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07:18 Uhr, 02.09.2026

Alphabet Aktie: Gemini 3.8 und Waymo rücken in den Fokus

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Bei Alphabet treffen am 2. September 2026 drei Entwicklungen zusammen: Google bereitet laut Medienberichten Gemini 3.8 Flash vor, Waymo erweitert sein Robotaxi-Angebot um drei US-Städte und die Hardware für Google-Meet-Räume wechselt schrittweise von ChromeOS zu Android. Die Meldungen betreffen unterschiedliche Teile des Konzerns, zeigen aber, wie breit Alphabet derzeit in KI, autonomem Fahren und Unternehmenssoftware arbeitet.

Gemini 3.8 Flash soll beim Programmieren aufholen

Google DeepMind will Gemini 3.8 Flash laut CryptoBriefing am heutigen Mittwoch öffentlich vorstellen. Das Modell sei im August auf Googles interner Coding-Plattform Jetski getestet worden. Der Schwerpunkt liege auf verbesserten Programmierfähigkeiten und kürzeren, weniger ausschweifenden Antworten als bei früheren Flash-Modellen.

Investing.com berichtet unter Berufung auf das Wall Street Journal, dass das Modell intern den Codenamen „Skimaki“ trägt. Google wolle damit bei Coding-Funktionen den Abstand zu OpenAI und Anthropic verringern. Als möglicher Starttermin wird ebenfalls der 2. September genannt.

Für Alphabet ist vor allem die Ausrichtung auf Programmierer relevant. Coding-Modelle werden nicht nur in klassischen Chatbots eingesetzt, sondern auch in Entwicklungsumgebungen und internen Softwareprozessen. Ein schnelleres Flash-Modell kann dabei für Aufgaben gedacht sein, bei denen kurze Antwortzeiten wichtiger sind als der maximale Funktionsumfang eines größeren Modells.

Was bedeutet „Flash“ bei Gemini?

Google nutzt den Zusatz „Flash“ für Modelle, die auf schnelle Verarbeitung ausgelegt sind. Bei Gemini 3.8 Flash soll der Schwerpunkt laut den Berichten auf Programmieraufgaben und knapperen Ausgaben liegen.

Öffentlich bestätigte Leistungswerte oder detaillierte technische Daten liegen bisher nicht vor. Auch Preise und konkrete Zugangsmodelle für externe Entwickler und Unternehmen wurden in den vorliegenden Berichten nicht genannt. Damit bleibt zunächst offen, wie sich Gemini 3.8 Flash im direkten Einsatz von konkurrierenden Modellen unterscheidet.

Waymo fährt jetzt in 14 US-Städten

Während Google sein KI-Angebot erweitert, wächst auch Waymos Robotaxi-Netzwerk. Die Alphabet-Tochter hat Anfang September fahrerlose beziehungsweise bezahlte Fahrten in Denver, San Diego und Tampa aufgenommen. Damit ist Waymo nach den vorliegenden Berichten inzwischen in insgesamt 14 US-Städten mit Robotaxi-Diensten aktiv.

In den drei neuen Städten können ausgewählte oder zahlende Fahrgäste die Fahrzeuge über die Waymo-App buchen. Mehrere Berichte beschreiben die angebotenen Fahrten als vollständig autonom, also ohne Sicherheitsfahrer im Fahrzeug. Angaben dazu, welchen Umsatz die neuen Standorte erzielen sollen, gibt es nicht.

Die Ausweitung auf drei Städte gleichzeitig ist dennoch ein konkreter Schritt beim Aufbau eines größeren Netzes. Waymo muss dafür nicht nur Fahrzeuge bereitstellen, sondern seinen Dienst jeweils an örtliche Straßen, Verkehrsregeln und Betriebsgebiete anpassen. Der Start in Denver erweitert das Netz zudem um eine Stadt mit anderen Wetterbedingungen als die bisherigen Standorte im Südwesten der USA.

Für Alphabet schafft Waymo damit ein Geschäftsfeld außerhalb von Werbung, Cloud-Diensten und Software-Abonnements. Wie stark sich die Expansion finanziell auswirkt, lässt sich aus der Zahl der Städte allein jedoch nicht ableiten. Dafür wären unter anderem Angaben zur Fahrzeugauslastung, zur Zahl der Fahrten und zu den Betriebskosten nötig.

Google Meet wechselt von ChromeOS zu Android

Auch im Geschäft mit Konferenzraumtechnik stellt Google die Plattform neu auf. Künftige Google-Meet-Room-Hardware soll ihren Schwerpunkt auf Android in Form des Android Open Source Project, kurz AOSP, verlagern. ChromeOS-Geräte werden während eines mehrjährigen Übergangs weiter unterstützt.

Google betont im Workspace-Update zur neuen Hardware-Strategie, dass bestehende Investitionen geschützt bleiben. Die bereits geltenden Support-Zeiträume für ChromeOS-basierte Meet-Geräte ändern sich demnach nicht.

In der offiziellen Dokumentation sind mehrere Meet-Compute-Systeme aufgeführt, deren Unterstützung bis September 2030 reicht. Dazu gehört das CTL Google Meet Compute System mit Intel-Prozessoren der 13. Generation. Unternehmen müssen vorhandene, unterstützte Geräte deshalb nicht kurzfristig austauschen.

Der Wechsel betrifft vor allem die technische Basis neuer Hardware. AOSP ist die frei zugängliche Grundlage von Android, die Hersteller für eigene Geräte anpassen können. Für Bestandskunden ist dagegen das jeweilige Support-Ende ihres Systems maßgeblich. Google trennt damit den künftigen Plattformwechsel von den zugesagten Laufzeiten bereits verkaufter Geräte.

Drei operative Themen für die Alphabet Aktie

Die drei Meldungen stehen für unterschiedliche Entwicklungsphasen im Alphabet-Konzern. Gemini 3.8 Flash ist zunächst ein berichteter Modellstart, bei dem technische Daten und Konditionen noch fehlen. Waymo hat sein Angebot dagegen bereits auf drei weitere Städte ausgedehnt. Bei Google Meet beginnt ein langfristiger Plattformwechsel, der für unterstützte ChromeOS-Geräte bis 2030 gestaffelt ist.

Für Anleger liefern die Nachrichten deshalb keine einzelne Kennzahl, an der sich ein unmittelbarer Ergebniseffekt ablesen ließe. Sie zeigen vielmehr, woran mehrere Alphabet-Sparten gleichzeitig arbeiten: Google DeepMind an Coding-Modellen, Waymo am Ausbau bezahlter autonomer Fahrten und Google Workspace an einer neuen Hardwarebasis für Besprechungsräume.

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