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09:00 Uhr, 17.03.2026

ÜBERBLICK am Morgen/Konjunktur, Zentralbanken, Politik

Die wichtigsten Ereignisse und Meldungen zu Konjunktur, Zentralbanken, Politik aus dem Programm von Dow Jones Newswires

Australische Notenbank erhöht Zinsen erneut

Die australische Notenbank hat die Zinsen zum zweiten Mal in diesem Jahr erhöht. Wie die Reserve Bank of Australia (RBA) mitteilte, hat sie den Leitzins in einer knappen Entscheidung auf 4,10 Prozent von 3,85 Prozent angehoben. Anleger erwarten angesichts der hohen Inflation eine weitere Anhebung im Mai. "Der Rat ist zu dem Schluss gekommen, dass die Inflation wahrscheinlich noch einige Zeit über dem Zielwert bleiben wird und dass sich die Risiken weiter nach oben verschoben haben, einschließlich der Inflationserwartungen", so die RBA. "Es war daher angemessen, das Ziel für den Leitzins anzuheben."

RBA könnte bei anhaltenden Ölrisiken erneut straffen

Die erste aufeinanderfolgende Zinserhöhung der RBA seit 2023 unterstreicht nach Ansicht von Josh Gilbert von eToro den Ernst des Energieschocks im Nahen Osten. Die Entscheidung sei mit einer knappen Mehrheit von 5 zu 4 Stimmen im Board alles andere als einfach gewesen. "Dies ist eindeutig keine Zinserhöhung, die die RBA vornehmen wollte", schreibt Gilbert. Angesichts steigender Inflationsrisiken und kletternder Kraftstoffpreise sei die Notenbank jedoch in die Enge getrieben worden.

Haltung des BoJ-Gouverneurs zur Stagflation auf dem Prüfstand

Auch wenn allgemein erwartet wird, dass die Bank of Japan (BoJ) ihren Leitzins in dieser Woche unverändert lässt, dürfte die Haltung von Gouverneur Kazuo Ueda zu den erhöhten Stagflationsrisiken ein wichtiger Anhaltspunkt für die künftige Ausrichtung der Geldpolitik sein, meint die Strategin Naomi Muguruma von Mitsubishi UFJ Morgan Stanley Securities. "Es gibt wachsende Bedenken hinsichtlich des Risikos eines länger andauernden Konflikts im Iran, aber ich glaube, dass dies nicht zwangsläufig bedeutet, dass eine Zinserhöhung der BoJ deutlich nach hinten verschoben wird", sagt sie.

Trump verschiebt Gipfeltreffen mit chinesischem Präsidenten Xi

Die USA haben um eine Verschiebung des Gipfeltreffens mit dem chinesischen Präsidenten Xi Jinping gebeten. US-Präsident Donald Trump hatte eine Reise nach Peking vom 31. März bis zum 2. April geplant. "Wegen des Krieges möchte ich hier sein. Ich muss hier sein", sagte er am Montag im Weißen Haus. "Deshalb haben wir gebeten, dass wir es um etwa einen Monat verschieben." Er fügte hinzu: "Es ist sehr einfach. Wir haben einen laufenden Krieg", sagte er mit Blick auf dem Krieg im Iran. "Es könnte also sein, dass wir ihn ein wenig verschoben haben, nicht viel", sagte Trump.

Trump: Ölpreise werden nach Iran-Krieg wieder sinken

US-Präsident Donald Trump erwartet, dass die Ölpreise nach dem Ende des Iran-Kriegs "sehr sehr schnell" wieder sinken werden. "Viel wichtiger als kurzfristige oder sogar langfristige Ölpreise ist, dass man dem gewalttätigsten, bösartigsten Land der letzten 50 Jahre keine Atomwaffe überlassen darf", sagte Trump über den Iran. Die Ölpreise gaben am Montag leicht nach, da die Bemühungen zur Wiederherstellung der Öl-Verschiffung durch die Straße von Hormus intensiviert wurden. Die Futures für Brent-Rohöl, die internationale Referenzsorte, gaben nach, nachdem sie zuvor kurzzeitig die Marke von 106 US-Dollar pro Barrel überschritten hatten.

Trump: "Wir brauchen niemanden" für die Straße von Hormus

Die USA brauchen nach Aussage von US-Präsident Donald Trump keine Hilfe von Ländern, die ihnen in der Straße von Hormus helfen. Er bitte aber um Unterstützung, "weil ich herausfinden möchte, wie sie reagieren". "Wir brauchen niemanden. Wir sind die stärkste Nation der Welt. Wir haben das mit Abstand stärkste Militär der Welt", sagte Trump und wiederholte seine Kritik, dass die Mitglieder der Nato den USA nicht helfen würden, obwohl sie sich nach den Anschlägen vom 11. September 2001 einer Koalition angeschlossen hatten, um die USA in Afghanistan zu unterstützen.

Tanker vor der Küste der Emirate von Geschoss getroffen

Ein Tanker ist vor der Küste von Fujairah in den Vereinigten Arabischen Emiraten von einem unbekannten Geschoss getroffen worden, teilte das britische Maritime Trade Operations Center (UKMTO) mit. Das Schiff erlitt leichte Schäden, Verletzte wurden nicht gemeldet. Schiffe, die das Gebiet durchfahren, wurden zur Vorsicht gemahnt, was die anhaltenden Bedenken hinsichtlich der maritimen Sicherheit in den Gewässern nahe der Straße von Hormus unterstreicht. Das UKMTO teilte mit, dass sich der Vorfall etwa 23 Seemeilen östlich von Fujairah ereignete, dem Standort eines wichtigen Ölhandelszentrums, das außerhalb der Meerenge liegt.

Israel startet neue Angriffe auf Teheran und Beirut

Das israelische Militär hat nach eigenen Angaben am frühen Dienstagmorgen eine "groß angelegte Welle von Angriffen" gegen Regierungsinfrastruktur des Irans in ganz Teheran begonnen. Es teilte zudem mit, es habe neue Angriffe auf die Infrastruktur der Hisbollah in Beirut gestartet.

DJG/DJN/apo

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