Alles klar auf dem sinkenden Schiff!
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- SMIKursstand: 8.683,05 Pkt (Schweizer Börse (SIX)) - Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung
Genf (GodmodeTrader.de) - Das Jahr begann an der Börse wirklich sehr gut, da gibt es keinen Zweifel. Paradoxerweise lässt uns dies jedoch mehr Zeit zu überlegen, was in den kommenden Monaten schieflaufen könnte. Gründe zur Sorge gibt es genug. Die meisten Anlageklassen weisen historisch hohe Bewertungen auf, wie Fabrizio Quirighetti, Head of Multi-Asset Team und CIO of SYZ Asset Management, in einem aktuellen Marktkommentar schreibt.
Beispiele, die Sorgen bereiteten, seien die Zukunft der Eurozone, der politische Zirkus vom US-Präsidenten Trump, wiederkehrende Enttäuschungen in Sachen Konjunkturwachstum – wenn das aktuelle Reflationsumfeld erneut einfallen sollte – ein wiederholtes Aufkommen des Inflationsrisikos und eine (ungerechtfertigte oder unerwartete) Straffung der Geldpolitik durch die US-Notenbank Fed, heißt es weiter.
„Und die amerikanischen Staatsanleihen spielen verrückt! Es ist schon überraschend, dass angesichts einer eher aggressiven Haltung der Fed-Vorsitzenden Janet Yellen gegenüber dem amerikanischen Senat und alle Erwartungen übertreffender Inflationszahlen sowie einer sich daraufhin beschleunigenden US-Industrie, die Reaktionen ausblieben. Entweder hat der Anleihenmarkt bereits einen Großteil der Konjunkturaufhellung sowie deren Auswirkung auf die Geldpolitik der Fed eingepreist, was gut möglich ist, wenn man die extrem negative Haltung der Spekulanten gegenüber diesen Instrumenten berücksichtigt. Oder die Märkte legen eine gewisse Gefälligkeit oder Blindheit an den Tag“, so Quirighetti.
Gleichzeitig gebe es allerdings nicht mehr allzu viele Vermögenswerte, die für die Portfolios als Fallschirm genutzt werden könnten und deren Bewertungen in den vergangenen Monaten an Attraktivität gewonnen hätten – insbesondere bei sich sprunghaft entwickelnden Börsen. Der zusätzliche Mehrwert der amerikanischen Treasury Bonds habe sich mit Hinsicht auf die risikobereinigte Rendite in einem ausgewogenen Portfolio weitreichend verbessert. Anleger könnten also insbesondere bei rein quantitativen Fonds, weiter risikobehaftete Vermögenswerte (Aktien, Hochzinsanleihen, Schwellenländerwährungen) anhäuften und die Volatilität ihrer Portfolios durch zahlreiche dieser Anleihen verringerten. Einfach magisch, nicht wahr? Allerdings nur, bis die Volatilität einer der großen Anlageklassen oder die Korrelation unter ihnen deutlich umschwenke. Denn mit der Zeit werde diese Mischung größer und instabiler, heißt es weiter.
„Es mag noch zu früh sein, um sich Sorgen zu machen: Die Inflation scheint noch nicht Einzug zu halten, die Wirtschaft zeigt keine Anzeichen einer Abschwächung und der erste Wahlgang der Präsidentschaftswahlen in Frankreich ist voraussichtlich erst in eineinhalb Monaten. Wir bleiben vorsichtig. Für Wagemutige hier aber noch ein paar Weisheiten: ‚Bäume wachsen nicht bis in den Himmel‘, ‚Es ist noch niemand daran gestorben, zu früh zu verkaufen‘ und mein Liebling: ‚Wenn in Panik verfallen, dann als erster‘“, so Quirighetti.
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