Wird 2026 das Jahr der Nebenwerte? Diese Aktien haben Nachholpotential
- Lesezeichen für Artikel anlegen
- Artikel Url in die Zwischenablage kopieren
- Artikel per Mail weiterleiten
- Artikel auf X teilen
- Artikel auf WhatsApp teilen
- Ausdrucken oder als PDF speichern
Erwähnte Instrumente
- VerkaufenKaufen
- VerkaufenKaufen
Die Aktienmärkte zeigen sich auch zum Start ins neue Jahr sehr solide, wenn auch äußerst volatil. Der Dax konnte auf neue Höchststände ausbrechen und blickt auf eine Performance seit Jahresbeginn von starken 3,11%. Die Technologiewert in den USA leiden aktuell etwas unter einer Sektorrotation hin zur „Old Economy“. Diese Verschiebung von Kapital wurde auch durch den starken Ölsektor angefacht, der im Zuge der Venezuela-Krise an Fahrt aufgenommen hat. Dementsprechend konnte der Nasdaq100 in diesem Jahr erst 0,95 % zulegen, wohingegen der Dow Jones bei einem Plus von 2,91 % steht.
Was jedoch unbedingt Beachtung finden sollte, ist die Tatsache, dass auch Nebenwerte (Smallcaps) in diesem Jahr aus dem Tiefschlaf der letzten Jahre wieder erwachen könnten. In den ersten Tagen des neuen Jahres konnte der Russel2000 über 5 % zulegen. Auch der MDAX (+4,7 %) und der SDAX (+5,3% YTD) konnten bislang überzeugen.
SAP – KI sorgt für Abwertung
Der von der Gewichtung her größte Dax-Wert SAP, gehört zwar nicht zu den Smallcaps, die wir eben angesprochen haben, allerdings hat auch der deutsche Software-Gigant keine einfachen Monate hinter sich. Im Zuge der fortschreitenden Entwicklung von Künstlicher Intelligenz wurden hierzulande und auch in den USA Software-Aktien massiv abgestraft. Bei SAP könnte die Sorge jedoch kurz- bis mittelfristig unbegründet oder zumindest übertrieben sein, denn die Software ist in vielen Unternehmen tief integriert und wird sehr wahrscheinlich nicht von heute auf morgen ersetzt. Zumal SAP natürlich auch an KI-Software arbeitet.
Chart
Aktuell kämpft SAP mit der 50-Tagelinie und einer Widerstandszone zwischen 210 und 215,60 EUR. Die Aktie hat am Freitag, den 9. Januar, genau am SMA 50 geschlossen. Bei weiterer Stärke am nächsten Handelstag, könnte man hier einsteigen.
Long bei weiterer Stärke zum Opening am Montag – Stop unter dem Tagestief von Freitag (206 EUR) oder spätestens unter 200 EUR – Ziele bei 230 und 242 EUR. Das vorgestellte Szenario ließe sich auch mit einem K.O.-Zertifikat der HSBC, WKN: HS3ZFR (2,91er Hebel) umsetzen.
Wie immer behalten wir bei Goldesel Premium alle Aktien für euch im Blick. So hatte Michael am 9. Januar bereits seine Einschätzung zu SAP abgegeben.
Werde einer von uns:
Goldesel Premium
- Einblick in alle Premium Trades & Depots
- Baue dir finanziellen Wohlstand auf durch exklusive Lerninhalte, Guides & Video-Kurse
- Monatliches Premiumabo
Amadeus Fire – Ohne Personal kein Personaldienstleister
Der Personaldienstleister Amadeus Fire ist in unserer Goldesel Premium-Community schön seit längerer Zeit unter strenger Beobachtung. Die Aktie leidet wie auch viele Software-Aktien unter der Angst, dass mit fortschreitender KI-Integration auch die Personallösungen des deutschen Mittelständlers nicht mehr so relevant sein könnten. Denn eins ist klar: Wenn zukünftig mehr Personal eingespart wird, ist auch die operative Entwicklung von Personaldienstleistern anfällig. Möglicherweise ist diese Sorge jedoch etwas übertrieben und wenn sie sich bewahrheiten sollte, dann dürfte sich der Prozess wohl noch etwas hinziehen.
