Analyse
07:08 Uhr, 19.07.2024

Wie schlimm steht es um SARTORIUS?

Die Gewinnwarnung, von der alle Welt wusste, ist endlich da. Sartorius hat aufgrund schwacher Nachfrage gestern Abend seine Prognose für das Gesamtjahr nach unten gesetzt.

Erwähnte Instrumente

  • Sartorius AG
    ISIN: DE0007165631Kopiert
    Kursstand: 246,700 € (XETRA) - Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung
    VerkaufenKaufen
  • Sartorius AG - WKN: 716563 - ISIN: DE0007165631 - Kurs: 246,700 € (XETRA)

Im ersten Halbjahr lag der Umsatz bei 1,68 Mrd. EUR, um 2,2 % unter dem Vorjahr, wobei das zweite Quartal isoliert bereits wieder ein leichtes Wachstum von 3,6 % beisteuerte. Das operative EBITDA verringerte sich um 8,8 % auf 471 Mio. EUR. Was wirklich interessiert, ist aber vor allem der Ausblick.

Erneutes Kursminus?

Die Life-Science-Industrie zeigt ein uneinheitliches Bild und noch kein stabiles, positives Momentum, führt Sartorius aus. Teilweise hat sich die Nachfrage normalisiert, in anderen Produktbereichen aber bauen Kunden immer noch Lagerbestände ab.


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Der Umsatz von Sartorius soll im Gesamtjahr vor diesem Hintergrund jetzt nur noch auf Vorjahresniveau liegen. Die Bandbreite wird auf einen niedrig einstelligen Rückgang bis niedrig einstelliges Wachstum korrigiert (zuvor: Umsatzzuwachs im mittleren bis oberen einstelligen Bereich). Die operative EBITDA-Marge soll zwischen 27 % und 29 % liegen (zuvor: etwas über 30 %).

Beim Umsatz liegen Analysten derzeit noch bei einem Wachstum von rund 4 %. Diese Kennzahl muss also nur moderat nach unten korrigiert werden. Bei der EBITDA-Marge liegt die Erwartung derzeit im Schnitt bei 29,4 %. Hier ist demnach ebenfalls eine Korrektur von rund 1 Prozentpunkt vorzunehmen. Der dynamische Verschuldungsgrad wird zum Jahresende bei 4 (zuvor 3) erwartet. Immerhin: Der Auftragseingang lag im ersten Halbjahr wechselkursbereinigt um 8,5 % über dem Vorjahr und summierte sich auf 1,558 Mrd. EUR.

JPMorgan erwartet auf die Senkung der Ziele eine negative Kursreaktion von mindestens 10 %. Der Konsens muss weiter sinken. Die UBS spricht von einer im Juni ausgebliebenen Geschäftsbelebung und einem schwer berechenbaren Geschäft im Equipment-Bereich.

Fazit: Sartorius betont heute erneut, wie aussichtsreich und wachstumsstark die adressierten Märkte auf mittlere Sicht bleiben. Das mag so stimmen, dennoch ist die heutige Warnung wieder mal ein Wermutstropfen. Ob die Aktie jetzt 10 % verlieren muss, um diese Gewinnwarnung abzubilden, lasse ich einmal dahingestellt. Die Schätzung für das EBITDA muss um etwa 6 % bis 8 % sinken. Langfristig orientierte Anleger können bei der Sartorius-Stammaktie einen vorsichtigen Positionsaufbau in mehreren Tranchen in Betracht ziehen. Trader warten zunächst noch ab.

Weitere Analysen & News zur Aktie unserer Redaktion findest Du hier.

Jahr 2023 2024e* 2025e*
Umsatz in Mrd. EUR 3,40 3,53 3,92
Ergebnis je Aktie in EUR 4,95 4,91 6,25
KGV 48 49 38
Dividende je Aktie in EUR 0,74 0,87 1,08
Dividendenrendite 0,31% 0,36% 0,45%

*e = erwartet, Berechnungen basieren bei
US-Unternehmen auf Non-GAAP-Daten

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Über den Experten

Sascha Gebhard
Sascha Gebhard
Redakteur

Sascha Gebhard hat nach einer klassischen Ausbildung zum Bankkaufmann im Laufe der Jahre bei verschiedenen Banken gearbeitet. Er absolvierte neben dem Beruf die Studiengänge zum Diplom-Betriebswirt (VWA) sowie den Finanz- und Investment Ökonom (VWA). Von 2008 bis 2016 war er als Eigenhändler auf eigene Rechnung an den Finanzmärkten aktiv. Weiterhin publizierte er für verschiedene Finanzverlage und schrieb zahlreiche Fachartikel rund um das Thema Börse. Die in den jeweiligen Diensten geführten Realgeld- sowie Musterdepots konnte stets überdurchschnittliche Renditen erwirtschaften. Sein Steckenpferd ist seit jeher der deutsche Aktienmarkt, wo er bestens vernetzt ist, und eine Vielzahl an Unternehmen bereits seit mehr als 15 Jahren aktiv verfolgt. Seit 2022 ist Sascha Gebhard fester Bestandteil des Redaktionsteams von stock3. Im Premium-Service Trademate betreut er das Depot "Deutsche Aktien".

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