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07:42 Uhr, 23.07.2026

Software Sektor abgestuft, Alphabets neuer Chip und AMD greift Nvidia an

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In der aktuellen Ausgabe des Podcasts “Aktientalk” sprechen unser Goldesel Michael Flender und Daniel von Investflow über den neuen Chip, mit dem sich Alphabet unabhängiger von den großen Chip-Konzernen machen möchte.

Außerdem beleuchten unsere Experten die aktuelle Lage im Software-Sektor, nachdem dieser zuletzt von einigen Banken abgestuft wurde. Gestern Abend gab es noch die Ergebnisse von ServiceNow, die nicht überragend aber eben auch nicht großartig unter den Erwartungen waren. Die Aktie war nachbörslich leicht im Plus.

Zudem geht es um das neue KI Modell aus China und die Ergebnisse von Danaher und MSCI.

Warum Alphabet seine eigene Chipproduktion ausbaut, wie die Zahlen von Danaher und MSCI ausgefallen sind und warum der Software-Sektor schon wieder unter Druck stand, das und vieles mehr erfahrt ihr in der aktuellen Podcast-Episode bei Apple Podcasts, Spotify oder direkt bei YouTube.

Der Markt bleibt zweigeteilt und nervös

In den vergangenen Wochen konnte man ein ziemlich klares Muster beobachten: Steigen KI Infrastrukturaktien, geraten Softwarewerte oft unter Druck. Erholen sich Softwaretitel, dann geben Chiphersteller, Speicherwerte oder Rechenzentrumsaktien eher nach. Dieses strikte Wechselspiel wird zwar etwas schwächer, es ist aber immer noch sichtbar.

Hinzu kommt eine hohe allgemeine Nervosität. Geopolitische Risiken, steigende Ölpreise und Unsicherheit über die weitere Entwicklung der Konjunktur sorgen dafür, dass Anleger Gewinne schneller mitnehmen. Gerade bei Aktien, die zuvor stark gelaufen sind, reichen kleine Zweifel häufig aus, um Verkäufe auszulösen.

Das sieht man besonders gut bei vielen Chipwerten. Teilweise starten die Aktien deutlich höher in den Handel, verlieren dann aber über den Tag hinweg an Dynamik. Es entstehen grüne Eröffnungen, aber rote Schlusskurse. Das zeigt, dass auf Erholungen häufig Verkäufer warten.

Einzelne Unternehmen wie SanDisk, Micron, SK Hynix oder Nebius können zwar kurzfristig kräftig zulegen. Dennoch ist der Trend nicht mehr so einfach, wie er lange Zeit war. Früher schien fast jede positive KI Nachricht sofort für weitere Kursgewinne zu sorgen. Heute werden selbst gute Nachrichten deutlich kritischer eingeordnet.

Auch die starken Ergebnisse von TSMC und ASML waren dafür ein gutes Beispiel. Operativ lief es dort sehr gut, die Kursreaktionen blieben aber überschaubar. Das ist ein Hinweis darauf, dass viele positive Erwartungen bereits eingepreist sein könnten.

Berichtssaison: Gute Zahlen allein reichen nicht mehr

Die kommende Berichtssaison wird zeigen, wie hart der Markt wirklich geworden ist. Entscheidend ist nicht nur, ob Unternehmen ihre Erwartungen erfüllen. Entscheidend ist auch, ob sie positiv überraschen können, wie die Prognosen aussehen und ob es Schwächen in einzelnen Geschäftsbereichen gibt.

Das ist gerade für kurzfristig orientierte Anleger eine heikle Lage. Wer bei einer Aktie keinen ausreichenden Gewinnpuffer hat, kann vor Quartalszahlen schnell in eine unangenehme Situation geraten. Eine enttäuschende Prognose oder eine unerwartet schwache Sparte kann schließlich zu einem Kursrückgang von 15 oder 20 Prozent führen, selbst wenn das langfristige Geschäftsmodell grundsätzlich intakt bleibt.

