Analyse
17:12 Uhr, 30.12.2025

Welle großer Börsengänge 2026: Größtes IPO-Jahr für KI-Unternehmen?!

Die nächste KI-Welle rollt an die Börse: Von OpenAI über Anthropic bis zu Perplexity und Co. wachsen Umsätze in dreistellige Millionenhöhe, 2026 könnte zum entscheidenden IPO-Jahr für KI-Start-ups werden.

Der IPO Markt steht vor einem Paradigmenwechsel. Unternehmen gehen heute nicht mehr früh, sondern spät und extrem groß an die Börse. Der Median des erwarteten Umsatzes 12 Monate nach dem Börsengang ist innerhalb weniger Jahre von rund 380 Mio. $ auf fast 880 Mio. $ gestiegen. Das ist kein Zyklus, das ist eine strukturelle Verschiebung. Börsengänge werden vom Kapitalbeschaffungsevent zum Reifegradstempel für bereits dominante Plattformen.

Der Treiber heißt KI. Private Tech Firmen erreichen heute Umsatzdimensionen, die früher nur etablierte Börsenkonzerne kannten. Mehrere KI Champions liegen bereits über 1 Mrd. $ wiederkehrendem Jahresumsatz. Dazu zählen OpenAI, Anthropic, Databricks, xAI, Canva und Cursor. Eine zweite Liga überschreitet die Marke von 200 Mio. $ ARR, darunter Perplexity, ElevenLabs, Glean, Suno und Synthesia. Selbst Firmen mit erst wenigen Jahren Historie knacken die 100 Mio. $ ARR Schwelle und wachsen weiter mit 50 bis 200% pro Jahr.

(ARR = Annual Recurring Revenue, also jährlich wiederkehrender Umsatz aus Abos oder langfristigen Verträgen.​ Gemeint ist der berechenbare, planbare Umsatz, der jedes Jahr erneut zufließt, im Gegensatz zu einmaligen Lizenz- oder Projektzahlungen.)

Entscheidend ist die Qualität dieses Wachstums. KI ersetzt nicht nur Software, sondern menschliche Arbeitszeit. Budgets wandern aus Beratung, Marketing, Kundenservice, Medienproduktion und Verwaltung direkt in KI-Tools. Das Ergebnis sind extrem hohe Bruttomargen, geringe Grenzkosten und Umsatzsprünge ohne proportionalen Personalaufbau. Wachstum entkoppelt sich vom Headcount. Skalierung wird nahezu linear.

Private Kapitalmärkte halten diese Firmen länger von der Börse fern, weil Wachstum intern finanzierbar ist. Der Börsengang wird dadurch aufgeschoben, aber massiv aufgeladen. Wenn diese Unternehmen kommen, dann mit Milliardenumsätzen, globalen Kundenbasen und klarer Marktführerschaft. Risiko verlagert sich von der Bilanz in die Bewertung.

Die Konsequenz für Investoren ist eindeutig. Der nächste IPO Zyklus wird kleiner in der Anzahl, aber größer in der Substanz. Weniger Hype, mehr Cashflow. Weniger Vision, mehr Dominanz. KI sorgt dafür, dass die wertvollsten Firmen der nächsten Dekade bereits heute existieren, nur noch nicht börsennotiert sind. Wer glaubt, der große Tech Boom sei vorbei, schaut auf die falsche Bühne.

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