Bedrohung durch Quantencomputer: Bitcoins Lightning-Netzwerk ist "fundamental kaputt"
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In der Debatte um die Bedrohung von Kryptowährungen durch Quantencomputer meldet sich Bitcoin-Entwickler Udi Wertheimer mit einer drastischen Analyse zu Wort. Seine Kernthese: Die gängige Annahme, man könne sich durch das Vermeiden von Adress-Wiederverwendungen schützen, sei ein gefährlicher Trugschluss – insbesondere für Nutzer des Lightning Network.
Die Preisgabe der Public Keys
Wertheimer argumentiert, dass das Kernproblem nicht in der Geschwindigkeit künftiger Quantenrechner liegt, sondern in der Natur der Public Keys. Ein “Cryptographically-Relevant Quantum Computer” (CRQC) ist theoretisch in der Lage, aus einem öffentlichen Schlüssel den privaten Schlüssel abzuleiten. Während man On-Chain seinen Public Keys durch Einmal-Adressen verbergen könne, ist dies im Lightning Network systembedingt unmöglich.
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Denn für die Eröffnung und Verwaltung von Zahlungskanälen müssen Teilnehmer ihre Public Keys veröffentlichen. Sobald ein Angreifer – sei es ein anonymer Service Provider wie LNBig oder ein Hacker mit Zugriff auf deren Datenbanken – über diese Schlüssel verfügt, könnten die entsprechenden BTC laut Wertheimer in einer Post-Quanten-Welt gefährdet sein.
Kritik an Hardware Wallets und Layer-2
Die Warnung erstreckt sich laut Wertheimer auch auf Hardware Wallets. Er weist darauf hin, dass diese zwar Private Keys schützen, den Public Key jedoch bei jeder Verbindung mit einem Host-Gerät preisgeben. Wer seine Wallet jemals mit einer App, einer Börse oder einer Steuersoftware verbunden hat, dessen Daten könnten bereits auf Servern liegen, die für Quanten-Angriffe anfällig sind.
Besonders brisant: Wertheimer sieht das Lightning Network als “fundamentat kaputt” an, sobald Quantencomputer Realität werden. Da der Austausch von Public Keys für die Multisig-Struktur von Layer-2-Lösungen essenziell ist, gäbe es für Lightning-Entwickler derzeit keine Möglichkeit, dieses Risiko isoliert zu beheben.
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