BAYER – Sammelvergleich bei Roundup-Verfahren löst neues Kaufsignal aus
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Wie mein Kollege Oliver Baron gestern berichtete, hat Bayer einen Sammelvergleich zur Beilegung von US-Klagen wegen des Herbizids Roundup vereinbart, der Zahlungen von bis zu 7,25 Mrd. USD über maximal 21 Jahre vorsieht. Weitere 3,0 Mrd. USD sollen andere Verfahren abdecken. Ziel ist die Abgeltung von Ansprüchen, bei denen eine Exposition bis Februar 2026 vorlag und ein Non-Hodgkin-Lymphom diagnostiziert wurde oder innerhalb der 16-jährigen Frist nach der finalen Genehmigung diagnostiziert wird. Die Vereinbarung muss vom zuständigen Gericht in St. Louis genehmigt werden.
Bayer erwartet dadurch einen Anstieg der Rückstellungen für Rechtsstreitigkeiten von 7,8 Mrd. EUR auf 11,8 Mrd. EUR. Die kurzfristige Finanzierung sei durch eine Kreditlinie in Höhe von 8 Mrd. EUR gesichert. Das laufende Supreme-Court-Verfahren ist vom Vergleich ausgenommen und könnte entscheidend für weitere Klagen sein. Rund 67.000 Verfahren sind noch anhängig, der Sammelvergleich soll die juristische Unsicherheit für Bayer aber deutlich verringern.
Die Aktie kannte im gestrigen Handel kein Halten mehr, zog über 7 % nach Norden und überschritt den Widerstand bei 48,27 EUR. Damit wurde das höchste Kursniveau seit September 2023 erreicht.