Für langfristige Anleger gilt dagegen: Nicht jede heftige Kursreaktion ist automatisch ein Grund, eine Position zu verkaufen. Viel wichtiger ist die Frage, ob sich das operative Bild verschlechtert hat. Wächst das Unternehmen weiter? Verbessern sich Margen? Bleibt die strategische Position stark? Wenn diese Punkte stimmen, können kurzfristige Rücksetzer auch einfach Ausdruck eines übernervösen Marktes sein.

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Massive Abstufungen im Softwaresektor

Der Softwaresektor steht derzeit besonders stark unter Druck. Morgan Stanley hat mehrere bekannte Unternehmen skeptischer eingestuft. Betroffen sind unter anderem Intuit, Adobe, Workday und Salesforce. Bei ServiceNow hatte es zuvor ebenfalls bereits eine negative Analystenstimme gegeben.

Die Begründung klingt zunächst nachvollziehbar: KI bietet zwar große Chancen, aber die neuen KI Produkte müssen sich auch tatsächlich in beschleunigtem Umsatzwachstum niederschlagen. Viele Softwarekonzerne investieren massiv in KI Funktionen, Agenten und neue Automatisierungslösungen. Die Frage ist nur, ob die Wachstumsdynamik des etablierten Kerngeschäfts dadurch schnell genug wieder anzieht.

Bei Salesforce wird etwa argumentiert, dass das Unternehmen sich selbst aktiv für das Zeitalter von KI Agenten umbaut. Die Plattform Agentforce gilt als wichtiges Zukunftsthema. Dennoch wird bezweifelt, ob diese Entwicklung kurzfristig stark genug ist, um die Belastungen im älteren Produktportfolio auszugleichen.

Bei Adobe, Workday und anderen Namen lautet die Kritik ähnlich: Die KI Chancen sind vorhanden, aber das neue Wachstum entwickelt sich aus Sicht skeptischer Analysten noch nicht schnell genug. Es bestehen Umsetzungsrisiken, während das bisherige Geschäft teilweise langsamer wächst als früher.

Warum die Begründungen nicht immer überzeugen

Ganz ehrlich: Bei manchen Abstufungen wirkt es so, als liefen die Analysten dem Kurs hinterher. Gerade wenn Aktien bereits massiv gefallen sind, ist es schon bemerkenswert, anschließend noch einmal besonders skeptisch zu werden. Adobe hat beispielsweise bereits sehr stark korrigiert. Eine zusätzliche negative Einschätzung kommt dann womöglich zu einem Zeitpunkt, an dem ein großer Teil der Sorgen längst eingepreist ist.

Auch bei Salesforce passt die pauschale Kritik nur begrenzt zum operativen Bild. Das Unternehmen hatte in einer schwierigen Phase zeitweise nur noch Wachstumsraten von etwa 7 bis 8 Prozent. Zuletzt hat sich der Trend aber wieder klar verbessert, mit erneut deutlich zweistelligem Wachstum. Da einfach zu sagen, das Wachstum sei zu langsam, greift aus meiner Sicht zu kurz.

Natürlich bedeutet das nicht, dass es keine Risiken gibt. Gerade etablierte Softwarekonzerne müssen beweisen, dass KI nicht nur ein Marketingthema ist, sondern zu höheren Umsätzen, besseren Kundenbindungen und neuen Margen führt. Aber es ist schon ein Unterschied, ob ein Unternehmen operativ Probleme bekommt oder ob der Markt momentan einfach keine Lust auf den Sektor hat.

Und genau das ist aktuell wohl der Kern: Der Markt ist beim Softwaresektor extrem anspruchsvoll. Viele Unternehmen haben bislang geliefert und wurden trotzdem abverkauft. Das kann sich schnell wieder drehen, falls die kommenden Quartalsberichte zeigen, dass die KI Investitionen tatsächlich greifen.

ServiceNow als möglicher Gradmesser

ServiceNow dürfte einer der wichtigen Gradmesser für die Stimmung im gesamten Sektor werden. Das Unternehmen hat in der Vergangenheit operativ meist sehr zuverlässig geliefert. Sollte der Ausblick schwächer ausfallen, könnte das trotz des bereits gefallenen Kurses weiteren Druck auslösen. Falls die Zahlen und Prognosen dagegen überzeugen, wären auch starke Gegenbewegungen möglich.

