Kommentar

Bullenmarkt ohne Pause?

In den USA hat man das Gefühl, dass die Jahresendrally noch immer läuft. Weder diese noch der Bullenmarkt selbst scheint eine Pause machen zu wollen.

Dieser Eindruck ist nicht ganz korrekt. Seit Beginn der Jahresendrally Ende Oktober 2023 machen US-Indizes zwar tatsächlich kaum eine Pause, doch der Bullenmarkt insgesamt verläuft nicht ungewöhnlich. Tatsächlich war das erste Jahr des Bullenmarktes von Mitte Oktober 2022 bis Mitte Oktober 2023 ungewöhnlich schwach. Im ersten Jahr eines Bullenmarktes gewinnt der S&P 500 durchschnittlich fast 40 %. Im ersten Jahr des Bullenmarktes, der 2022 begann, waren es lediglich 22 % (Grafik 1).

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Über den Experten

Clemens Schmale
Clemens Schmale
Finanzmarktanalyst

Clemens Schmale hat seinen persönlichen Handelsstil seit den 1990er Jahren an der Börse entwickelt.

Dieser gründet auf zwei Säulen: ein anderer Analyseansatz und andere Basiswerte. Mit anders ist vor allem die Kombination aus Global Makro, fundamentaler Analyse und Chartanalyse sowie Zukunftstrends gemeint. Während Fundamentaldaten und Makrotrends bestimmen, was konkret gehandelt wird, verlässt sich Schmale beim Timing auf die Chartanalyse. Er handelt alle Anlageklassen, wobei er sich größtenteils auf Werte konzentriert, die nicht „Mainstream“ sind. Diese Märkte sind weniger effizient als andere und ermöglichen so hohes Renditepotenzial. Sie sind damit allerdings auch spekulativer als hochliquide Märkte. Die Haltedauer einzelner Positionen variiert nach Anlageklasse, beträgt jedoch meist mehrere Tage, oft auch Wochen oder Monate.

Rohstoffe, Währungen und Volatilität handelt er aktiv, in Aktien und Anleihen investiert er eher langfristig. Die Basiswerte werden direkt – auch über Futures – oder über CFDs gehandelt, in Ausnahmefällen über Optionen und Zertifikate.

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