USA und China greifen Taiwans und Koreas Chipmacht an!
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- Taiwan Semiconductor Manufacturing (ADR) - WKN: 909800 - ISIN: US8740391003 - Kurs: 421,625 $ (NYSE)
- Samsung Electronics (GDR) - WKN: 896360 - ISIN: US7960508882 - Kurs: 3.640,000 € (L&S)
- SK Hynix (GDR) - WKN: A1JWRE - ISIN: US78392B1070 - Kurs: 874,000 € (L&S)
- SpaceX - WKN: A42D4F - ISIN: US84615Q1031 - Kurs: 148,105 $ (Nasdaq)
- Tesla Inc. - WKN: A1CX3T - ISIN: US88160R1014 - Kurs: 361,970 $ (Nasdaq)
Das strategische Dilemma für Südkoreas Speicherhersteller und Taiwans Foundries ... Samsung und SK Hynix verdienen heute massiv an den beiden größten Halbleitermärkten USA und China, der taiwanische Aktienmarkt ist nach Marktkapitalisierung mittlerweile der viertgrößte der Welt und Südkorea ist auf Platz 7 vorgerückt. Ihre Großkunden, USA und China, investieren aber auch Milliarden, um ihre Abhängigkeit von ausländischer Fertigung zu reduzieren.
Die USA bauen mit Micron eigene DRAM-Kapazitäten auf und holen gleichzeitig Taiwan Semiconductor (TSMC), Samsung und SK Hynix mit neuen Fabs und Packaging Anlagen ins Land, mit dem erklärten Ziel, bis 2030 rund 20% der modernsten Logic Chips selbst zu produzieren.
Das Handelsministerium China verfolgt dasselbe Ziel noch aggressiver: CXMT greift Samsung und SK Hynix bei DRAM an, expandiert inzwischen Richtung NAND, YMTC wächst bei Flash Speicher, und Peking erklärt technologische Selbstversorgung ausdrücklich zum nationalen Ziel.
Für Taiwan ist die Gefahr ähnlich: TSMC besitzt heute einen technologischen Burggraben, aber seine wichtigsten US-Kunden treiben zugleich die geografische Diversifizierung der Fertigung voran, weshalb TSMC allein in den USA inzwischen Investitionen von bis zu 265 Mrd. USD plant.
Die entscheidende Frage für Anleger lautet deshalb, ob sie dann noch denselben außergewöhnlich hohen Anteil an der globalen Wertschöpfung kontrollieren wie heute. Bisher konnten sich die Chipriesen beider Länder immer wieder neu erfinden und neu aufstellen und positionieren.
Mega-Zusammenarbeit zwischen SpaceX und Taiwan Semiconductor (TSMC). Konkret geht es um Musks „Terafab“ Projekt in Texas, das Chips für Tesla, SpaceX und xAI produzieren soll. Musk hat Anfang Oktober bestätigt, dass Gespräche mit TSMC laufen. Ursprünglich wurde darüber spekuliert, dass TSMC die Fabrik sogar bauen und betreiben könnte. Musk hat das inzwischen klar eingeschränkt. Terafab soll von seinen eigenen Unternehmen gebaut und betrieben werden, TSMC könnte lediglich einen Teil des Geländes beziehungsweise der Kapazitäten nutzen oder dort eigene Fertigung aufbauen.
Spannend ist, dass TSMC die Gespräche inzwischen selbst bestätigt hat. Gleichzeitig stellt der Konzern eine harte Bedingung: Wo TSMC produziert, will TSMC auch die operative Kontrolle behalten. Ein Modell, bei dem Musk die Fab kontrolliert und TSMC nur Technologie oder Personal liefert, passt damit offenbar nicht zur Strategie des Taiwan Konzerns.
Musk will seine Abhängigkeit von klassischen Auftragsfertigern langfristig reduzieren. Tesla braucht immer mehr KI-Chips für autonomes Fahren (FSD) und Optimus, xAI für seine Rechenzentren und SpaceX für Starlink, Satellitenkommunikation und künftig möglicherweise AI Computing im All. TrendForce berichtet bereits, dass TSMC und Samsung kleine Stückzahlen von KI-Chips für SpaceX beziehungsweise xAI bezogene Space Computing Anwendungen fertigen.
Damit entsteht ein interessantes Paradox. Musk möchte langfristig eigene Chipproduktion aufbauen, braucht für den Aufbau aber ausgerechnet TSMC, also den technologisch führenden Foundry Anbieter. Intel ist ebenfalls weiterhin in das Terafab Projekt eingebunden.
Für Anleger ist das deshalb hochinteressant. Sollte TSMC zusätzlich zu seinen bereits geplanten 265 Mrd. USD Investitionen in Arizona auch in Texas expandieren und dort Kapazitäten in unmittelbarer Nähe von Musk aufbauen, könnte daraus faktisch ein eigener US-Produktionscluster für Tesla, SpaceX und xAI entstehen. TSMC prüft unabhängig davon bereits einen neuen Texas Campus mit mehreren Fabriken und Investitionen im zweistelligen Milliardenbereich.
Musk versucht, vertikal immer weiter nach unten in die Halbleiterfertigung vorzudringen. TSMC könnte dabei zunächst Partner und Lieferant bleiben, während Musk parallel versucht, langfristig eigene Fertigungskompetenz aufzubauen. Genau das illustriert auch das strategische Risiko für Taiwan: Die größten Kunden brauchen TSMC heute dringender denn je, investieren gleichzeitig aber Milliarden, um in zehn Jahren weniger abhängig von TSMC zu sein.
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