Es wird nun am heutigen Handelstag spannend zu sehen, wie der Markt auf die Zahlen von ServiceNow reagieren wird.

AMD und Microsoft greifen Nvidia mit Helios an

Während Software unter Druck steht, wird die Konkurrenz im KI Infrastrukturmarkt immer spannender. Microsoft und AMD bauen ihre Zusammenarbeit deutlich aus. Im Mittelpunkt steht ein neues Rack System von AMD namens Helios, das künftig in großem Umfang für Microsoft Azure eingesetzt werden soll.

Helios ist AMDs erstes vollständiges Rack System für KI Rechenzentren. Es kombiniert mehrere zentrale Komponenten:

  • AMD Instinct Grafikbeschleuniger für KI Workloads
  • Kommende EPYC Prozessoren der Generation Venice
  • Weitere Technologien für leistungsstarke KI Rechenzentren

Microsoft will das System insbesondere für die Inferenz sehr leistungsfähiger KI Modelle einsetzen. Inferenz bedeutet vereinfacht gesagt: Das Modell wurde bereits trainiert und beantwortet nun Anfragen, erstellt Inhalte oder übernimmt Aufgaben. Dieser Bereich wird mit zunehmender KI Nutzung immer wichtiger, weil hier dauerhaft gewaltige Rechenleistung benötigt wird.

Für AMD ist die Kooperation ein klares Signal. Das Unternehmen will Nvidia im Rechenzentrumsmarkt nicht einfach zuschauen, sondern Marktanteile gewinnen. Nvidia dominiert diesen Bereich aktuell weiterhin extrem stark. Schätzungen gehen von rund 95 Prozent Marktanteil im relevanten KI Rechenzentrumssegment aus.

Genau deshalb ist selbst ein relativ kleiner Marktanteilsgewinn für AMD bedeutend. Wenn Nvidia langfristig 20 bis 25 Prozent Marktanteil abgeben müsste, wäre das eine große Verschiebung. Davon sind wir zwar noch entfernt, aber die Richtung ist klar: Große Cloudanbieter wollen sich nicht vollständig von einem einzigen Lieferanten abhängig machen.

Microsoft Azure wächst weiterhin mit einer enormen Dynamik. Wenn Azure für bestimmte KI Anwendungen stärker auf AMD setzt, ist das für AMD nicht nur ein schöner Auftrag, sondern auch ein wichtiger Referenzpunkt. Andere Unternehmen könnten dadurch ebenfalls eher bereit sein, AMD Systeme stärker zu testen oder einzusetzen.

Alphabet entwickelt mit Frozen einen neuen KI Chip

Auch Alphabet arbeitet intensiv daran, seine KI Infrastruktur effizienter zu machen. Berichten zufolge entwickelt das Unternehmen einen neuen Spezialchip mit dem Namen Frozen. Dieser Chip soll besonders energieeffizient sein und pro eingesetzter Energieeinheit deutlich mehr leisten als bisherige Lösungen.

Im Raum steht eine Effizienzsteigerung um den Faktor 6 bis 10 gegenüber bestehenden Chips. Wenn das gelingt, wäre das ein massiver Wettbewerbsvorteil. Denn bei KI geht es längst nicht nur um Rechenleistung. Stromverbrauch, Kühlung, verfügbare Kapazitäten und Kosten pro Anfrage werden immer wichtiger.

Die Idee hinter Frozen ist besonders interessant: Ein Teil des KI Modells soll dauerhaft direkt in das Silizium integriert werden. Der Chip wäre also nicht möglichst universell einsetzbar, sondern auf eine konkrete Aufgabe spezialisiert. Genau diese Spezialisierung kann die enorme Effizienz ermöglichen.

Frozen soll voraussichtlich ab 2028 zum Einsatz kommen. Er ersetzt nicht Alphabets bestehende TPUs, sondern ergänzt sie. TPUs sind Googles spezialisierte Chips für KI Anwendungen. Mit Frozen würde Alphabet seine eigene Infrastruktur weiter ausbauen und sich noch unabhängiger von externen Hardwarelieferanten machen.

