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13:30 Uhr, 29.08.2025

ÜBERBLICK am Mittag/Konjunktur, Zentralbanken, Politik

Die wichtigsten Ereignisse und Meldungen zu Konjunktur, Zentralbanken, Politik aus dem Programm von Dow Jones Newswires

Inflation in Bundesländern steigt im August

Die jährliche Inflationsrate ist im August in sechs Bundesländern gestiegen. In Bayern stieg die Jahresrate auf 2,1 (Vormonat: 1,0) Prozent, in Baden-Württemberg auf 2,5 (2,3) Prozent und in Sachsen auf 2,2 (2,1) Prozent, wie die Statistischen Landesämter mitteilten. Für Gesamtdeutschland hatten Volkswirte im Vorfeld erwartet, dass die Verbraucherpreise gegenüber dem Vormonat im Schnitt stagnieren werden. Die jährliche Inflationsrate soll der Prognose zufolge auf 2,1 (Vormonat: 2,0) Prozent steigen. Das Statistische Bundesamt (Destatis) veröffentlicht die Daten um 14.00 Uhr.

Deutsche Arbeitslosenzahl sinkt im August wider Erwarten

Die Arbeitslosigkeit in Deutschland ist im August auf bereinigter Basis wider Erwarten gesunken. Wie die Bundesagentur für Arbeit (BA) mitteilte, fiel die saisonbereinigte Arbeitslosenzahl gegenüber dem Vormonat um 9.000, nachdem sie im Juli um 2.000 zugelegt hatte. Die Arbeitslosenquote stagnierte bei 6,3 Prozent. Von Dow Jones Newswires befragte Volkswirte hatten einen Anstieg der Arbeitslosenzahl um 10.000 und eine Quote von 6,4 Prozent prognostiziert.

Deutscher Arbeitsmarkt dürfte sich weiter verschlechtern

Für den angespannten deutschen Arbeitsmarkt wird es erst schlimmer, bevor es besser wird, warnt Carsten Brzeski von ING in einer Research Note an Kunden. Die Zahl der Arbeitsuchenden ist auf über 3 Millionen gestiegen und die Arbeitslosenquote geklettert, wie aus den am Freitag veröffentlichten Zahlen des Statistischen Bundesamtes hervorgeht. Das "liefert weitere Beweise dafür, dass eine lange Phase wirtschaftlicher Stagnation schließlich den Arbeitsmarkt in Mitleidenschaft zieht", meint Brzeski. Angesichts dessen, dass wichtige Industriezweige Kostensenkungsmaßnahmen und Entlassungen ankündigen, habe der Arbeitsmarkt des Landes kaum Hoffnung auf eine schnelle Erholung, meint er.

EZB: Inflationserwartungen der Konsumenten im Juli stabil

Die Inflationserwartungen von Konsumenten im Euroraum haben sich im Juli im Großen und Ganzen stabil entwickelt. Wie aus der jüngsten Konsumentenumfrage der Europäischen Zentralbank (EZB) hervorgeht, erwarteten die Konsumenten, dass die Verbraucherpreise in den nächsten zwölf Monaten um 2,6 (Juni: 2,6) Prozent steigen werden. Auf Sicht von drei Jahren sahen sie die Inflation bei 2,5 (2,4) Prozent und auf Sicht von fünf Jahren bei 2,1 (2,1) Prozent.

Frankreichs HVPI-Inflation sinkt im August auf 0,8 Prozent

Die jährliche Inflationsrate in Frankreich ist im August leicht zurückgegangen, sodass die Wahrscheinlichkeit einer erneuten Zinssenkung bei der Sitzung der Europäischen Zentralbank (EZB) im nächsten Monat eher gering bleibt. Die am Harmonisierten Verbraucherpreisindex (HVPI) gemessene Jahresteuerung sank auf 0,8 (Vormonat: 0,9) Prozent, wie das Statistikamt in einer ersten Veröffentlichung mitteilte.

HVPI-Inflation in Spanien verharrt bei 2,7 Prozent

Der Inflationsdruck in Spanien hat sich im August stabil entwickelt. Nach Angaben der Statistikbehörde INE verharrte die Jahrerate beim Harmonisierten Verbraucherpreisindex (HVPI) bei 2,7 Prozent. Auch in der nationalen Berechnung blieb die Jahresrate bei 2,7 Prozent.

+++ Konjunkturdaten +++

Italien/Verbraucherpreise Aug vorl. +0,1% gg Vm, +1,6% gg Vj

DJG/DJN/apo

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