ÜBERBLICK am Abend/Konjunktur, Zentralbanken, Politik
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Die wichtigsten Ereignisse und Meldungen zu Konjunktur, Zentralbanken, Politik aus dem Programm von Dow Jones Newswires.
US-Handelsbilanzdefizit im Oktober halb so hoch wie erwartet
Das Defizit in der Handelsbilanz der USA ist im Oktober nur halb so groß wie erwartet gewesen. Wie das US-Handelsministerium mitteilte, lag es bei 29,4 (September revidiert: 48,1) Milliarden US-Dollar. Von Dow Jones Newswires befragte Volkswirte hatten mit einem Passivsaldo von 58,4 Milliarden Dollar gerechnet. Basis war ein vorläufiger September-Wert von 52,8 Milliarden Dollar gewesen. Die Exporte stiegen um 2,6 Prozent auf 302,0 Milliarden Dollar, die Importe nahmen dagegen um 3,2 Prozent auf 331,4 Milliarden Dollar ab.
US-Produktivität wächst im 3. Quartal um 4,9 Prozent
Die Produktivität außerhalb der Landwirtschaft in den USA hat im dritten Quartal nach vorläufiger Rechnung um annualisiert 4,9 Prozent gegenüber dem Vorquartal zugelegt und ist damit exakt wie erwartet gewachsen. Für das zweite Quartal wurde ein revidierter Anstieg der Produktivität um 4,1 Prozent gemeldet, nachdem in vorläufiger Schätzung ein Plus von 3,3 Prozent gemeldet worden war. Wie das US-Arbeitsministerium weiter berichtete, sanken die Lohnstückkosten im Berichtszeitraum um 1,9 Prozent, während für das Vorquartal ein Rückgang um revidiert 2,9 (vorläufig: plus 1,0) Prozent gemeldet wurde. Volkswirte hatten für das dritte Quartal einen Rückgang um 0,4 Prozent erwartet.
Erstanträge auf US-Arbeitslosenhilfe etwas niedriger als erwartet
Die Zahl der Erstanträge auf Leistungen aus der US-Arbeitslosenversicherung hat in der Woche zum 3. Januar 2026 etwas weniger als erwartet zugelegt und ist im Vierwochenschnitt auf den niedrigsten Stand seit 2024 gefallen. Im Vergleich zur Vorwoche stieg sie auf saisonbereinigter Basis um 8.000 auf 208.000, wie das US-Arbeitsministerium mitteilte. Von Dow Jones Newswires befragte Volkswirte hatten einen Anstieg auf 210.000 vorhergesagt. Für die Vorwoche wurde der Wert mit 200.000 angegeben. Der gleitende Vierwochendurchschnitt verringerte sich gegenüber der Vorwoche um 7.250 auf 211.750. Das war der niedrigste Wert seit April 2024. In der Woche zum 27. Dezember erhielten 1,914 Millionen Personen Arbeitslosenunterstützung, 56.000 mehr als in der Vorwoche.
US-Senat will Trumps militärische Befugnis in Venezuela einschränken
Der US-Senat hat für einen Antrag gestimmt, der Präsident Donald Trump daran hindern soll, ohne ausdrückliche Zustimmung des Kongresses weitere militärische Maßnahmen in Venezuela zu ergreifen. Dies stellt eine seltene parteiübergreifende Zurechtweisung des Weißen Hauses dar und unterstreicht das wachsende Unbehagen über die Nutzung von Kriegsbefugnissen durch die US-Regierung. Die Abstimmung über den Antrag mit 52 zu 47 Stimmen erfolgte weniger als eine Woche, nachdem die USA den venezolanischen Machthaber Nicolás Maduro und seine Frau bei einer nächtlichen Razzia festgenommen hatten. Fünf Republikaner schlossen sich den Mitgliedern der demokratischen Fraktion an.
China kappt Versorgung Japans mit seltenen Erden
China hat begonnen, die Exporte von seltenen Erden und Magneten aus seltenen Erden nach Japan zu drosseln. Dies ist ein potenzieller Schlag für japanische Unternehmen, die diese nutzen, um Komponenten für globale Chiphersteller, Autokonzerne und Rüstungsfirmen zu produzieren. Der Schritt ist die jüngste Strafmaßnahme Pekings gegen Japan wegen Äußerungen von Premierministerin Sanae Takaichi Ende vergangenen Jahres. Sie hatte angedeutet, dass das Land in einen Konflikt um Taiwan verwickelt werden könnte. China hat geschworen, die selbst regierte Insel notfalls mit Gewalt einzunehmen.
China könnte Nvidia-H200-Import bis Quartalsende erlauben - Agentur
China wird voraussichtlich noch in diesem Quartal bestimmte Importe von Nvidia-H200-Chips genehmigen, berichtete Bloomberg unter Berufung auf mit der Situation vertraute Personen. Damit hätte der Chiphersteller wieder Zugang zum weltweit größten Halbleitermarkt, heißt es in dem Bericht. Die US-Regierung beschränkt den Verkauf der modernsten Prozessoren von Nvidia nach China aus Gründen der nationalen Sicherheit, so Bloomberg.
+++ Konjunkturdaten +++
US/Lagerbestände Großhandel Okt +0,2% (PROG: +0,2%)
Kontakt zum Autor: konjunktur.de@dowjones.com
DJG/DJN/hab/brb
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