MÄRKTE ASIEN/Risk on schiebt Nikkei auf Rekordhoch
- Lesezeichen für Artikel anlegen
- Artikel Url in die Zwischenablage kopieren
- Artikel per Mail weiterleiten
- Artikel auf X teilen
- Artikel auf WhatsApp teilen
- Ausdrucken oder als PDF speichern
Erwähnte Instrumente
- VerkaufenKaufen
DOW JONES--Nach dem Rücksetzer am Vortag infolge der Schwäche bei den Technologiewerten ist es an den asiatischen Aktienmärkten am Dienstag bereits wieder steil nach oben gegangen. Damit wurde die Delle vom Wochenstart mehr als ausgebügelt. Mit Blick auf die Vorgaben der Wall Street gingen die Investoren stärker ins Risiko. Technologiewerte, die am Vortag noch gemieden wurden, wie zum Beispiel SK Hynix (+9,2%), schossen nach oben und zogen den südkoreanischen Leitindex Kospi mit sich. Der Nikkei lieferte sogar ein Rekordhoch.
Schlagzeilen kamen derweil aus Indien und Australien. Indien als bevölkerungsreichstes Land der Welt hat nun auch ein Handelsabkommen mit den USA. Beide Länder hatten sich am Montagabend (MEZ) auf ein Handelsabkommen geeinigt. Die USA werden die reziproken Zölle auf Waren aus Indien auf 18 Prozent von bislang 25 Prozent reduzieren, wie US-Präsident Donald Trump auf Truth Social mitteilte.
Das angekündigte Handelsabkommen zwischen den USA und Indien sollte eher als mittelfristig strukturell positiv und nicht als kurzfristiger Katalysator angesehen werden, kommentierte Uttam Kumar Srimal von Axis Securities. "Eine nachhaltige Umsetzung [des Abkommens] könnte die Wettbewerbsfähigkeit der indischen Exporte, die Fertigungstiefe und die globale Integration erheblich verbessern", so der stellvertretende Leiter des Fundamental Research. "Investoren sollten sich auf Unternehmen mit starkem US-Engagement, skalierbaren Fertigungskapazitäten, Stärke bei der Einhaltung regulatorischer Vorschriften und widerstandsfähigen Bilanzen konzentrieren, um die Chance voll zu nutzen", sagt er. Sektoren wie Textilien, Chemie, Pharmazeutika, Automobilzulieferer, IT-Dienstleistungen und ausgewählte Industrieunternehmen dürften von einem verbesserten Marktzugang, einer Rationalisierung der Zölle und einer größeren Sicherheit in der Lieferkette profitieren, fügte der Analyst hinzu. An der Börse in Bombay geht es für den Nifty-50 um knapp 3 Prozent nach oben.
RBA hebt mit Blick auf Inflation Leitzinsen an
Die Reserve Bank of Australia (RBA) hat die Zinsen um 25 Basispunkte auf nun 3,85 Prozent angehoben und ihre Entscheidung mit hawkishen Kommentaren versehen, die auf eine weitere Zinserhöhung im Mai nach der Veröffentlichung der Daten zu den Verbraucherpreisen für das erste Quartal hindeuten. Die RBA wies auf eine starke private Nachfrage und Kapazitätsengpässe hin, die die Inflation voraussichtlich "einige Zeit" hoch halten dürften. Die Börse in Sydney schloss sich dem positiven Trend der Region an, gestützt durch Bergbau- und Technologiewerte, obwohl Energietitel nach einem erneut starken Verfall der Rohölpreise hinterherhinkten. Mit den Notierungen für Öl ging es seit dem Vortag deutlicher nach unten, hier lieferte die Entspannung der Beziehungen zwischen den USA und dem Iran den Impuls.
