Zwischen Zinssignalen, Urteilen und neuen Bitcoin-Narrativen: Eine Woche, die vieles veränderte
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Parallel dazu fällte die US-Justiz ein historisches Urteil gegen den Terra-Gründer Do Kwon, ein weiterer Meilenstein in der Aufarbeitung des Krypto-Booms der vergangenen Jahre. Und auch ein lange als ehernes Gesetz geltender Grundpfeiler des Bitcoin-Marktes gerät zunehmend ins Wanken: der berühmte Vier-Jahres-Zyklus.
Zwischen geldpolitischer Realität, regulatorischer Härte und strategischen Weichenstellungen großer Marktakteure zeigt sich einmal mehr, wie stark sich der Kryptomarkt im Jahr 2025 verändert hat. Institutionen prägen die Kursbewegungen, politische Signale sorgen für Irritationen und prominente Investoren stellen alte Denkmuster infrage. Ein Überblick über die wichtigsten Ereignisse der Woche und warum sie zusammen betrachtet ein neues Kapitel für Bitcoin und Co. einläuten könnten.
FED-Zinsentscheid: Hoffnung auf Lockerung – Ernüchterung an den Märkten
Das zentrale Thema der Woche war ohne Zweifel der Zinsentscheid der US-Notenbank. Die FED senkte die Leitzinsen erneut, ein Schritt, der auf den ersten Blick als positives Signal für Risikoassets wie Aktien und Bitcoin gewertet werden könnte. Doch die Reaktion am Kryptomarkt fiel verhalten aus. Bitcoin zeigte Schwäche statt Stärke.
Der Grund dafür lag weniger in der Zinssenkung selbst als vielmehr im Ton der begleitenden Pressekonferenz. Jerome Powell machte deutlich, dass die FED weiterhin datenabhängig agieren werde und ein schneller, aggressiver Zinssenkungszyklus nicht zu erwarten sei. Gleichzeitig mahnten aktuelle Marktdaten zur Vorsicht: Historische Vergleiche zeigen, dass erste Zinssenkungen nicht selten in wirtschaftlich angespannte Phasen fallen und sich im Nachhinein als Bullenfalle entpuppen können.
Für Bitcoin bedeutet das: Die erhoffte Liquiditätsrally blieb aus, während Investoren zunehmend realisieren, dass geldpolitische Unterstützung allein keine Garantie für steigende Kurse ist. Die Unsicherheit über Konjunktur, Inflation und weitere Schritte der FED bleibt damit ein belastender Faktor.
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Urteil gegen Do Kwon: Das Ende eines Krypto-Traums
Ein weiteres dominantes Thema war das Urteil gegen Do Kwon, den Gründer des gescheiterten Terra-Ökosystems. Ein US-Gericht verurteilte ihn zu 15 Jahren Haft. Ein deutliches Signal der Justiz an die gesamte Branche.
Terra Luna galt einst als eines der ambitioniertesten Krypto-Projekte. Herzstück war der algorithmische Stablecoin UST, der seinen Dollar-Peg ohne klassische Sicherheiten halten sollte, unterstützt durch den nativen Token LUNA. Im Jahr 2022 brach dieses Konstrukt innerhalb weniger Tage zusammen und löste eine der größten Kettenreaktionen in der Geschichte des Kryptomarktes aus. Milliarden an Anlegergeldern wurden vernichtet, zahlreiche Folgepleiten prägten den anschließenden Bärenmarkt.
Das Urteil gegen Do Kwon steht symbolisch für das Ende einer Ära unregulierter Experimente und markiert zugleich den Versuch, Verantwortlichkeiten klar zu benennen. Für den Markt ist es ein weiterer Schritt in Richtung Reife. Auch wenn er schmerzhaft ist.
Donald Trump und Bitcoin: Ein auffälliges Schweigen
Politisch sorgte diese Woche ebenfalls für Diskussionen. In einem neuen US-Strategiepapier ließ Donald Trump Bitcoin außen vor. Während frühere Aussagen durchaus offen gegenüber Kryptowährungen klangen, fehlte in diesem Dokument jede konkrete Erwähnung von Bitcoin oder einer strategischen Einbindung digitaler Assets.
Das sorgt für Unsicherheit, insbesondere mit Blick auf den Wahlkampf und mögliche wirtschaftspolitische Weichenstellungen. Für den Markt ist klar: Politische Unterstützung ist kein Selbstläufer. Bitcoin bleibt zwar global relevant, doch nationale Strategien könnten künftig stärker differenzieren. Ein Risiko, aber auch eine Chance für andere Jurisdiktionen.

Strategy kauft nach: Langfristiges Vertrauen trotz Marktschwäche
Ein starkes Kontrastsignal setzte Strategy (ehemals MicroStrategy). Das Unternehmen nutzte die jüngste Marktschwäche und kaufte weitere 10.624 Bitcoin. Damit unterstreicht CEO Michael Saylor einmal mehr seine langfristige Überzeugung, dass Bitcoin digitales Wertaufbewahrungsmittel Nummer eins bleibt.
Der Kauf zeigt, wie unterschiedlich Marktteilnehmer die aktuelle Lage bewerten. Während kurzfristig orientierte Investoren zögern, nutzen institutionelle Akteure Rücksetzer gezielt zum Aufbau oder Ausbau von Positionen. Strategy bleibt damit ein Gradmesser für langfristiges institutionelles Vertrauen in Bitcoin.

Das Ende des Vier-Jahres-Zyklus?
Für besonders viel Diskussionsstoff sorgte Cathie Wood. Die Starinvestorin ist überzeugt, dass der klassische Vier-Jahres-Zyklus von Bitcoin (geprägt durch Halvings und wiederkehrende Bullen- und Bärenmärkte) zunehmend an Bedeutung verliert. Der Grund: der wachsende Einfluss institutioneller Investoren, ETFs und makroökonomischer Faktoren.
Bitcoin entwickle sich immer stärker zu einem globalen Makro-Asset, dessen Kursverlauf weniger vorhersehbar und stärker mit Liquidität, Zinsen und geopolitischen Entwicklungen verknüpft sei. Diese These stellt ein zentrales Narrativ der Krypto-Szene infrage.
Eine Woche der Weichenstellungen
Ob Geldpolitik, Rechtsprechung oder Marktstruktur… die vergangene Woche hat gezeigt, dass Bitcoin und der Kryptomarkt an einem Wendepunkt stehen. Alte Gewissheiten bröckeln, neue Akteure setzen Akzente und die Einflüsse von außen werden immer stärker. Lassen wir uns überraschen, was uns noch in den letzten verbliebenen Tagen dieses Jahres erwartet.
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