17 Cent weniger pro Liter: Deutschland bekommt den Tankrabatt zurück
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Jetzt wird Tanken in Deutschland wieder staatlich verbilligt. Bund und Länder haben sich angesichts der extrem hohen Spritpreise auf ein neues Entlastungspaket verständigt. Ab 1. Oktober soll die Energiesteuer auf Benzin und Diesel um 14 Cent je Liter sinken. Weil dadurch gleichzeitig weniger Mehrwertsteuer anfällt, ergibt sich an der Zapfsäule rechnerisch eine Entlastung von rund 17 Cent je Liter. Die Regelung soll zunächst bis Ende Dezember gelten.
Super kostet derzeit im bundesweiten Durchschnitt rund 2,37 Euro, Diesel sogar 2,47 Euro je Liter. Vor Beginn des Irankriegs lagen die Preise noch bei etwa 1,83 beziehungsweise 1,75 Euro. Ölpreisanstieg, beschädigte Pipelines in Saudi Arabien und die Spannungen an wichtigen Transportwegen haben den Markt massiv verteuert.
Und der Tankrabatt ist nur Teil eins. Zusätzlich soll ein Spritpreisdeckel spätestens zum 1. Januar 2027 kommen. Anders als beim Tankrabatt würde der Staat damit nicht einfach die Steuer senken, sondern einen maximal zulässigen Kraftstoffpreis festlegen. Dieser soll sich unter anderem am Ölpreis, Transport und Vertriebskosten sowie einer Händlermarge orientieren. Wie genau dieser Mechanismus aussehen wird, ist allerdings noch offen.
Das gesamte Paket soll Bürger und Unternehmen um rund 2,5 Milliarden Euro entlasten, davon übernehmen die Länder rund 1,25 Milliarden Euro. Wichtig: 17 Cent Steuerentlastung bedeuten nicht zwangsläufig, dass jede Tankstelle ihren Preis exakt um 17 Cent senkt. Der tatsächliche Zapfsäulenpreis bleibt zusätzlich von Rohöl, Raffineriemargen, Transport, Wettbewerb und der Preisstrategie der Tankstellen abhängig. Beim vergleichbaren Tankrabatt im Mai und Juni kam die Steuersenkung laut Bundeskartellamt und Monopolkommission allerdings weitgehend bei den Verbrauchern an.
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