Analyse
16:10 Uhr, 16.09.2026

BAYER: Das sieht nach Ausbruch aus

Die Bayer-Aktie arbeitet im Wochenchart an einem „steigenden Dreieck“. Jetzt wird es spannend: Gelingt der Sprung über 50 EUR, könnte das Jahreshoch wieder ins Visier rücken.

Erwähnte Instrumente

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  • ISIN: DE000HT23EC0Kopiert
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  • Bayer AG - WKN: BAY001 - ISIN: DE000BAY0017 - Kurs: 48,800 € (XETRA)
  • Call auf Bayer - WKN: HT23EC - ISIN: DE000HT23EC0 - Kurs: 1,350 € (HSBC)
  • Put auf Bayer - WKN: DN3KT0 - ISIN: DE000DN3KT04 - Kurs: 0,790 € (DZ BANK)

Spannung pur mit Blick auf die Aktie des Chemieriesen Bayer AG! Im Wochenchart wird es zunehmend interessant. Denn die aktuelle Konsolidierung läuft immer stärker in ein „steigendes Dreieck“ hinein. Ein solches Chartmuster wird früher oder später aufgelöst. Die entscheidende Frage lautet daher: In welche Richtung geht es?

50 EUR als Schlüsselmarke

Bayer AG (Wochenchart)
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Im Mittelpunkt steht dabei die 50-EUR-Marke. Sie hat sich bereits im Februar als harte Hürde erwiesen. Auch im Juni und Juli versuchte sich die Aktie an einem Breakout. Der Sprung über den Widerstand sah zunächst vielversprechend aus, entpuppte sich im Nachgang allerdings als Fehlausbruch.

Genau deshalb dürfte der nächste Anlauf besonders spannend werden. Meine Vermutung als Charttechniker: Der nächste Ausbruch nach oben wird kommen und er könnte erfolgreich sein! Gelingt der nachhaltige Sprung über 50 EUR, im Idealfall mit einem Wochenschlusskurs, dürfte zunächst der Bereich von 53 bis 54 EUR auf die Agenda rücken. Dort liegt das bisherige Jahreshoch.

Auf der Unterseite sind zunächst die Supports bei 47,50 EUR und 45,41 EUR relevant. Solange diese Marken verteidigt werden, bleibt das übergeordnete Chartbild konstruktiv.

Auch der langfristige Trend spricht weiterhin für die Bullen. Die 200-Tage-Linie steigt und verläuft aktuell im Bereich von 42,50 EUR. Damit liegt dort eine weitere und deutlich stärkere Unterstützung.

Für Trader ergibt sich damit ein recht klares Spielfeld. Ein nachhaltiger Ausbruch über 50 EUR könnte neues Momentum freisetzen und zunächst das Jahreshoch bei 53 bis 54 EUR aktivieren. Scheitert die Aktie dagegen erneut an dieser Hürde, rücken die genannten Supports wieder in den Fokus. Wer auf eine Ausbruchsbewegung setzt, sollte diese Marken deshalb auch beim Risikomanagement im Blick behalten.

Analysten sehen weiteres Potenzial

Auch von fundamentaler Seite kommt Rückenwind. Das mittlere Analystenvotum lautet „Aufstocken“, das durchschnittliche Kursziel liegt bei rund 58 EUR. Ausgehend vom aktuellen Kursniveau entspricht das einem Kurspotenzial von rund 18 %.

Deutlich optimistischer zeigte sich erst in der Vorwoche die Deutsche Bank: Das Deutsche Bank Research bestätigte eine „Buy“-Bewertung und nannte ein Kursziel von 60 EUR.

Der Konzern habe auf einer Investorenveranstaltung für den Bereich Crop Science die Fünfjahresziele lediglich bestätigt, sich aber detaillierter zum Weg dahin geäußert, so die Banker. Diese sehen den Geschäftszyklus in der Agrarchemie derzeit als das eigentliche Risiko. Andere Risiken hingegen hätte sich „weitgehend verflüchtigt“.

Ein Thema bleibt allerdings besonders wichtig: der Glyphosat-Streit! Fakt ist: Eine Entscheidung im Glyphosat-Prozess in den USA dürfte näher rücken. Ein Damoklesschwert, das derzeit noch über dem Bayer-Chartbild schwebt.

Bewertung bleibt moderat

Bei der aktuellen Bewertung wirkt Bayer auf den ersten Blick nicht überzogen. Mit einem KGV (2028e) von 14 und einem KBV (2028e) von 1,4 erscheint die Aktie zumindest fundamental moderat bewertet. Hinzu kommt die erwartete Dividendenrendite von rund 2 % für 2028.

Damit ist das Setup durchaus interessant: Die Analysten sehen weiteres Kurspotenzial, die Bewertung wirkt überschaubar und charttechnisch arbeitet die Aktie an einem möglichen Befreiungsschlag. Der Knackpunkt bleibt jedoch die 50-EUR-Marke.

Mein Fazit: Die Aktie der Bayer AG steht vor einer spannenden Entscheidung! Gelingt der nachhaltige Ausbruch über 50 EUR, dürfte zunächst das Jahreshoch bei 53 bis 54 EUR ins Visier rücken. Scheitert der Ausbruch, bleiben 47,50 EUR und 45,41 EUR die entscheidenden Supports. Für Trader ist damit vor allem die Reaktion an der 50-EUR-Marke interessant.

Depotbestand

Strategien

Auf den beschriebenen Basiswert gibt es verschiedene Derivate, mit denen Du auf steigende oder fallende Kurse spekulieren kannst. Nachfolgend nenne ich Dir zwei mögliche Strategien:

Long (Spekulation auf steigende Kurse): Call Warrant (Optionsschein) – Basis: 50,00 EUR – Laufzeit bis: 19.12.2029 – Omega: 2,4 – ISIN: DE000HT23EC0

Short (Spekulation auf fallende Kurse): Put Warrant (Optionsschein) – Basis: 50,00 EUR – Laufzeit bis: 17.12.2027 – Omega: 2,6 – ISIN: DE000DN3KT04

Das Team

Der Optionsscheine Expert Trader verfolgt regelmäßig die Kurse deutscher und internationaler Einzelwerte und Indizes und spricht bei Bedarf konkrete Kauf- und Verkaufsanregungen aus, die Leser des Optionsscheine Expert Trader unmittelbar umsetzen können. Damit wird ein transparentes Trading gewährleistet. Seit der ersten Ausgabe des Optionsscheine Expert Trader im Oktober 2019 weisen rund 82 % der abgeschlossenen Positionen einen Gewinn aus. Hier findest Du Infos zum Produkt.

Offenlegung wegen möglicher Interessenkonflikte: Der Autor ist in den folgenden besprochenen Wertpapieren bzw. Basiswerten zum Zeitpunkt der Veröffentlichung dieser Analyse investiert: Bayer AG (long)

Transparenzhinweis: Die im Artikel vorgestellten Derivate werden durch die Redaktion ausgesucht. Wir arbeiten aber mit ausgewählten Emittenten zusammen, die mit der stock3 AG in einer Geschäftsbeziehung stehen.

Bitte beachte: Der Handel mit Derivaten ist mit einem erheblichen Risiko verbunden und kann unter Umständen zum Totalverlust des eingesetzten Kapitals führen.

Offenlegung der Chefredaktion der stock3 AG wegen möglicher Interessenkonflikte

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