ÜBERBLICK am Mittag/Konjunktur, Zentralbanken, Politik
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Die wichtigsten Ereignisse und Meldungen zu Konjunktur, Zentralbanken, Politik aus dem Programm von Dow Jones Newswires
De Guindos warnt vor trügerischer Ruhe an den Märkten
Die Weltwirtschaft durchläuft nach Einschätzung des Vizepräsidenten der Europäischen Zentralbank (EZB), Luis de Guindos, eine Phase tiefgreifender Veränderungen, die von US-Zöllen und einer Erosion des multilateralen Systems geprägt ist. Diese Entwicklung belaste die Aktivität im Euroraum, da Unternehmen Investitionen aufschieben und Haushalte aus Vorsicht mehr Geld zurücklegen. "Der Übergang zu einem neuen Paradigma - einem, in dem rechtsstaatliche Prinzipien infrage gestellt werden - spiegelt tiefgreifende globale Unsicherheiten wider, die wahrscheinlich anhalten werden", sagte de Guindos laut veröffentlichtem Redetext bei einer Veranstaltung in Madrid.
Solidaritätsbekundungen für Powell folgen Eigeninteresse
Die Solidaritätsbekundungen internationaler Zentralbanker an die Fed und Fed-Chairman Jerome Powell gründen nach Aussage von Rabobank-Volkswirten im Eigeninteresse ihrer Absender. "Sollte die Fed Teil wirtschaftlicher Machtpolitik sein und nicht der neoliberalen Geldpolitik des globalen Establishments folgen, dann existiert kein neoliberales globales Establishment mehr", schreiben sie in einem Kommentar und weisen auf das Abbröckeln weiterer Eckpfeiler der liberalen Weltordnung hin: "Der Freihandel ist passé. Das zeigt sich daran, dass Kanadas Premier Carney bei einer Reise nach Peking eine Gratwanderung vollzieht, um die Abhängigkeit von den USA zu verringern, während Trump das USMCA-Abkommen bei der Besichtigung eines Ford-Werks als 'irrelevant' bezeichnete."
Premier: Grönland bevorzugt Dänemark gegenüber Anschluss an USA
Die Bevölkerung Grönlands würde sich bei einer sofortigen Entscheidung für den Verbleib im dänischen Hoheitsgebiet und gegen einen Anschluss an die USA aussprechen. Das sagte Grönlands Regierungschef Jens-Frederik Nielsen vor Reportern in Kopenhagen. Damit rückte die arktische Insel ihre Position unmittelbar vor den für Mittwoch geplanten Gesprächen im Weißen Haus eng an die dänische Regierungslinie. Trotz "immensen Drucks" werde die Insel ein Teil des dänischen Königreichs bleiben und weiterhin an Demokratie und Rechtsstaatlichkeit festhalten, sagte Nielsen.
Japans Premierministerin will für Februar Neuwahlen ausrufen - Koalitionspartner
Die japanische Premierministerin Sanae Takaichi plant für Februar eine vorgezogene Neuwahl. Takaichi plane, das Parlament am oder nach dem 23. Januar aufzulösen, und Anfang Februar solle eine Wahl stattfinden, sagte Hirofumi Yoshimura, Co-Vorsitzender der Japan Innovation Party, dem Juniorpartner in Takaichis Regierungskoalition, in einer Pressekonferenz. Takaichi geht damit ein Risiko ein, um ihre Machtposition zu festigen, während sie sich mit dem Zorn Chinas wegen ihrer Äußerungen zu Taiwan auseinandersetzen muss.
+++ Konjunkturdaten +++
US/MBA Market Index Woche per 9. Jan +28,5% auf 348 (Vorwoche: 270,8)
US/MBA Purchase Index Woche per 9. Jan +15,9% auf 184,6 (Vorwoche: 159,3)
US/MBA Refinance Index Woche per 9. Jan +40,1% auf 1.313,1 (Vorwoche: 937)
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