Kapazität bleibt ein Engpass

Dass Alphabet an solchen Lösungen arbeitet, zeigt auch, wie hoch der Bedarf an KI Rechenleistung weiterhin ist. Google musste wegen begrenzter Kapazitäten offenbar bereits Aufträge ablehnen. Das passt nicht wirklich zu der Erzählung, dass die KI Blase unmittelbar platzen müsse. Vielmehr kämpfen die großen Plattformen weiterhin darum, genug Rechenkapazität bereitzustellen.

Alphabet ist dabei in einer starken Position. Google Cloud wächst kräftig und arbeitet inzwischen mit hohen Margen. Gleichzeitig bleibt die Google Suche ein extrem wichtiges Fundament. KI wird dort immer stärker integriert, etwa über direkte Antworten und zusätzliche Informationen in den Suchergebnissen. Auch bei Finanzdaten und Aktieninformationen wird die Suche zunehmend umfangreicher.

Die Google Suche ist damit keineswegs erledigt. Alphabet investiert weiter massiv, um die eigene Position im KI Zeitalter zu sichern und die Suchmaschine stärker mit neuen KI Funktionen zu verbinden.

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Kimi K3 und die Frage nach den Milliardeninvestitionen

Eine weitere spannende Entwicklung kommt aus China. Das Open Source Modell Kimi K3 von Moonshot AI soll mit deutlich weniger Ressourcen Ergebnisse erreichen, die mit den führenden Modellen von Anthropic oder OpenAI konkurrieren können. Selbst Microsoft soll das Modell intern für mögliche Copilot Anwendungen testen.

Das erinnert an den DeepSeek Moment: Plötzlich tauchen Modelle auf, die wesentlich kostengünstiger arbeiten und dennoch sehr starke Ergebnisse liefern. Für das gesamte KI Ökosystem kann das positiv sein. Günstigere Modelle machen KI für mehr Unternehmen und Anwendungen zugänglich.

Für die Konzerne, die Milliarden in das Training eigener Spitzenmodelle stecken, ist diese Entwicklung allerdings nicht nur positiv. Wenn ähnliche Qualität deutlich günstiger verfügbar wird, steigt der Preisdruck. Besonders relevant wird dann die Frage, wie stark sich die riesigen Ausgaben für Training, Rechenzentren und Infrastruktur wirklich monetarisieren lassen.

Hinzu kommt, dass sich Modelle über sogenannte Destillation weiterentwickeln können. Dabei werden leistungsfähige Modelle genutzt, um andere Modelle mit ähnlichen Fähigkeiten effizienter zu trainieren. Das kann die Geschwindigkeit erhöhen, mit der neue Konkurrenz entsteht.

Gerade bei komplexen KI Anfragen können die Kosten erheblich sein. Hochwertige Modelle sind oft teuer, vor allem wenn lange oder aufwendige Aufgaben mehrfach korrigiert und neu berechnet werden müssen. Deshalb wird Effizienz in den kommenden Jahren wahrscheinlich genauso wichtig wie reine Modellqualität.

Danaher: Prognose angehoben, Aktie trotzdem deutlich im Minus

Der Quartalsbericht von Danaher zeigt sehr gut, wie unerbittlich der Markt derzeit reagiert. Das Unternehmen präsentierte auf den ersten Blick durchaus ordentliche Zahlen. Der Umsatz stieg im Jahresvergleich um 5,5 Prozent auf 6,3 Milliarden US Dollar. Das bereinigte Ergebnis je Aktie lag bei 1,94 US Dollar und damit rund 8 Prozent über dem Vorjahreswert.

Auch die Prognose wurde angehoben. Beim bereinigten Ergebnis je Aktie lag die neue Erwartung bei etwa 8,45 bis 8,60 US Dollar. Analysten hatten ungefähr 8,50 US Dollar erwartet. Der Kernumsatz soll um 3 bis 4 Prozent wachsen.

