Analyse
12:30 Uhr, 01.09.2026

BASF - Wann fliegt der Deckel?

Deutsche Chemie-Aktien sendeten kürzlich wieder Lebenszeichen: Lange Zeit wurde die Branche aufgrund hoher Energiepreise und der Konkurrenz aus Asien gemieden, mittlerweile zogen einige Wertpapiere jedoch dynamisch nach Norden. Schwergewicht BASF könnte bald mit einem Kaufsignal aufwarten.

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  • BASF SE - WKN: BASF11 - ISIN: DE000BASF111 - Kurs: 52,720 € (XETRA)

BASF gehört trotz einiger Probleme weiterhin zu den führenden Chemieunternehmen der Welt. Die Ludwigshafener produzieren eine breite Palette an Basis-Chemikalien, Kunststoffen, Pflanzenschutzmitteln sowie Lacken. Das Unternehmen agiert als globaler Zulieferer für fast alle klassischen Industriesektoren: Abnehmer finden sich in den Branchen Automobilbau, Elektronik, Landwirtschaft, Bauindustrie und vielen mehr.

BASF leidet dabei stark unter den hohen Energiekosten in Europa sowie von der Energie-Abhängigkeit. Zudem trübten Überkapazitäten und eine starke Konkurrenz aus China die Stimmung. BASF reagierte darauf in den vergangenen Jahren mit einem verschärften Sparkurs und einem tiefgreifenden Konzernumbau. Mittlerweile tragen die Maßnahmen Früchte – die letzten Unternehmenszahlen fielen besser als erwartet aus.

Überraschend gute Zahlen im Q2

Mit den Zahlen zum zweiten Geschäftsquartal konnte BASF positiv überraschen und die Prognosen der Analysten schlagen. Der Umsatz kletterte im Vergleich zum Vorjahresquartal um 16 Prozent auf 17,2 Milliarden Euro. Verantwortlich war in erster Linie die starke Nachfrage nach Basis-Chemikalien sowie allgemein höhere Preise. Das operative Ergebnis stieg auf 2,4 Milliarden Euro, der Nettogewinn lag im zweiten Quartal 4,1 Milliarden Euro (Hintergrund: Verkauf der Unternehmenssparte für Fahrzeuglacke und Oberflächentechnik). BASF hob nach den starken Quartalszahlen zudem die Prognose für das Gesamtjahr 2026 an.

Aufwärtstrend intakt

BASF kündigte mit der Zahlenveröffentlichung ebenfalls ein eigenes Aktienrückkauf-Programm an, welches mittlerweile gestartet ist. Dabei sollen eigene Wertpapiere im Volumen von bis zu 1,0 Milliarden Euro erworben werden. Das Programm wird seitens der Anleger als Vertrauensbeweis in die Zukunft des Konzerns gewertet.

Aus charttechnischer Sicht notiert BASF nach vielen schwachen Jahren wieder in einem Aufwärtstrend. Im April 2025 markierte die DAX-Aktie ein Verlaufstief, anschließend folgte eine deutliche Erholung. Nach einer langen Seitwärtsphase kann BASF seit Anfang 2026 eine neue Tendenz nach Norden vorweisen. Die maßgebliche Trendlinie verläuft momentan bei 47,50 Euro. Ich rechne mittelfristig mit weiter steigenden Notierungen der Aktie.

BASF
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Im langfristigen Chart ist gleichzeitig zu sehen, dass bei BASF im Bereich von 55 Euro ein hartnäckiger Widerstand besteht. In dieser Zone scheiterte die Aktie bereits sehr oft. Mit einem aktuellen Kurs von 53 Euro befindet sich das Schwergewicht erneut auf dem Weg zu dieser Hürde. Ein Ausbruch über 55 Euro würde ein positives Chartsignal generieren und mögliche Anschlusskäufe seitens institutioneller Marktteilnehmer erzeugen. Nach der charttechnischen Analysemethode würde die Überwindung des Widerstands erhebliches Kurspotenzial freisetzen. Konkrete Marken für den Kauf und Verkauf stelle ich im Depot AllStar-Trader in stock3 Select vor.

Im AllStar-Trader beleuchten wir hauptsächlich deutsche Aktien aus dem DAX, MDAX und SDAX. Das Turnaround-Depot setzt gezielt auf zurückgebliebene Wertpapiere mit hohem Kurspotenzial. Mit ausgewählten Qualität-Titeln lassen sich auch abseits der breiten Masse aussichtsreiche Chancen identifizieren – oft unabhängig von der Richtung am Gesamtmarkt.

Kauf- und Verkauf-Signale werden anhand der Charttechnik definiert, wodurch sich ein gutes Risiko-Profil ergibt. Wie erfolgreich dieser Ansatz funktioniert, kann an der Entwicklung der Vergangenheit abgelesen werden (wobei dies nie eine Garantie für die Zukunft darstellt): Selbst in schwachen Marktphasen konnte fast immer eine positive Rendite erzielt werden. Im Allstar-Depot handele ich nicht nur Long-Positionen, sondern setze in bestimmten Phasen über Bear-Zertifikate auch auf sinkende Kurse. Das Allstar-Depot ist nun Teil des Select-Pakets von stock3. Falls du die nächsten Trades für dein eigenes Depot nutzen möchtest, melde dich gerne hier zur kostenlosen Testphase an.

Beste Grüße und gute Trades

Dein

Bernd Raschkowski

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