Fundamentale Nachricht

Wie geht es mit Russland weiter?

Nachdem zu Jahresbeginn noch ein Anstieg des russischen BIPs von knapp 2,0 Prozent erwartet worden war, gehen die Experten von Natixis Asset Management nun nur noch von einem Zuwachs von 0,5 bis 1,0 Prozent aus.

Frankfurt/Boston (BoerseGo.de) – Das volkswirtschaftliche Umfeld in Russland hatte sich bereits vor dem Ausbruch des politischen Konflikts mit der Ukraine eingetrübt. Zu Beginn dieses Jahres war man von einem BIP-Wachstum von knapp 2,0 Prozent ausgegangen, wie Matthieu Belondrade, Head of Global Emerging Markets Equities Natixis Asset Management, im Halbjahresbericht 2014 schreibt.

„Inzwischen erwarten wir aber ein BIP-Wachstum von lediglich 0,5 bis 1,0 Prozent – und dabei bestehen durchaus noch Rückschlagrisiken“, so Belondrade. Schließlich ließen sich die Folgen der diplomatischen Krise und Auswirkungen auf die Investitionen sowie das Verbrauchervertrauen derzeit noch nicht abschätzen. Allerdings machten die zuletzt wieder stabileren Rohstoffpreise, ein schwächerer Rubel sowie ein günstiges Bewertungsniveau diesen Markt vor allem für exportorientierte Unternehmen vergleichsweise attraktiv, heißt es weiter.

„Innerhalb der EMEA-Region halten wir die Märkte Mittel- und Osteuropas nach wie vor für die größten Nutznießer der Konjunkturerholung in Europa, die im zweiten Halbjahr 2013 eingesetzt hat. Der Euroraum – allen voran Deutschland – bleibt für die mittel- und osteuropäischen Staaten der wichtigste Handelspartner. Deshalb sind die so genannten CE3-Länder Polen, die Tschechische Republik und Ungarn optimal positioniert, um 2014 und 2015 von der sich wieder erholenden Wirtschaft in Europa zu profitieren“, so Belondrade.

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Über den Experten

Tomke Hansmann
Tomke Hansmann
Redakteurin

Nach ihrem Studium und einer anschließenden journalistischen Ausbildung arbeitet Tomke Hansmann seit dem Jahr 2000 im Umfeld Börse, zunächst als Online-Wirtschaftsredakteurin. Nach einem kurzen Abstecher in den Printjournalismus bei einer Medien-/PR-Agentur war sie von 2004 bis 2010 als Devisenanalystin im Research bei einer Wertpapierhandelsbank beschäftigt. Seitdem ist Tomke Hansmann freiberuflich als Wirtschafts- und Börsenjournalistin für Online-Medien tätig. Ihre Schwerpunkte sind Marktberichte und -kommentare sowie News und Analysen (fundamental und charttechnisch) zu Devisen, Rohstoffen und US-Aktien.

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