Eigentlich also kein Bericht, der eine heftige negative Reaktion zwingend erwarten lässt. Trotzdem verlor die Aktie zeitweise rund 10 bis 11 Prozent. Der Knackpunkt lag offenbar im Diagnostikbereich, der deutlich unter den Erwartungen lag. Diese Sparte lag etwa 21 Prozent unter dem Konsens.

Das zog auch andere Labor und Diagnostikwerte mit nach unten, darunter Sartorius und Thermo Fisher. Der Markt wertete die schwächere Entwicklung offenbar nicht nur als unternehmensspezifisches Thema, sondern als mögliches Signal für den gesamten Bereich.

Als langfristiger Aktionär kann man das aber auch pragmatischer sehen: Wenn Umsatz, Gewinn und Prognose insgesamt stimmen, ist es nicht entscheidend, aus welcher Sparte jeder einzelne Dollar kommt. Problematisch wäre es eher, wenn ein Einmaleffekt die Zahlen geschönt hätte oder wenn sich das operative Gesamtbild eintrüben würde. Danach sieht es auf Basis der angehobenen Prognose zunächst nicht aus.

MSCI: Minimale Verfehlung genügt für einen Kursrutsch

Bei MSCI war die Lage ähnlich. Operativ zeigte das Unternehmen weiter solides Wachstum. Die Operating Revenues stiegen um mehr als 12 Prozent, das organische Umsatzwachstum lag bei 12,2 Prozent. Der Nettogewinn erhöhte sich um 12,6 Prozent.

Besonders stark war die Entwicklung beim Operating Income. Dieser Wert stieg um 14,6 Prozent, während sich die operative Marge von 55 auf 56,2 Prozent verbesserte. Das verwässerte Ergebnis je Aktie legte sogar um knapp 20 Prozent auf 4,69 US Dollar zu.

Das sind für sich genommen starke Werte. Dennoch reagierte die Aktie deutlich negativ, teilweise mit einem Rückgang um rund 10 Prozent. Der Grund dürfte darin liegen, dass einzelne Kennzahlen minimal unter den Erwartungen lagen und die operativen Ausgaben künftig etwas höher ausfallen sollen als zuvor gedacht.

Nach der zuvor guten Entwicklung im Finanzsektor hatte der Markt offenbar auf mehr gehofft. Auch starke Zahlen von BlackRock könnten die Erwartungshaltung erhöht haben. Wenn dann keine positive Überraschung kommt, wird eine Aktie aktuell schnell abgestraft.

Fazit: Der Markt verlangt Beweise, keine Geschichten

Die Lage an der Börse bleibt anspruchsvoll. KI Infrastruktur ist weiterhin ein riesiges Thema, aber die einfache Phase der fast automatischen Kursgewinne scheint vorbei zu sein. Nvidia bleibt klarer Marktführer, doch AMD, Microsoft, Alphabet und andere arbeiten sichtbar daran, die Abhängigkeit vom Marktführer zu reduzieren.

Im Softwaresektor wächst der Druck, die KI Fantasie in messbares Wachstum zu übersetzen. Unternehmen wie Salesforce, Adobe, Workday oder ServiceNow müssen zeigen, dass neue KI Angebote nicht nur spannend klingen, sondern das Geschäft nachhaltig beschleunigen.

Und bei der Berichtssaison gilt aktuell mehr denn je: Solide Zahlen können zu wenig sein, wenn der Markt auf eine starke Überraschung gehofft hat. Danaher und MSCI haben genau das erlebt. Für langfristige Anleger ist deshalb ein nüchterner Blick auf Umsatzwachstum, Margen, Cashflows und Prognosen wichtiger als jede kurzfristige rote oder grüne Kerze.

Der Markt ist derzeit extrem selektiv. Wer liefert, kann belohnt werden. Wer nur minimal hinter den hochgesteckten Erwartungen zurückbleibt, wird gnadenlos abgestraft.

Offenlegung wegen möglicher Interessenkonflikte

Der Autor ist in den folgenden besprochenen Wertpapieren bzw. Basiswerten zum Zeitpunkt der Veröffentlichung dieser Analyse investiert: ServiceNow.

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