Chart
Der Abwärtstrend von Amadeus Fire ist jenseits von Gut und Böse. Die Aktie stand Ende 2021 bei über 200 EUR und hat damit knapp 80 % an Wert verloren. Zwischen 41 und 44 EUR scheint sich aber nun ein Boden gebildet zu haben, der mit weiterer Stärke in den Nebenwerten nach Norden aufgelöst werden könnte.
Long als Swingtrade bei Schlusskursen über 44 EUR mit Stop unter 41 EUR.
Lanxess – Old Economy vor Comeback?
Auch in Deutschland ist zu beobachten, dass in Branchen, die lange keinerlei Beachtung fanden, etwas Leben einkehrt – so auch im Chemiebereich. Nachdem in den letzten Tagen beispielsweise eine BASF schon etwas angezogen ist, könnte Lanxess hier als Nachzügler spannend werden. Die Aktie liegt noch komplett am Boden.
Chart
Lanxess liegt noch komplett am Boden, könnte aber bei einem Ausbruch über 18,20 EUR wieder Kurs auf den nächsten Widerstandsbereich bei etwa 21 EUR nehmen. Die 50-Tagelinie wurde am vergangenen Freitag bereits genommen.
Long über 18,20 EUR mit Stop unter der 50-Tagelinie bei aktuell 17,75 EUR – Ziel zunächst die runde 21 EUR-Marke. Das vorgestellte Szenario ließe sich auch mit einem K.O.-Zertifikat der DZ-Bank, WKN: DU47GZ (2,45er Hebel) umsetzen.
Carl Zeiss Meditec – Nachzügler bei Med-Tech
Carl Zeiss Meditec ist als Zulieferer im medizinischen Bereich insbesondere auf Augenheilkunde und Mikrochirurgie spezialisiert. Das Unternehmen hat im Vergleich zu einigen anderen Med-Tech-Aktien wie beispielsweise Sartorius noch Nachholpotential.
Chart
Bei Carl Zeiss ist von Erholung noch nicht viel zu sehen. Die Aktie ist zuletzt ein weiteres Mal an der 50-Tagelinie gescheitert. Für eine Trendwende, sollte diese Marke und das letzte Hoch bei etwa 43,70 EUR zunächst genommen werden. Hier könnte man eine Teilposition eröffnen. Richtig spannend wird die Aktie erst bei einem Ausbruch über 48,50 EUR.
Cloudflare – antizyklische Gelegenheit
Zum Abschluss noch eine Aktie aus den USA, die eher antizyklisch interessant ist. Cloudflare leidet aktuell etwas unter einer gewissen Sektorrotation in den USA. Während viele Aktien der „Old Economy“ aus dem Dow Jones einen guten Jahresstart erwischt haben, wurde aus einigen Tech-Aktien Geld abgezogen.
Chart
Bei Cloudflare sieht es aktuell nach einem Fehlausbruch über das letzte Allzeithoch aus. Die Aktie brach zuletzt über 223 USD aus, konnte den Ausbruch jedoch nicht verteidigen und befindet sich nun wieder in einer Unterstützungszone zwischen 178 und 185,50 USD. Die 200-Tagelinie ist am vergangenen Freitag allerdings gefallen. Sollte die Aktie diese Anfang kommender Woche wieder zurückerobern und eine positive Reaktion aus der Zone heraus zeigen, so könnte man die Aktie antizyklisch aufsammeln.
Long über 188,50 USD oder bei einem weiteren Rücklauf in Richtung 178,50 USD. Unter 178,50 USD würde ich der Aktie aber nur wenig Risikotoleranz einräumen. Erstes Ziel wäre der Widerstand um das alte Allzeithoch beginnend bei 210 USD. Das vorgestellte Szenario ließe sich auch mit einem K.O.-Zertifikat der HSBC, WKN: HT4LMR (2,69er Hebel) umsetzen.
Offenlegung wegen möglicher Interessenkonflikte
Der Autor ist in den folgenden besprochenen Wertpapieren bzw. Basiswerten zum Zeitpunkt der Veröffentlichung dieser Analyse investiert: Cloudflare.
Transparenzhinweis: Die im Artikel vorgestellten Derivate werden durch die Redaktion ausgesucht. Wir arbeiten aber mit ausgewählten Emittenten zusammen, die mit der Goldesel Trading & Investing GmbH in einer Geschäftsbeziehung stehen. Bitte beachten Sie: Der Handel mit Derivaten ist mit einem erheblichen Risiko verbunden und kann unter Umständen zum Totalverlust des eingesetzten Kapitals führen.
