ÜBERBLICK am Mittag/Konjunktur, Zentralbanken, Politik
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Die wichtigsten Ereignisse und Meldungen zu Konjunktur, Zentralbanken, Politik aus dem Programm von Dow Jones Newswires
Arbeitskosten im Euroraum steigen im vierten Quartal spürbar
Die Arbeitskosten in der Eurozone sind im vierten Quartal 2025 gegenüber dem Vorjahr um nominal 3,3 (Vorquartal: 3,4) Prozent gestiegen. Dahinter stand ein Anstieg der Lohnkosten um 3,0 (zuvor: 3,2) Prozent und ein Anstieg der Lohnnebenkosten um 4,4 (3,9) Prozent, wie die Statistikbehörde Eurostat auf Basis kalenderbereinigter Daten mitteilte. In der gesamten EU erhöhten sich die Arbeitskosten um 3,7 (3,8) Prozent. In Deutschland stiegen die Arbeitskosten um 3,2 (4,3) Prozent, in Frankreich um 1,7 (1,7) Prozent und in Italien um 2,6 (2,3) Prozent.
EU-Abgeordnete treiben Ratifizierung für US-Handelsabkommen voran
Die Abgeordneten des Europäischen Parlaments haben sich darauf geeinigt, die Ratifizierung des Handelsabkommens der Union mit den USA nach einer Reihe von Verzögerungen voranzutreiben. Mitglieder des Handelsausschusses des Parlaments stimmten dafür, Gesetzesvorlagen weiterzubehandeln, die zollbezogene Aspekte des Handelsabkommens zwischen der EU und den USA in Kraft setzen würden.
Bank of England lässt Leitzins unverändert
Die Bank of England (BoE) hat signalisiert, dass sie bereit sei, ihren Leitzins anzuheben, um einem durch den Krieg im Nahen Osten getriebenen Anstieg der Inflation entgegenzuwirken. Sie werde jedoch nichts überstürzen, da Dauer und Ausmaß der Störung der Energieversorgung ungewiss blieben. Anstatt den Zins zu senken, beließ die BoE ihren Leitzins bei 3,75 Prozent. Dies spiegelt wider, wie der Konflikt die Aussichten für die Volkswirtschaften weltweit verändert hat.
Schwedens Notenbank hält Leitzins stabil
Die schwedische Zentralbank hat ihren Leitzins bei 1,75 Prozent belassen. Sie teilte jedoch mit, dass sie wachsam bleibe und bereit sei zu handeln, falls der Nahostkonflikt beginne, die Inflation oder den wirtschaftlichen Ausblick zu beeinflussen. Die Entscheidung, den Zinssatz unverändert zu lassen, entsprach einer Umfrage des Wall Street Journal. Die Entscheidungsträger der Riksbank haben die Zinsen nun bei vier aufeinanderfolgenden Sitzungen stabil gehalten.
SNB lässt Leitzins bei 0 Prozent - Erhöhte Interventionsbereitschaft
Die Schweizerische Nationalbank (SNB) hat ihre Geldpolitik wie erwartet unverändert gelassen, aber eine erhöhte Bereitschaft zu Devisenmarktinterventionen ausgedrückt. Zudem wurde die Inflationsprognose für 2026 etwas angehoben - bei unveränderter Wachstumsprognose. Wie sie mitteilte, bleibt der Leitzins bei 0 Prozent, wo er seit Juni vergangenen Jahres steht. Die SNB bestätigte auch ihr zweistufiges System der Einlagenverzinsung, gemäß dem bei Sichtguthaben oberhalb eines bestimmten Limits ein Abschlag von 0,25 Prozentpunkten gilt.
Iran droht mit Eskalation bei erneuten Angriffen auf Energieziele
Das iranische Militär hat gewarnt, dass Angriffe auf die iranische Energieinfrastruktur ein "großer Fehler" seien. Es drohte, dass weitere Attacken zu einer Eskalation führen würden. In einer von der halbstaatlichen Nachrichtenagentur ISNA veröffentlichten Erklärung teilte das zentrale Hauptquartier Khatam al-Anbiya mit: "Wenn sich die Aggression wiederholt, werden die nächsten Angriffe auf Ihre Energieinfrastruktur und die Ihrer Verbündeten nicht aufhören, bis sie vollständig zerstört ist." Es warnte, dass die Reaktion "weit schwerwiegender" ausfallen werde als die Angriffe in der Nacht.
Saudische Raffinerie am Roten Meer getroffen
Eine Drohne ist in die Samref-Raffinerie in der Hafenstadt Yanbu in Saudi-Arabien gestürzt. Das teilte das Verteidigungsministerium des Landes mit. Es fügte hinzu, dass die Schäden an der Raffinerie noch begutachtet würden. Unabhängig davon sei eine auf den Hafen von Yanbu abgefeuerte ballistische Rakete abgefangen und zerstört worden, schrieb das Ministerium auf X. Yanbu liegt am Roten Meer.
Drohnenangriff löst Brand in kuwaitischer Raffinerie aus
Ein Drohnenangriff hat in einer Betriebsanlage der Mina-Abdullah-Raffinerie in Kuwait einen Brand ausgelöst. Dies teilte die Kuwait National Petroleum Company (KNPC) mit. Notfall- und Schnellreaktionsteams seien sofort eingesetzt worden und hätten das Feuer unter Kontrolle gebracht, teilte das Unternehmen mit. Es fügte hinzu, dass die Reaktion den festgelegten Sicherheitsprotokollen entsprochen habe. Die KNPC erklärte, es seien Vorsichtsmaßnahmen getroffen worden, um die Sicherheit der Arbeiter zu gewährleisten und die Anlage zu sichern.
Hisbollah feuert Langstreckenraketen bis nach Südisrael
Nach Angaben eines Vertreters der vom Iran unterstützten militanten Gruppe und des israelischen Militärs hat die Hisbollah zum ersten Mal im aktuellen Konflikt Raketen mit einer geschätzten Reichweite von rund 200 Kilometern aus dem Libanon auf Südisrael abgefeuert. Eine der Raketen sei in einem offenen Gebiet im Süden Israels und eine weitere im Gazastreifen niedergegangen, teilte das israelische Militär mit. Nach Angaben des israelischen Militärs hat der Großteil des Beschusses der Hisbollah israelischen Truppen im Libanon und nicht der israelischen Heimatfront gegolten.
DJG/DJN/apo
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