Der Nikkei-Index schloss dank einer positiven Stimmung 3,9 Prozent höher bei einem Rekordstand von 54.720,66 Punkten. Die Anleger konzentrieren sich auf die Unterhauswahlen des Landes am 8. Februar.Für die Analysten der OCBC Group deuten Meinungsumfragen darauf hin, dass die Regierungskoalition bei der bevorstehenden Wahl 300 von 465 Sitzen gewinnen könnte. Damit wäre das Hindernis für den fiskalischen Expansionsplan von Premierministerin Takaichi aus dem Weg geräumt. Unter den Gewinnern der Handelssitzung stiegen Sumitomo Electric Industries um 12,5 Prozent, Komatsu Ltd. kletterten um 12 Prozent und TDK Corp. legten um 11 Prozent zu. Unterdessen fielen Yamaha Motor um 10 Prozent, nachdem die Prognose für den Nettogewinn per 2025 gekappt worden war. Yamato Holdings gaben um 7,5 Prozent nach.
Derweil ist in China die Immobilienbranche noch nicht über den Berg, schrieb der Daiwa-Analyst William Wu. Die Vertragsverkäufe der 100 größten Bauträger des Landes hätten ihren Rückgang im Januar fortgesetzt, der sich im Februar angesichts der bevorstehenden Neujahrsfeiertage wahrscheinlich noch ausweiten werde, so der Analyst. Schwächere Daten könnten die chinesischen Behörden jedoch dazu veranlassen, in naher Zukunft Konjunkturmaßnahmen auf den Weg zu bringen, obwohl der Umfang etwaiger zusätzlicher Maßnahmen wahrscheinlich begrenzt sein dürfte, merkte er an. Daiwa stuft den chinesischen Immobiliensektor mit "Neutral" ein und bevorzugt China Resources Land.
=== INDEX zuletzt +/- % % YTD Ende S&P/ASX 200 (Sydney) 8.857,10 +0,9% +1,8% 06:00 Nikkei-225 (Tokio) 54.720,66 +3,9% +5,9% 07:00 Kospi (Seoul) 5.288,00 +6,8% +25,5% 07:30 Shanghai-Comp. 4.067,74 +1,3% +3,8% 08:00 Hang-Seng (Hongk.) 26.819,09 +0,2% +6,9% 09:00 DEVISEN zuletzt +/- % 00:00 Mo, 08:44 % YTD EUR/USD 1,1823 0,3 1,1791 1,1857 +0,9% EUR/JPY 183,70 0,2 183,42 183,56 -0,1% EUR/GBP 0,8627 -0,0 0,8627 0,8667 -0,7% GBP/USD 1,3705 0,3 1,3666 1,3681 +1,3% USD/JPY 155,37 -0,1 155,56 154,81 -0,7% USD/KRW 1.441,18 -0,9 1.453,64 1.459,50 +0,8% USD/CNY 6,9569 -0,1 6,9662 6,9725 -0,8% USD/CNH 6,9322 -0,2 6,9435 6,9506 -0,5% USD/HKD 7,8131 0,0 7,8114 7,8097 +0,3% AUD/USD 0,7045 1,4 0,6948 0,6936 +4,0% NZD/USD 0,6055 1,0 0,5998 0,6006 +4,1% BTC/USD 78.744,75 0,1 78.697,70 76.453,60 -12,8% ROHOEL zuletzt VT-Schluss +/- % +/- USD % YTD WTI/Nymex 61,85 62,14 -0,5% -0,29 +8,0% Brent/ICE 65,92 66,30 -0,6% -0,38 +8,8% METALLE zuletzt Vortag +/- % +/- USD % YTD Gold 4.916,74 4.660,78 +5,5% +255,97 +13,2% Silber 86,47 79,087 +9,3% +7,38 +19,8% Platin 1.883,74 1.799,68 +4,7% +84,06 +4,4% Kupfer 6,08 5,83 +4,4% +0,25 +1,8% YTD bezogen auf Schlusskurs des Vortags (Angaben ohne Gewähr) ===
Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com
DJG/DJN/thl/cln
Copyright (c) 2026 Dow Jones & Company, Inc.
Passende Produkte
| WKN | Long/Short | KO | Hebel | Laufzeit | Bid | Ask |
|---|
