ANTROPHIC plant den größten Börsengang aller Zeiten
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- SpaceX - WKN: A42D4F - ISIN: US84615Q1031 - Kurs: 134,000 $ (Nasdaq)
Damit könnte das erst fünf Jahre alte Unternehmen zum größten Börsendebüt der Geschichte werden.
Die Planungen befinden sich noch in einem frühen Stadium. Anthropic bereitet dem Bericht zufolge eine öffentliche Einreichung der Börsenunterlagen vor, die bereits Ende August erfolgen könnte. Finanzchef Krishna Rao soll Investoren zuletzt über das Vorhaben informiert, konkrete Aussagen zur angestrebten Bewertung jedoch vermieden haben. Umfang und Zeitpunkt der Transaktion können sich noch ändern.
Die Messlatte liegt bei 75 Mrd. USD
SpaceX hatte beim Börsengang zunächst 75 Mrd. USD eingesammelt. Einschließlich der Mehrzuteilungsoption, die bei einer starken Nachfrage nach den Aktien genutzt werden kann, stieg das Volumen auf 86,2 Mrd. USD. Anthropic müsste sich somit in einer bislang kaum vorstellbaren Größenordnung am Kapitalmarkt finanzieren, um den Rekord tatsächlich zu brechen.
Die Dimensionen passen zur jüngsten Entwicklung des KI-Unternehmens. Anthropic nahm erst im Mai 65 Mrd. USD bei einer Bewertung von 965 Mrd. USD auf. Damit übertraf das Unternehmen die Bewertung des Konkurrenten OpenAI, der im März im Zuge einer 122 Mrd. USD schweren Finanzierungsrunde mit 852 Mrd. USD bewertet worden war.
Anthropic wird OpenAI auch beim Börsengang zuvorkommen. Während der ChatGPT-Entwickler nach Bloomberg-Informationen derzeit ein Listing im Jahr 2027 anstrebt, könnte Anthropic bereits deutlich früher an die Börse gehen. Beide Unternehmen sollen ihre Börsenpläne bereits vertraulich bei den zuständigen Behörden eingereicht haben.
Umsatz explodiert, Verluste ebenfalls
Die Fantasie der Investoren stützt sich vor allem auf das enorme Wachstum. Im zweiten Quartal erzielte Anthropic vorläufige Erlöse von mehr als 11,5 Mrd. USD. Im Vorjahresquartal waren es erst 787 Mio. USD gewesen. Bis Ende Juli erreichte der annualisierte Umsatz, also die auf ein Gesamtjahr hochgerechneten aktuellen Einnahmen, rund 65 Mrd. USD.
Das Wachstum hat allerdings seinen Preis. Anthropic verbuchte 2025 einen Nettoverlust von fast 42 Mrd. USD. Im Jahr zuvor hatte das Minus noch bei rund 8,3 Mrd. USD gelegen. Immerhin erreichte das Unternehmen im zweiten Quartal auf bereinigter operativer Basis erstmals die Gewinnzone. Ob sich daraus bereits ein nachhaltiger Trend ableiten lässt, bleibt angesichts der enormen Investitionen offen.
Das Kernproblem ist der Kapitalbedarf. Die Entwicklung leistungsfähiger KI-Modelle verschlingt Milliardenbeträge für Chips, Rechenzentren und Energie. Allein ein Vertrag über Rechenkapazitäten mit SpaceX könnte Anthropic in den kommenden drei Jahren einen zweistelligen Milliardenbetrag kosten. Zusätzlich bereitet das Unternehmen eine revolvierende Kreditlinie vor, deren Volumen die ursprünglich angestrebten 10 Mrd. USD übersteigen soll.
Gründer wollen Kontrolle behalten
Bei der Vorbereitung des Börsengangs arbeitet Anthropic mit Morgan Stanley, Goldman Sachs und JPMorgan zusammen. Weitere Banken könnten dem Konsortium beitreten. Das Unternehmen erwägt zudem die Einführung von Aktien mit erhöhtem Stimmrecht. Dadurch könnten Vorstandschef Dario Amodei und die weiteren Mitgründer ihre Kontrolle auch nach dem Börsengang absichern. Amodei selbst hält derzeit lediglich rund 2 % der Anteile.
Ein Rekorddebüt von Anthropic würde das ohnehin außergewöhnlich starke IPO-Jahr 2026 krönen. Bis zum 19. August haben neu gelistete Unternehmen in den USA bereits 160,6 Mrd. USD eingesammelt. Der bisherige Jahresrekord aus dem Jahr 2021 liegt bei 195,2 Mrd. USD. Allein Anthropic könnte ausreichen, um diese Marke deutlich zu übertreffen.
Fazit: Anthropic vereint zwei Extreme in sich. Ein geradezu explosionsartiges Umsatzwachstum und einen ebenso hohen Cashburn. Anleger müssen eine Bewertung wohl nahe der zwei Billionengrenze und Verluste in zweistelliger Milliardenhöhe akzeptieren. Ob dies in den künftigen Jahren noch Spielraum für eine positive Kursentwicklung lässt, ist mehr als fraglich. Vielleicht wird genau dieser Börsengang auch Peak-KI sein, zumindest in Sachen Börsenhype.
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