China genehmigt Import von NVIDIA-Chips
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- NVIDIA Corp. - WKN: 918422 - ISIN: US67066G1040 - Kurs: 188,515 $ (Nasdaq)
Der Schritt markiert eine vorsichtige Kurskorrektur Pekings im Spannungsfeld zwischen technologischer Eigenständigkeit und dem wachsenden Bedarf an Hochleistungsrechnern für KI.
Die Entscheidung fiel während des aktuellen China-Besuchs von Jensen Huang. Der Vorstandschef von Nvidia hält sich seit Ende vergangener Woche in Shanghai und Peking auf. Offiziell stehen Mitarbeitertreffen im Vordergrund, hinter den Kulissen dürfte der Aufenthalt jedoch auch politischen Charakter gehabt haben. Die Genehmigung sei während dieser Reise erteilt worden, sagten zwei Insider.
Die erste Importfreigabe ging demnach vor allem an drei große chinesische Internetkonzerne. Weitere Unternehmen seien für spätere Genehmigungsrunden vorgemerkt. Namen nannten die Quellen nicht. Chinas zuständige Ministerien und Nvidia selbst äußerten sich zunächst nicht.
Obwohl die USA den Export nach China Anfang des Monats formell erlaubt hatten, lag die Entscheidung über die tatsächliche Einfuhr bei den chinesischen Behörden. Diese hatten Importe bislang blockiert und damit Lieferungen effektiv verhindert.
Noch vor wenigen Wochen hatten chinesische Zollstellen signalisiert, dass H200-Chips nicht eingeführt werden dürften. Gleichzeitig hatten chinesische Tech-Konzerne Bestellungen über mehr als zwei Millionen Einheiten aufgegeben, deutlich mehr als Nvidia kurzfristig liefern kann. Die jetzige Genehmigung entschärft dieses Spannungsverhältnis zumindest teilweise.
Pragmatismus statt Prinzipientreue
Peking versucht seit Monaten, den steigenden Bedarf an KI-Rechenleistung mit dem Ziel zu verbinden, die heimische Chipindustrie zu stärken. Zwar verfügen chinesische Anbieter wie Huawei inzwischen über Chips auf dem Niveau des H20 von Nvidia, dem bislang leistungsstärksten offiziell zugelassenen Modell. Der H200 liegt jedoch technologisch deutlich darüber und bietet ein Vielfaches der Rechenleistung.
Die Freigabe deutet darauf hin, dass China kurzfristig den Bedürfnissen großer Internetunternehmen Vorrang einräumt, die Milliarden in Rechenzentren investieren und im Wettbewerb mit US-Anbietern wie OpenAI nicht weiter zurückfallen wollen. Gleichzeitig wird in Peking weiter diskutiert, Importgenehmigungen an Auflagen zu knüpfen, etwa den verpflichtenden Einsatz heimischer Chips.
Fazit: Nvidia-Anleger dürfen sich freuen. Das dürfte einiges an Zusatzumsatz bescheren. Doch das Zeitfenster, welches China setzt, dürfte relativ kurz ausfallen. Ein Einmaleffekt, aber eben kein Dauerzustand für Nvidia. Sobald China technologisch etwas aufgeholt hat, werden Nvidia-Chips sicherlich wieder auf der Verbotsliste landen.
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