagegen, dass die Bewertungen insgesamt gestreckt bleiben und steigende Anleiherenditen sowie ein möglicher restriktiverer Fed-Kurs die Fortsetzung gefährden könnten. Bei Berkshire schwächelt die Versicherungssparte: Das Underwriting-Ergebnis fiel um 13 Prozent, während die Cash-Reserve erstmals seit 2022 sinkt. Zusätzlich könnten die Zwischenwahlen im Spätsommer für Volatilität sorgen, während das geringe Handelsvolumen im August Bewegungen verstärken kann. Als technische Marken gelten die Unterstützung 7.500 Punkte und der Widerstand 7.900–8.000 Punkte. JPMorgan und Bank of America nennen als Kursziel 8.000 Punkte, das nach Einschätzung der Optimisten noch vor Jahresende, möglicherweise schon Ende August, erreicht werden könnte – als Außenseiter-Szenario, nicht als gesicherte Erwartung des gesamten Lagers. Der Test liegt genau in dieser Marke: Setzt sich der Index über den Widerstand von 7.900 bis 8.000 Punkten durch, spricht das für die Bullen; ein Rückfall unter die Unterstützung von 7.500 Punkten würde dagegen die Zweifel der Skeptiker bestätigen.
Die Streitfrage des Tages — Kursverlauf der besprochenen Werte über drei Monate.
Dieser Beitrag ist unter Einsatz Künstlicher Intelligenz entstanden.
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