BdB: Digitaler Euro problematisch für Banken
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Von Hans Bentzien
DOW JONES--Der von der Europäischen Zentralbank (EZB) geplante digitale Euro ist aus Sicht der deutschen Privatbanken in der sich aktuell abzeichnenden Form ein Problem. "Bisher sehen wir eher Schwierigkeiten dahin gehend, dass die bisherigen Lösungen kaum kompatibel sind. Sie bedeuten für die Banken hohe Belastungen weil die Investitionen wirklich groß werden - vor allem, wenn die Online- und die Offline-Variante des digitalen Euro parallel eingeführt werden", sagte der Hauptgeschäftsführer des Bundesverbands privater Banken (BdB), Heiner Herkenhoff, in einem Pressegespräch zum Jahresauftakt in Frankfurt.
Der digitale Euro muss Herkenhoff zufolge mit dem bisherigen europäischen Zahlungssystem in Einklang gebracht werden. "Nur wenn das gelingt, wird es auch ein effizientes System sein. Wenn es konkurrierende System werden, wenn wir also neben privaten Bezahllösungen ein konkurrierendes staatliches System haben, glauben wir, dass es Investitionen eher verdrängt und die Angebote für die Kunden nicht besser werden."
Herkenhoff räumte ein, dass der digitale Euro auch im Kontext der europäischen Souveränität betrachtet werden müsse, zumal mehr Souveränität auch mehr Resilienz bedeute. Eine Antwort auf die Dollarisierung durch Stablecoins sei er allerdings nicht. "Hier brauchen wir im Zweifel andere Produkte", sagte er.
Kontakt: hans.bentzien@dowjones.com
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