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09:00 Uhr, 03.02.2026

ÜBERBLICK am Morgen/Konjunktur, Zentralbanken, Politik

Die wichtigsten Ereignisse und Meldungen zu Konjunktur, Zentralbanken, Politik aus dem Programm von Dow Jones Newswires

Trump drängt Republikaner zu schnellem Ende des Teil-Shutdowns

US-Präsident Donald Trump hat die Abgeordneten des Repräsentantenhauses aufgefordert, die parteiübergreifende Ausgabenvereinbarung zu unterstützen, die der Senat vergangene Woche verabschiedet hat. Er verlangte, politische Forderungen beiseite zu legen, um den teilweisen Regierungsstillstand schnell zu beenden. Der Sprecher des Repräsentantenhauses, Mike Johnson, versucht, das 1,2 Billionen US-Dollar schwere Paket, das große Teile der Bundesregierung bis zum Ende des Geschäftsjahres finanziert, das Heimatschutzministerium (DHS) jedoch nur für zwei Wochen, bereits am Dienstag zu verabschieden.

USA schließen Handelsabkommen mit Indien - Zölle sinken auf 18 Prozent

Die USA und Indien haben sich auf ein Handelsabkommen geeinigt. Die USA werden die reziproken Zölle auf Waren aus Indien auf 18 Prozent von bislang 25 Prozent reduzieren, wie US-Präsident Donald Trump auf Truth Social mitteilte. Neu-Delhi habe sich im Zuge der Vereinbarung außerdem verpflichtet, kein russisches Öl mehr zu kaufen. Die USA hatten vergangenes Jahr einen Zoll von 25 Prozent gegen Indien wegen dessen Käufen von russischem Öl verhängt - zusätzlich zu einem reziproken Zoll von 25 Prozent.

US-Handelsabkommen dürfte nominales BIP-Wachstum Indiens ankurbeln

Das nominale BIP-Wachstum Indiens im Geschäftsjahr 2027 dürfte durch die sofortige Senkung der US-Zölle einen Schub von 40 Basispunkten erhalten, meint Garima Kapoor von Elara Securities. Das Freihandelsabkommen mit der EU, sobald es vollständig in Kraft sei, und das US-Handelsabkommen dürften das nominale Wachstum mittelfristig um 60 Basispunkte erhöhen, so Kapoor. Indiens Zahlungsbilanzdefizit, das von Elara für das Geschäftsjahr 2027 auf 5 Milliarden US-Dollar prognostiziert werde, könnte sich ebenfalls verringern, schreibt sie in einer Research Note.

Markt sollte von Handelsabkommen USA-Indien keine Wunder erwarten

Der Markt sollte von dem Handelsabkommen zwischen den USA und Indien keine Wunder erwarten, meint Apurva Sheth von Samco Securities. Die Senkung der US-Zölle auf indische Waren auf 18 Prozent werde die gedrückte Stimmung wahrscheinlich deutlich aufhellen, da dies indischen Produkten ermöglichen werde, auf US-amerikanischem Boden zu konkurrieren, schreibt der Leiter für Marktperspektiven und Forschung in einer Research Note.

US-Arbeitsmarktdaten Januar wegen Shutdown verzögert

Die Veröffentlichung der für Freitag geplanten Arbeitsmarktdaten für Januar hat sich wegen des teilweisen Government Shutdowns verzögert. Wenn die Daten aber veröffentlicht werden, dürfte der Stellenaufbau bei robusten 135.000 liegen, nach 50.000 im Dezember, schreiben die Volkswirte der Citi. Ihre Prognose liegt über dem WSJ-Konsens von 55.000.

RBA erhöht Leitzinsen und signalisiert weitere Schritte

Die australische Notenbank hat die Zinsen erstmals seit Ende 2023 erhöht und zur Begründung auf eine Verschlechterung der Inflationsaussichten und einen breiten Wirtschaftsaufschwung in den vergangenen Quartalen verwiesen. Die Reserve Bank of Australia (RBA) hob den offiziellen Leitzins am Dienstag um 25 Basispunkte auf 3,85 Prozent an und machte damit die erst im August erfolgte Zinssenkung rückgängig - eine plötzliche Kehrtwende, nachdem ihre Inflationsprognosen nicht eingetroffen waren.

+++ Konjunkturdaten +++

Südkorea Verbraucherpreise Jan +2,0% (PROG: +2,1%) gg Vorjahr

Südkorea Verbraucherpreise Jan +0,4% (PROG: +0,5%) gg Vormonat

Südkorea Verbraucherpreise Kernrate Jan +2,0% gg Vorjahr, +0,5% gg Vormonat

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