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12:35 Uhr, 17.03.2026

Bundestag debattiert Rückführung deutscher Goldreserven

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Der Bundestag debattiert am Mittwoch über die Lagerung der deutschen Goldreserven und eine mögliche Rückführung nach Deutschland. Die AfD fordert dies per Antrag. Die Goldreserve eines Landes müsse ohne Lagerrisiko im Eigentümerland liegen, heißt es. Bürger hätten Anspruch darauf, dass das nationale Vermögen ohne Drittparteienrisiko vollständig unter deutscher Hoheit auf deutschem Boden befinde.

Die Diskussion läuft seit Längerem. Angesichts der als unberechenbar empfundenen Politik von Donald Trump wurde bereits gefordert, Gold aus den USA nach Deutschland zu holen; auch Grünen- und FDP-Politiker dachten darüber nach. AfD-Vize Peter Boehringer warnte, Eigentumsrechte und Völkerrecht seien nicht mehr hundertprozentig garantiert.

Widerspruch kommt aus Regierungslager und Union. Aus der SPD heißt es, die AfD instrumentalisieren Unsicherheit; Deutschlands Gold sei gut diversifiziert. Die Union betont, die Reserven könnten im Notfall kritische Importe sichern. Daher sei es sinnvoll, einen Teil im Ausland zu halten, wegen der Bedeutung des US-Dollars insbesondere in den USA; öffentliche Spekulationen über einen Abzug seien schädlich.

Der von der Bundesbank verwaltete Bestand ist der weltweit zweitgrößte nach dem der USA: Ende 2025 rund 3.350 Tonnen. Mehr als die Hälfte (1.710 Tonnen) liegt in Frankfurt, 1.236 Tonnen bei der Federal Reserve in New York, 404 Tonnen bei der Bank of England in London.

Bundesbankpräsident Joachim Nagel sieht keinen Grund für eine Rückholung und betont die sichere Verwahrung in New York.

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