Kommentar
13:25 Uhr, 21.06.2026

Wetten auf Politik sollen verboten werden – doch Trump bleibt außen vor

Ein republikanischer Abgeordneter will Kongressmitgliedern Wetten auf politische Ereignisse und Regierungsentscheidungen verbieten. Der Gesetzentwurf zielt auf Prognosemärkte wie Polymarket und Kalshi ab, lässt das Weiße Haus jedoch außen vor.

Ein republikanischer Abgeordneter aus Wisconsin will Mitgliedern des US-Kongresses den Handel mit bestimmten Prognosemärkten untersagen. Bryan Steil, Vorsitzender des Unterausschusses für digitale Vermögenswerte im Repräsentantenhaus, hat dazu den sogenannten Stop Lawmakers from Predicting Act eingebracht.

Der Gesetzesentwurf zielt auf Wetten zu politischen Ereignissen und Regierungsentscheidungen ab. Betroffen wären Kongressmitglieder, deren Ehepartner sowie unterhaltsberechtigte Kinder. Sie dürften auf Plattformen wie Kalshi oder Polymarket keine sogenannten Event Contracts mehr handeln, die sich auf politische Entwicklungen oder Wahlausgänge beziehen.

Strafen bei Verstößen vorgesehen

Wer gegen die Regelung verstößt, soll nach dem Entwurf eine Strafe von 2.000 US-Dollar oder zehn Prozent des Wetteinsatzes zahlen, je nachdem, welcher Betrag höher ausfällt. Das Verbot würde sich allerdings nicht auf die generelle Nutzung von Prognosemärkten erstrecken. Sportwetten blieben beispielsweise weiterhin erlaubt.

Untersagt wären ausschließlich Wetten auf Regierungspolitik, konkrete Regierungsmaßnahmen sowie politische Ergebnisse. Sollte das Gesetz beide Kammern des Kongresses passieren und vom Präsidenten unterzeichnet werden, würde es 180 Tage nach Inkrafttreten wirksam werden.

Debatte über Insiderwissen auf Prognosemärkten

Steils Vorstoß reiht sich in eine Reihe von Initiativen ein, mit denen US-Gesetzgeber mögliche Interessenkonflikte und die Nutzung von Insiderwissen auf Prognosemärkten verhindern wollen. Zusätzliche Aufmerksamkeit erhielt das Thema nach Berichten über einen Soldaten, der mit Wetten auf die Absetzung des venezolanischen Präsidenten Nicolás Maduro angeblich mehr als 400.000 US-Dollar verdient haben soll.

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Auffällig ist, dass der Gesetzentwurf nicht für Mitarbeiter des Weißen Hauses gelten würde. Weder US-Präsident Donald Trump noch Vizepräsident JD Vance werden darin erwähnt.

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